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  • Do., 01. Oktober 2020, 14:49 Uhr
    Kreisspitze informierte in Videopressekonferenz über aktuelle Lage rund um die Corona-Pandemie

    Richtiges Lüften und anstehende Reisewelle im Fokus 

    KREIS BERGSTRASSE – Die Kreisspitze informierte am Donnerstag erneut die Videopressekonferenz über die aktuelle Entwicklung rund um die Corona-Pandemie im Kreis Bergstraße. Landrat Christian Engelhardt ging dabei zunächst auf die Ergebnisse der Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder ein. Hierbei sei „am prägnantesten, dass die bisherige AHA-Formel durch die Corona-App und das Lüften ergänzt wurde. In diesem Zusammenhang wäre es wichtig, dass die Schulen erlauben, dass die Handys wegen der Nutzung der Corona-WarnApp auch während des Unterrichtes abbleiben”, appellierte Landrat Engelhardt an die Schulleitungen. Bezüglich der Inzidenzzahlen solle die Hotspot-Strategie weiterentwickelt werden. Dies habe besonders auf private Feiern Einfluss: „Beim bundesweiten Infektionsgeschehen haben immer wieder private Feiern eine große Rolle gespielt, diese sollen daher weiter eingeschränkt werden. Bei einer Inzidenzzahl von 35 pro 100.000 Einwohner gelten 50 Personen bei Feiern im öffentlichen Raum, bei einer Inzidenz von 50 sind maximal 25 Personen möglich. Dies ist eine deutliche Eingrenzung zu den bisherigen Vorgaben, die private Veranstaltungen bis 250 Personen ermöglicht haben. Für alle Veranstaltungen außer privaten Feiern gelten die bisherigen Regeln”, erläuterte Landrat Engelhardt. Für die Planungen des Kreises habe diese Änderung aktuell keine Auswirkungen.

    Ein wichtiges Thema sei das richtige Lüften, besonders vor dem Hintergrund, wie Dauerlüften an den Schulen in den kalten Jahreszeiten funktionieren soll. „Immer wieder sprechen mich diesbezüglich Eltern an. Es muss nicht sein, dass Kinder in der Kälte sitzen. Es gibt hierzu noch kein neues Hygienekonzept auf Landesebene, ich rechne aber damit, dass dies noch einmal geregelt wird. Die Kultusministerkonferenz rät bereits, alle 20 Minuten ein regelmäßiges Stoßlüften und in den Pausen zusätzlich Querlüften durchzuführen”, so der Landrat. Nicht empfohlen sei hierbei, sechs Stunden die 

    Fenster aufzulassen.

    Bitte Entwicklung bei Risikogebieten beachten

    Die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz betonte angesichts der aktuellen Fallzahlen, dass es beim Inzidenzwert immer wieder leichte Bewegungen gebe, der Wert im Kreis aber konstant unter 20 sei. „Dies hängt aber immer auch davon ab, was der Tag noch bringt.” Mit Blick auf die Herbstferien appellierte sie, immer die aktuellen Reisewarnungen bezüglich von Risikogebieten im Blick zu behalten. „Wir haben immer noch Reiserückkehrer unter den aktuellen Fällen, jetzt stehen weitere Reisen an. Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Risikogebiete, die sich jederzeit ändern können.” Aktuell sei die Hauptgruppe der Infizierten, die von Reisen zurückkommen,  aus den Niederlanden. „Nord- und Südholland sowie Utrecht sind Risikogebiete, aber es gibt generell mehr Gebiete. Jetzt sind auch Belgien und fast ganz Frankreich, Nordirland und Wales betroffen”, so die Gesundheitsdezernentin. 

    Grundsätzlich liegen bei den aktuellen Infektionsfällen 70 Prozent im Alter von 0 bis 40 Jahren, „dies entspricht nicht dem Schnitt, den wir bisher hatten und auch nicht dem aktuellen Durchschnitt. Wir haben viele Fälle in der jüngeren Generation, leider gibt es aber auch wieder mehrere schwer erkrankte Fälle bei Gesamtzahl der Infizierten”, so Diana Stolz. 

    Im Bereich der Schulen gibt es laut der Ersten Kreisbeigeordneten ein sehr dynamisches Geschehen in den letzten Wochen. „ In fünf Einrichtungen haben wir aktuell Infektionsfälle, vier davon sind Schulen in Bensheim. Zusätzlich gibt es acht Schulen und Kindergärten mit Kontaktkonstellationen. Das Gesundheitsamt informiert sowohl die engen Kontaktpersonen, die unter Quarantäne gestellt werden, als auch die weiteren Kontaktpersonen. Dies ist uns wichtig, da auch diese eine besondere Sensibilität haben sollten. Dies ist bei den Gesundheitsämtern keineswegs selbstverständlich”, betonte Diana Stolz, die darauf verwies, dass es auch bereits Fälle bei den erweiterten Kontaktpersonen gegeben hätte. „Am Wochenende hatten wir die Situation, dass das Gesundheitsamt weit über 500 Personen kontaktieren musste. Es ist toll, mit welchem Einsatz die Mitarbeiter des Kreises und des Gesundheitsamtes hier gearbeitet und alle Betroffenen möglichst schnell informiert haben, bis in den Abend hinein”, lobte Diana Stolz.

    Bezüglich der Schulen vermeldetet sie, dass an der Karl Kübel Schule die meisten Testergebnisse vorliegen, es aber keine neuen Fälle gebe. Ähnlich sieht es am AKD aus, hier fehlen aber noch mehr Testergebnisse. Die Klassen des Goethe-Gymnasiums werden am heutigen Donnerstag getestet. 

    Mehr Busse nach den Herbstferien

    Der Kreisbeigeordnete Karsten Krug äußerste sich zur Schülerbeförderung. Hier werden nach den Herbstferien zusätzliche Busse zum Einsatz kommen. Für genauere Informationen und entsprechende Details gibt es in den Ferien eine Pressekonferenz. Und im Bereich der Bußgeldstelle sei weiterhin ein unverändert zarter Anstieg bei den gemeldeten Verfahren zu verzeichnen. Benjamin Kloos
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