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Di., 20. August 2013, 11:57 Uhr
Sahnehäubchen! Damen schaffen Aufstieg in Bundesliga
Deutsche Kanupolomeisterschaften 2013 in Essen mit durchwachsenen Leistungen bei den WSV-Herren / Mädels im „Golden Goal”-Glück
LAMPERTHEIM – Wieder mal zog die Kanupoloabteilung des Wassersportvereins Lampertheim zum Baldeneysee nach Essen. Die 43. Deutschen Kanupolo-Meisterschaften standen an. Wieder mit mehr als 100 Teams, die an vier Tagen in 400 Spielen in 5 Klassen ihre Meister suchten. Dazu kamen noch die Aufstiegsspiele der zweiten, dritten und vierten Liga bei den Herren und in der 2. Liga der Damen. Die Wassersportler waren in der Herrenbundesliga, der Jugend, der 3. Herrenliga und der 2. Damenliga aktiv.
Die WSV-Herren sind letztes Jahr in die 3. Liga aufgestiegen. Da heißt das Ziel normalerweise Klassenerhalt. Doch nicht für die Jungs um Kapitän Achim Straub. Die wollten gleich durchstarten in Liga 2. Dass man dazu in der Lage ist, zeigten sie im Spiel gegen den späteren Aufsteiger aus List-Hannover. Nur zweimal war man ganz knapp unterlegen. Und dann gibt es Gegner wie den RSV Hannover, die liegen den Südhessen überhaupt nicht. In der Vorrunde wurde der WSV Dritter und kam ins untere Halbfinale um Platz 5 bis 9 gegen VK Berlin. Nach einer 2:0-Führung verlor der WSV 2:3. Durch ein Remis und einen Sieg sicherten sich das Team den 7. Platz. Gar nicht schlecht für einen Aufsteiger. Die Jugendspieler sind eine Spielgemeinschaft mit dem ASV Horb eingegangen. Das ganze Team war das erste Mal auf einer deutschen Meisterschaft. Trotz dieser Unerfahrenheit spielten sie ein gutes Turnier und kamen auf einen achtbaren achten Platz.
Das Sahnehäupchen aus Lampertheimer Sicht waren die Damen um Stefanie Geiger, Emily Bildat und Annika Adler. Sie spielten in der zweiten Damenliga und wollten aufsteigen. Das schafften die Mädels in beeindruckender Weise. Sie verloren kein Spiel und spielen nun in der Bundesliga. Nach klaren Siegen in der Vor- und Zwischenrunde machten es die Damen im Halbfinale und im Endspiel nochmal spannend. Beide Spiele standen nach Ende der regulären Spielzeit unentschieden und wurden erst nach zweimaliger Verlängerung mit „Golden Goal” entschieden. Die beiden entscheidenden Treffer wurden von Annika (Halbfinale) und Emily (Finale) erzielt. Emily Bildat und Annika Adler fuhren von Essen erst gar nicht nach Hause, sondern ins Trainingslager nach Berlin. Von da aus geht es dann nach Posen in Polen. Dort finden die Europameisterschaften im Kanupolo statt. Nach dem Gewinn des ECA-Cups zählt das deutsche Team zu den Favoriten. zg