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  • Sa., 11. Januar 2014, 12:02 Uhr
    „Do helfe blous noch Pille” – Proben für das neue Stück starten / Vorverkauf beginnt am 25. Januar

    Sainäwwel spenden für die Tafel, Kinder und Bildung

    Zum letzten Spendentermin der Sainäwwel wurden drei neue Spendenempfänger bedacht. Wie so oft, lag der Theatergruppe dabei besonders das Wohl der Kinder am Herzen. Foto: Eva Wiegand


    BÜRSTADT – Immer wenn Sainäwwel-Chefin Gabi Schäfer-Bauer ihr Sainäwwel-Trikot anlegt, gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder steht ein Aufführungs- oder ein Spendentermin an. Am Freitagabend versammelte sich die Theatergruppe wie gewohnt im Pfarrsaal St. Peter, um einmal mehr zahlreiche Spendenempfänger zu beglücken. Mit den Spenden in Höhe von insgesamt 1.350 Euro wächst das Gesamtspendenvolumen der Sainäwwel auf über 235.000 Euro. „Heute sind sogar drei ganz neue Spendenempfänger dabei”, berichtete Schäfer-Bauer und kündigte die Tafel Bürstadt als erstes an. Dabei konnte Werner Straus einen 300 Euro Tankgutschein in Empfang nehmen. „Wir sind sehr froh, dass wir diese Spende erhalten, denn die Tafel finanziert sich ausschließlich durch Spenden“, betonte Straus. Insgesamt 280 Kunden aus Groß-Rohrheim, Biblis, Wattenheim, Bobstadt, Riedrode und Bürstadt werden derzeit bei der Tafel Bürstadt betreut.

    Als zweiten Spendenempfänger nannte die Sainäwwel-Chefin dann Emily, die mit den Folgen eines Gehirntumors zu kämpfen hat. Nach erfolgreicher Operation hatte die Fünfjährige einen Spitzfuß zurückbehalten und war an den Rollstuhl gefesselt. „Heute freut sie sich an jedem Schritt, den sie machen kann“,  berichtete ihre Mutter Paola Müller. Der Spitzfuß wurde von einem Chirurgen behoben, die Krankenkasse allerdings verweigerte den Zuschuss. „Es ist noch ein langer Weg und noch lange nicht abgeschlossen, aber es rührt mich sehr, dass Leute wie ihr an uns denkt“, freute sich Müller. Auch das Bildungszentrum Pangea Schifferstadt, der dritte neue Spendenempfänger, durfte sich über eine Spende freuen. Die 250 Euro der Sainäwwel werden zur Anschaffung von Lehrbüchern verwendet. Die Schüler der ersten bis zur dreizehnten Klasse werden im Rahmen von Nachhilfeunterricht von ehrenamtlichen Helfern betreut, wie Zinet Yilmaz, Leiterin der Einrichtung, berichtete. Weitere 500 Euro wurden an die Kinderkrippe Sonnenkäfer überreicht, die mit dem Geld eine gemütliche Kuschel- und Leseecke angeschafft haben.

    Frank Gumbel weckte dann zum Ende des Spendentermins gleich noch die Neugier auf das neue Stück, für welches am kommenden Montag bereits die ersten Spielproben stattfinden. In dem Stück „Do helfe blous noch Pille” aus der Feder vom Sainäwwel-Lieblingsautor Bernd Gombold (im Original: Die Gedächtnislücke) spielt Gumbel einen zwerchfellstrapazierenden Bürgermeister, zu dem sich noch viele weitere lustige Charaktere gesellen. Insgesamt zehn Sainäwwel stehen dabei auf der Bühne, fünf davon sind bereits mit dem Sainäwwel-Oscar für 200 Bühnenauftritte ausgezeichnet. Los geht es am 20. März mit der Seniorenvorstellung, gleich am nächsten Tag folgt die Premiere mit, wie könnte es anders sein, Apotheker Hermann Müller als Laudator. Die Laudatio zur letzten Vorstellung hält der evangelische Pfarrer Dirk Greverus.

    Eva Wiegand

    Info: Der Vorverkauf für das neue Stück „Do helfe blous noch Pille” beginnt am 25. Januar 2014 von 8 Uhr bis 12 Uhr im Pfarrsaal St. Peter. Ab 8.30 Uhr können die Karten auch telefonisch unter der Nummer 0176/ 99620495 bestellt werden.

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