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  • Mo., 28. August 2017, 12:30 Uhr
    Ausstellung mit Gemälden des Lampertheimer Malers Johannes Gebhardt

    Scheier-Galerie feiert offizielle Eröffnung

    Helmut Hummel und Dr. Helmut Kaupe begrüßten bei der offiziellen Eröffnung der Scheier-Galerie zahlreiche Gäste. Foto: Eva Wiegand 

    LAMPERTHEIM – Eineinhalb Jahre baute Familie Hummel in der Wilhelmstraße ihre denkmalgeschütze Scheune zu einem wahren Schmuckstück um - am Sonntag eröffnete die Scheier-Galerie nun offiziell ihre Pforten mit einer Vernissage des Lampertheimer Malers Johannes Gebhardt. "Der Gedanke, aus der Scheune etwas interessantes zu machen ist 40 Jahre alt", blickte Helmut Hummel zurück, als er zahlreiche Gäste, darunter Bürgermeister Gottfried Störmer, Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass und die Spargelkönigin Nadine II. in den festlich dekorierten Räumlichkeiten begrüßte. Das Gebäude ist über 100 Jahre alt, das Gemäuer noch älter. Viel altes Holz sei ausgewechselt worden. "Nur die Fenster und Türen sind neu, alles andere ist geblieben. Das sind alles Originalsteine", berichtete Hummel. Auf dem Dach befindet sich eine Indach-Photovoltaik-Anlage, so dass der Charakter der Scheune sowohl innen, als auch außen erhalten bleibt. Neben Ausstellungen sind dort in Zukunft kulturelle Veranstaltungen und Vorträge geplant. "Wir sind für alle Schandtaten offen", meinte Hummel diesbezüglich. Doch zunächst können dort für die kommenden vier Wochen rund 30 Gemälde, darunter viele Bilder mit Motiven aus Lampertheim und Umgebung, von Johannes Gebhardt aus der privaten Sammlung von Dr. Helmut Kaupe gegutachtet werden. Fachkundig führte anschließend der Gebhardt-Kenner und Buchautor von "Johannes Gebhardt-Kunstmaler und Naturfreund aus Lampertheim am Rhein" durch die Ausstellung. Geboren wurde der Lampertheimer Maler am 9. März 1898 und verstarb am 23. Juni 1970 nach einem schaffensreichen Leben. "Am Anfang spielte ein Bild mit dem Titel "Winterband am Altrhein" eine Rolle, das Johannes Gebhardt am 24. Januar 1942 gemalt und signiert hatte und das zur Aussteuer meiner Mutter gehörte", erklärte Kaupe den Ausstellunsgbesuchern. Allerdings erst nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 1999 habe er sich näher damit befasst. Weitere Bilder kamen hinzu, der Grundstein der privaten Gebhardt-Sammlung war gelegt. In der Ausstellung befinden sich Bilder aus der Zeit von 1930 bis 1937: "Stilleben mit Fasan", "Am Altrhein", "Altrhein mit Knecht, Bau und Kindern", "Reinbach am Dilsberg" sowie viele weitere Gemälde. 
    "Anhand eines Fotos aus dem Jahre 1936 können sie sich ein Bild vom Aussehen des Malers machen", ließ Kaupe die Besucher wissen und wies darauf hin, dass Johannes Gebhardt einer der wenigen Lampertheimer gewesen sei, der schon vor 1927 über einen Fotoapparat verfügte und zahlreiche Fotos von Familienausflügen mit Frau und Sohn rund um seine Heimatstadt machte und Motive für seine Gemälde abgelichtete, die er schließlich im häuslichen Atelier in der Viernheimer Straße 48 auf die Leinwand gebracht habe. Eva Wiegand


    Info: Die Scheier-Galerie hat sonntags von 11 bis 13 Uhr sowie nach Absprache, Telefon 06206/ 4585 oder hummels-scheier-galerie@web.de, geöffnet, der Eingang befindet sich in der Emilienstraße. Die Bilder von Johannes Gebhardt sind in den nächsten vier Wochen dort ausgestellt. 

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