Mehrere Ahornbäume sind Schimmelpilz zum Opfer gefallen
Rußrindenkrankheit im Kreis Bergstraße
Die von der Rußrindenkrankheit befallenen Bäume sollten dauerhaft nassgehalten werden. Foto: Thomas Dexheimer
KREIS BERGSTRASSE – Einige Ahornbäume im Kreis Bergstraße sind dem Schimmelpilz „Cryptostroma corticale“ zum Opfer gefallen. Der Schimmelpilz, der bei einigen Ahorn-Arten die sogenannte Rußrindenkrankheit hervorruft, kann auch für den Menschen unangenehm werden: Bei intensivem Kontakt mit den Sporen des Pilzes durch Einatmen kann eine Entzündung der Lungenbläschen die Folge sein. Zu den Symptomen, die meist sechs bis acht Stunden nach dem Kontakt mit den Sporen auftreten, können Reizhusten, Fieber, Atemnot und auch Schüttelfrost gehören. Die Symptome halten meist mehrere Stunden an, selten länger.
Befallene Bäume sollten deshalb dauerhaft nassgehalten werden, wenn sie bearbeitet werden. Dies verhindert eine intensive Verbreitung der Sporen über die Luft. Die Bearbeitung von befallenem Holz sollte aus Sicherheitsgründen auf Baumpflege spezialisierten Fachleuten überlassen werden. Befallene Bäume sollten zudem der zuständigen Stadtverwaltung oder dem Eigentümer gemeldet werden. Bereits abgestorbene Bäume sollten gefällt, das Holz aber nicht als Brennholz verwendet werden sondern in abgedecktem Zustand zur fachgerechten Entsorgung gebracht werden. Bei Arbeiten an befallenem Holz wird entsprechende Schutzkleidung empfohlen, um den Kontakt mit den Sporen zu verhindern. zg