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  • Mi., 26. Juni 2024, 12:26 Uhr
    BOBSTADT KANN MEHR: Großer Ansturm auf den 1. Künstler- und Hof-Flohmarkt mit über 100 Stationen

    Schätze gefunden, Spaß gehabt und mit Spenden Gutes bewirken

    Vielfach war das Flohmarkt-Angebot kombiniert mit Spenden für einen guten Zweck wie hier für Waisenkinder in Afrika. Foto: Hannelore Nowacki


    BOBSTADT – Autoschlangen wälzten sich zeitweise durch die Frankensteinstraße aus Richtung Bürstadt und Hofheim kommend, im ganzen Dorf Trubel, viele Menschen zu Fuß unterwegs und an den Ständen Scharen von interessierten Besuchern. Vom Sommerwind weit getragen wurden die Klänge guter Livemusik. Weit über hundert Teilnehmer hatten sich unter dem Motto „Bobstadt kann mehr“ beim Orga-Team Tanja Vetter und Michaela Nreaj digital oder per Anmelde-Briefkasten zum 1. Künstler- und Hof-Flohmarkt in Bobstadt angemeldet. Die beiden Bobstäder Mädels, wie sich die Organisatorinnen selbst auf ihrem Flyer nennen, haben Bobstadt am vergangenen sonnigen Sonntag zu einer Attraktion gemacht und die beschauliche Sonntagsruhe zugunsten vergnüglicher Betriebsamkeit vertrieben. Viele Hofeinfahrten und Vorgärten waren zu ergiebigen Fundgruben gestaltet, manche Schatzsuche endete erfolgreich wie in der St.-Josef-Straße bei Hobbykünstler Björn Steinert, der seine Feuertonnen ausstellte, eine Idee seiner Kinder Lotta und Fynn, deren Namen auf einer Tonne zu lesen sind, die bei Feuer aufleuchten. Am Alten Rathaus machte die Arbeitsgemeinschaft (AG) Ortsgeschichte mit einem historischen Leiterwagen voller alter Utensilien aus der Landwirtschaft auf ihre Foto-Ausstellung aufmerksam, die großes Interesse fand.

    Auf zwei Ortsplänen am Eingang zeigte Reinhard Mantel den Besuchern, was bis ins Jahr 2000 in Bobstadt an Gewerbe, Läden, Gaststätten und Landwirtschaft geboten war und jetzt nicht mehr existiert. Früher gab es zum Beispiel sieben Gaststätten, deren Namen heute nur noch den Älteren geläufig sind und von den einst 24 landwirtschaftlichen Betrieben mitten im Ort ist schon lange keiner mehr übrig. AG-Sprecher Michael Fuchs freute sich, dass dieser Flohmarkt-Tag auch viele Besucher ins Alte Rathaus zog. Zum großen Marktplatz hatte sich der Bereich Frankensteinstraße und Guntherstraße gemausert.

    „Der Conny“ machte Musik zum Verweilen, der Gitarrenkoffer weit geöffnet für Spenden an eine Schule auf der Seychellen-Insel La Digue mit dreitausend Einwohnern, um 300 Kindern Musikunterricht zu ermöglichen. Am Haus gegenüber war der Erlös für Waisenkinder in Afrika gedacht und beim Stand des Tierschutzvereins Gernsheim und Umgebung, der ein Tierheim unterhält war das ganze Team um die stellvertretende Vorsitzende Karin Fornoff am umlagerten Bücherstand und an den Tischen mit Flohmarktsachen, schönen Bastelarbeiten und selbstgefertigtem Schmuck beschäftigt, gespendet von zahlreichen Tierfreunden und Freunden des Vereins. Die „Strickliesel“, einen zweiten Stand mit Stricksachen, hatte der Verein in der Nordstraße. Das Tierheim-Team freute sich über den großen Zuspruch und die Vorsitzende Fornoff betonte im Gespräch mit dem TiP, dass sie froh seien an diesem Tag dabei zu sein: „Uns ist wichtig mit den Leuten über Tiere und Tierschutz zu sprechen oder auch zu erklären was zu tun ist, wenn man ein Vögelchen findet, der Austausch mit den Menschen ist wichtig“.

    Hannelore Nowacki

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