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  • Mo., 17. August 2026, 14:00 Uhr
    FRAKTION GEMEINSAM FÜR LAMPERTHEIM: Klarheit über Zustand der Lampertheimer Europabrücke gefordert / Handlungsbedarf auch bei Verkehrsführung

    „Sanierung nicht auf die lange Bank schieben“

    Die GfL-Fraktion erhofft sich vom Magistrat konkrete Informationen zum Zustand und zur Zukunft der Europabrücke.
    Foto: oh

    LAMPERTHEIM – Die GfL-Fraktion fordert vom Magistrat konkrete Informationen zum Zustand und zur Zukunft der Europabrücke. Hintergrund ist die Hauptprüfung des Bauwerks aus dem Jahr 2023. Dabei erhielt die Brücke die Zustandsnote 3,0 – laut Bewertung ein „nicht ausreichender Bauwerkszustand“. Bereits damals wurde eine zeitnahe Instandsetzung als erforderlich eingestuft. Bei der vor einiger Zeit in Teilen eingestürzten „Carolabrücke“ in Dresden wurde der Bauwerkszustand ebenfalls mit 3,0 bewertet. Bezüglich der „Europabrücke“ besteht deshalb aufgrund des Risikos, nach Meinung der GfL, hier dringender Handlungsbedarf. Zumal die haftungsrechtliche Verantwortung bei der Stadt Lampertheim liegen dürfte. Die GfL will nun wissen, welche Schäden seit der Prüfung behoben oder abgesichert wurden und wie der Magistrat den aktuellen Zustand bewertet. Auch das Ergebnis der für 2026 vorgesehenen Prüfung nach DIN 1076 soll offengelegt werden.

    Besonders wichtig ist der Fraktion ein konkreter Zeitplan für die Sanierung. Zwar sind im Haushalt 2026 Mittel für Ingenieur- und Planungsleistungen sowie die Vorbereitung der Ausschreibung vorgesehen. Offen ist jedoch, wann die eigentlichen Bauarbeiten beginnen und abgeschlossen werden sollen und welche Kosten dafür erwartet werden. Auch mögliche Fördermittel von Land, Bund oder anderen Stellen sollen geprüft werden. Darüber hinaus sieht die GfL Handlungsbedarf bei der Verkehrsführung. Die Europabrücke wird täglich von zahlreichen Fußgängern und Radfahrern genutzt und ist eine wichtige Querung über die Riedbahn. Die Fraktion möchte daher klären, ob die derzeitige Führung des Radverkehrs noch den heutigen Sicherheitsanforderungen entspricht und ob im Zuge der Sanierung Verbesserungen möglich sind. Auch die Barrierefreiheit soll berücksichtigt werden. Abgesenkte Bordsteine und eine zeitgemäße Gestaltung könnten die Situation für Fußgänger, Radfahrer, Rollstuhlfahrer und Menschen mit Kinderwagen verbessern.

    „Die Sanierung darf nicht auf die lange Bank geschoben werden“, betont GfL-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Horstfeld. „Wir brauchen jetzt Klarheit über Zustand, Zeitplan und Finanzierung. Die Sanierung sollte zugleich eine Chance sein, Sicherheit und Barrierefreiheit nachhaltig zu verbessern.“ Die GfL erwartet vom Magistrat eine transparente Darstellung der weiteren Planung und der erforderlichen Maßnahmen. zg

     

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