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  • Mi., 09. September 2026, 15:50 Uhr
    APPELL AN MITBÜRGER: Gemeinde Biblis sensibilisiert für freie Rettungswege / Gemeinsamen Verantwortung für Sicherheit übernehmen

    Rücksicht rettet Leben!

    Im Ernstfall zählen Sekunden! Bürgermeister Konstantin Großmann und Gemeindebrandinspektor Christian Neumann nahmen neuralgische Punkte für Rettungsfahrzeuge in Biblis unter die Lupe.
    Foto: oh

    BIBLIS – Anfang der Woche war die Gemeinde Biblis gemeinsam mit den Feuerwehren und dem Ordnungsamt im Gemeindegebiet unterwegs, um auf ein wichtiges Thema aufmerksam zu machen: freie Rettungswege. Gemeinsam mit Gemeindebrandinspektor Christian Neumann, den Wehrführern Marco Reinhardt aus Biblis und Uwe Schmidt aus Nordheim sowie Mitarbeitenden des Ordnungsamtes wurden an mehreren Stellen Flyer verteilt. Im Mittelpunkt standen insbesondere Straßen, Kurven, Kreuzungsbereiche und Einmündungen, an denen abgestellte Fahrzeuge die Durchfahrt für große Einsatzfahrzeuge erschweren oder im schlimmsten Fall sogar verhindern können.

    Die Aktion soll dabei ausdrücklich nicht verärgern oder belehren. Vielmehr geht es darum, für eine Situation zu sensibilisieren, die im Alltag schnell unterschätzt wird. Ein geparktes Auto mag auf den ersten Blick niemanden stören. Für ein großes Feuerwehrfahrzeug oder einen Rettungswagen kann es aber entscheidend sein, ob noch genügend Platz zum Rangieren und Durchfahren vorhanden ist. Gerade in engen Straßen kann das Parken auf beiden Seiten dazu führen, dass die notwendige Durchfahrtsbreite nicht mehr vorhanden ist. Auch Kreuzungen und Einmündungen müssen ausreichend freigehalten werden. Innerhalb von fünf Metern vom Schnittpunkt der Fahrbahnkanten darf grundsätzlich nicht geparkt werden. Diese Regelung ist besonders wichtig, weil große Einsatzfahrzeuge deutlich mehr Platz benötigen, um sicher abbiegen zu können.

    Auch Feuerwehrzufahrten müssen jederzeit frei bleiben. Ebenso sollten Fahrzeuge nicht so auf Gehwegen oder gegenüber von bereits parkenden Autos abgestellt werden, dass die Fahrbahn für Einsatzkräfte zu eng wird. Selbst ein nur kurz abgestelltes Fahrzeug oder ein eingeschalteter Warnblinker ändert daran nichts. Bürgermeister Konstantin Großmann unterstreicht die Bedeutung der Aktion: „Wenn jede Sekunde zählt, darf kein Weg versperrt sein. Im Ernstfall geht es nicht um Bequemlichkeit oder ein paar Meter Fußweg. Es geht darum, dass Feuerwehr und Rettungsdienst so schnell wie möglich dort ankommen, wo Menschen auf Hilfe angewiesen sind.“ Die Gemeinde Biblis sieht die Aktion deshalb als wichtigen Bestandteil der gemeinsamen Verantwortung für Sicherheit. Gerade weil Einsatzkräfte im Ernstfall unter hohem Zeitdruck handeln, sollen vermeidbare Hindernisse bereits im Vorfeld verhindert werden.

    „Unser Appell ist ganz einfach: Bitte beim Parken immer einen Moment mitdenken, ob ein großes Einsatzfahrzeug noch sicher durchkommen würde. Diese Rücksicht kann im Ernstfall entscheidend sein“, so Großmann weiter. Ein besonderer Dank gilt Kathrin Kocher, Leiterin des Ordnungsamtes, für die Erstellung des Flyers und die Begleitung der Aktion. Ebenso bedankt sich die Gemeinde bei den Feuerwehren und allen Beteiligten, die die Aktion unterstützt und vor Ort begleitet haben. Die Gemeinde wird auch weiterhin dafür sensibilisieren, Rettungswege, Feuerwehrzufahrten sowie Kreuzungs- und Einmündungsbereiche freizuhalten. Denn eines gilt immer: Rücksicht rettet Leben! zg


     

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