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Mo., 03. Oktober 2016, 13:35 Uhr
Rund 120 Jugendliche löschen Brände und retten Leben
Für die anstehenden Aufgaben waren die Jugendlichen gut gerüstet, Unterstützung boten die aktiven Feuerwehrmänner. Foto: Eva Wiegand
LAMPERTHEIM - Am vergangenen Samstag trafen sich insgesamt elf Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Bergstraße sowie die Jugendgruppe des THW Lampertheim um eine gemeinsame Großübung durchzuführen, die die Jugendlichen und deren Ausbilder vor umfangreiche Einsatzszenarien stellte. Regelmäßig findet die Großübung bei verschiedenen Wehren des Löschbezirks IV statt, die zum einen das Interesse weiteren Nachwuchses für die Arbeit der Feuerwehr wecken soll, zugleich aber auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Jugendfeuerwehren stärken will. In diesem Jahr nahmen rund 120 Jugendliche aus den Jugendfeuerwehren Lorsch, Einhausen, Lampertheim, Kirchhausen, Sonderbach, Hambach, Hüttenfeld, Heppenheim und dem THW Lampertheim an der Übung teil. "Außerdem sind noch circa 30 Aktive mit dabei", erklärte der Lampertheimer Jugendwart Sebastian Herweh, schließlich stand den Jugendlichen in jedem Abschnitt ein aktiver Feuerwehrmann unterstützend zur Seite. Die Übung selbst simulierte am Samstagmorgen dann den "Super-Gau", wie es Herweh bezeichnete, denn gleich an verschiedenen Orten hatten sich auf einem Firmengelände in der Lagerhalle Brände gebildet, eine unbekannte gefährliche Flüssigkeit war in der kleineren Lagerhalle ausgelaufen, auch die Anzahl der verletzten Personen war den Jugendlichen, wie bei einem realen Brand, unbekannt und obendrein hatte sich ein Fahrzeugunfall auf dem Parkplatz des Geländes ereignet. So hatte der Einsatzleiter der Feuerwehr Lampertheim Kevin Reiber und sein Einsatzleiterhelfer Jannik Roos erst einmal die Lage zu sichten und die teilnehmenden Wehren einzuteilen und abzurufen. Schon kurze Zeit nach dem Anrücken der Fahrzeuge überzeugten die Jugendlichen mit ihrem Können und arbeiteten die ihnen gestellten Aufgaben zügig und souverän ab. So waren Verletzte aus verschiedenen Gefahrensituationen zu retten, Brände zu bekämpfen und die Beteiligten des Verkehrsunfalls aus dem Auto zu holen. Hier kam der Spreizer, ein unverzichtbares Hilfmittel zur Personenbefreiung nach Verkehrsunfällen, denn mit dem Spreizer können Türen und Holme weggedrückt werden, unter Anleitung der aktiven Feuerwehrmänner zum Einsatz. Hierfür hatten die Jugendlichen die erforderliche Schutzkleidung angelegt. Nach der knapp zweistündigen Übung stand nach getaner Arbeit dann die Geselligkeit mit einem gemeinsamen Essen auf dem Programm. Im Anschluss gab es die verdiente Erfrischung und Stärkung für die gut vorbereitete Übung und das gelungene Miteinander der Jugendfeuerwehren. Eva Wiegand