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  • Di., 26. April 2022, 13:04 Uhr
    INKLUSION: Medien-Ausstellung zu wichtigem Thema / Ideen der Bürger gefragt

    Rollstuhlente macht Inklusionsangebote in Stadtbücherei sichtbar

    Freuen sich über das neue Angebot zum Thema Inklusion in der Stadtbücherei Lampertheim: Büchereileiterin Barbara Burkhard, Andreas Dexler, der Erste Stadtrat Marius Schmidt, der 1. Vorsitzende der Lebenshilfe Lampertheim Günther Baus sowie der Vorsitzende des Behindertenbeirates Jochen Halbauer (v.l.). Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – „Damit Inklusion gelingt, braucht es einen inklusiven Geist” – und wo könnte dieser besser entstehen und gefördert werden, als in der Stadtbücherei Lampertheim? Aus diesem Gedanken heraus wurde hier eine Medien-Ausstellung geschaffen, in einem eigenen Regal ist das wichtige Thema Inklusion nun präsent. Versehen wurden die zu diesem Thema bewusst ausgewählten Bücher mit dem Symbol der Rollstuhlente, damit diese direkt als themenzugehörig erkennbar sind. Diese wurde als Symbol durch die Firma lilalu zur Verfügung gestellt. „Zudem wurde im Rahmen des Inklusionscafé durch die Jugendförderung und Susanne Camus eine Inklusionsente aus Pappmacheé gebastelt, die auf das Regal aufmerksam macht”, betonte Marius Schmidt, der stolz ist, dass durch den „Aktionsplan Inklusion” bereits so vielfältige Ideen geboren wurden. Und auch von außen macht ein eigenes Plakat auf diese sinnvolle Neuerung in der barrierefrei zugänglichen Stadtbücherei aufmerksam. Dass alle Menschen Zugang zur Stadtbücherei haben liegt dem Ersten Stadtrat sehr am Herzen. „Daher hat jeder bis zum Alter von 18 Jahren die Möglichkeit, kostenlos Bücher auszuleihen. Und auch die geflüchteten Menschen aus der Ukraine erhalten kostenlos einen Büchereiausweis, um den Zugang zur Bildung zu ermöglichen”, so Marius Schmidt, der allen Beteiligten für dieses sichtbare Zeichen des Inklusionsplanes dankte.

    Jochen Halbauer, Vorsitzender des Behindertenbeirates der Stadt Lampertheim, erläuterte, dass das Gremium künftig seine Zielgruppe erweitern möchte. „Wir wollen gerade die Jugend für das Thema Inklusion sensibilisieren und über diese auch die Eltern erreichen. Dies kann in der Bücherei sehr gut geschehen, und auch bei den Ferienspielen werden wir gemeinsam mit der Jugendförderung einen Inklusionstag anbieten, unter anderem mit einem Rollstuhlparcours.”

    Barbara Burkhard, Leiterin der Stadtbücherei, ergänzte, dass es für die Stadtbücherei von großer Bedeutung sei, dass alle Menschen Zugang haben. „Wir wollen beim Thema Inklusion den Grundstein schon bei den Jüngsten legen, daher haben wir viele Kinder- und Bilderbücher aus diesem Bereich mit aufgenommen. Für Menschen mit Seheinschränkungen gibt es das Hörbuchangebot, erweitert durch einen digitalen Musik- und Hörbuchbereich auf freegalMusic. Der Digitale Zugang zur Bibliothek wird durch ein Tool erleichtert, das die bessere Lesbarkeit der Seiten ermöglicht.”

    Die Rollstuhlente benötigt natürlich noch einen Namen – wer eine Idee hat, wie diese künftig heißen soll, ist eingeladen, in der Stadtbücherei einen entsprechenden vorbereiteten Zettel auszufüllen und vor Ort einzuwerfen.

    Andreas Dexler, in der Stadtverwaltung für das Thema Inklusion verantwortlich, betonte: „Wir machen uns in den Arbeitsgruppen des Aktionsplan Inklusion viele Gedanken über mögliche Maßnahmen. Es ist wichtig, dass die Menschen sich im Alltag damit beschäftigen. Neben dem Zettel zur Namensgebung der Ente findet sich in der Stadtbücherei daher ein weiterer Fragebogen, mit dem im Rahmen der Beteiligung der Bürger Ideen zum vielfältigen Thema Inklusion eingebracht werden können.” Benjamin Kloos

     

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