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Di., 28. November 2017, 22:21 Uhr
Weitere Zulassung von Glyphosat laut Grünen Bergstraße fatales Signal für die Umwelt und die moderne Landwirtschaft
„Rückwärtsgewandte Landwirtschaftspolitik wird festgeschrieben”
KREIS BERGSTRASSE – Die Zulassung des Totalherbizids Glyphosat durch den EU-Ministerrat um weitere fünf Jahre ist aus Sicht der Grünen im Kreis Bergstraße fatal. „Damit wird eine rückwärtsgewandte Landwirtschaftspolitik über Jahre festgeschrieben. Es ist unfassbar, dass die Bundesregierung durch Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt – anders als im bisherigen Verfahren – für die Zulassung um weitere fünf Jahre gestimmt hat.“, erklären Evelyn Berg und Matthias Schimpf, die VorstandssprecherInnen von Bündnis 90/DIE GRÜNEN-Bergstraße. Glyphosat ist ein Allround-Herbizid und vernichtet alle grünen Pflanzenteile. Es schädigt die Artenvielfalt und steht weiter im Verdacht, krebserregend zu sein.
„Es ist ein Schlag ins Gesicht der 1,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger, die die europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat unterzeichnet haben, dass dieses Pflanzengift weiter eingesetzt werden kann“, so Berg weiter, die daran erinnert, dass sich auch im Kreis Bergstraße eine Vielzahl von Menschen gegen die weitere Zulassung engagiert haben. „Der massive und großflächige Einsatz von Glyphosat führt in eine landwirtschafts- und umweltpolitische Sackgasse. Zum Schutz der VerbraucherInnen, sowie der Umwelt brauchen wir eine deutliche Reduktion von Pestiziden und synthetischen Düngemitteln und endlich eine unabhängige Überprüfung und Zulassung von Pflanzenschutzmitteln.“, ergänzt Schimpf.
In Hessen hat die Umweltministerin Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen) bereits auf die möglichen Risiken von Glyphosat reagiert und per Erlass mit einer strikten Einschränkung zur Anwendung von Glyphosat im öffentlichen Raum reagiert. zg