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  • Fr., 06. Juni 2014, 10:44 Uhr
    Schulelternbeirats des Litauischen Gymnasiums richtet Elternfonds ein / Aktivitäten der Schüler finanziell unterstützen

    „Schlagkräftiges und zukunftsweisendes Instrument der schulischen Förderung geschaffen”

    Im neuen Schuljahr kann der Elternfonds in Kraft treten. Bei der Vertragsunterzeichnung am Donnerstag waren anwesend (von links): Till Walter, Schulsprecher, Bernhard Conrad, Leiter des Arbeitskreises „Elternfonds”, Dr. Brone Narkeviciene, Direktorin, Dr. Gernot Diehlmann, Vorsitzender des Schulelternbeirats, Valdas Jelis, Vorsitzender des Vorstands des Kuratoriums. Foto: Litauisches Gymnasium


    LA-HÜTTENFELD – Es mag wohl zwei Jahre her sein, dass in einer Sitzung des Schulelternbeirats (SEB) der Gedanke bei den Eltern und der Direktorin des Litauischen Gymnasiums, Dr. Narkeviciene, aufkam, im Rahmen der Wiedereinführung von G9 einen Fonds aufzulegen, der die Schüler des Gymnasiums in ihren vielfältigen Aktivitäten finanziell unterstützen sollte.

    Nach Beendigung der Vorarbeiten und der Wiedereinführung von G9 zum Schuljahr 2012/ 2013, konnte die Arbeit des Ausschusses zur Gründung eines Elternfonds unter Leitung von Bernhard Conrad und der tatkräftigen Unterstützung durch den SEB-Vorsitzenden Dr. Gernot Diehlmann beginnen. Nach ausführlichen Diskussionen, an denen sich Eltern, Lehrer und die Schulleitung intensiv beteiligten, konnte Ende 2013 ein Entwurf des Fondsvertrages einem Rechtsanwalt zur Prüfung vorgelegt werden. Dieser Entwurf eines Elternfonds wurde schließlich im Frühjahr 2014 sowohl vom Kuratorium des Gymnasiums als auch vom SEB bestätigt. Die Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung durch die Vertreter des Kuratoriums, der Schulleitung sowie des SEB fand am 5. Juni statt, so dass der Elternfonds rechtzeitig zu Schuljahresbeginn 2014/2015 in Kraft treten wird.

    Die Besonderheit des Elternfonds des Litauischen Gymnasiums liegt darin, dass die Eltern durch monatliche geringe Beitragszahlungen in der Summe erhebliche Geldmittel zur Verfügung stellen, die allen Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums für Projektfinanzierungen zur Verfügung stehen werden. Der Beitrag wird ein zweckgebundener Teil des Schulgeldes sein, dessen Höhe alleine vom SEB, also der Elternschaft, festgelegt wird. Spenden Dritter sind jederzeit möglich, dürfen aber nicht an Bedingungen geknüpft sein. Ein solcher Fonds wird dabei in Deutschland derzeit seinesgleichen suchen müssen.

    Aufgabe des Elternfonds wird sein, Einzel-, Gruppen-, Klassen- oder Schulprojekte zu fördern, welche die Weiterentwicklung der Schülergemeinschaft und des Gymnasiums vorantreiben. Dabei wird auch die Persönlichkeit der beteiligten Schüler berücksichtigt, also sein schulisches und außerschulisches Engagement sowie sein Sozialverhalten. Die Schulleistungen (Noten) spielen dagegen eine untergeordnete Rolle. Soziale Härtefälle können in die Erwägungen einbezogen werden, sind aber keine Voraussetzung für eine Förderung durch den Fonds. Maßgeblich ist jedoch eine „Leuchtturmfunktion“ des Projektes, der andere Schüler anspornen soll, sich zu engagieren, der die Schülerschaft und das litauische Gymnasium als Ganzes voranbringt.

    Die Projekte können also durchaus vielfältig ausgestaltet sein. Der Schwerpunkt kann auf pädagogischen, sozialen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Aspekten liegen. Förderanträge können sowohl Schüler selbst stellen, als auch Eltern, Lehrer sowie die Schulleitung. Über die Anträge entscheidet ein Auswahlgremium, dem je 2 Elternvertreter, 2 Lehrer, ein Vertreter der Schulleitung sowie der SEB-Vorsitzende angehören, dessen Stimme bei einem Patt entscheidend ist. Die Mittelvergabe erfolgt unbar durch Übernahme von Material- und Reisekosten, Anmeldegebühren etc.; klassische Stipendien wird es keine geben. Teilnehmen können ausschließlich Schülerinnen und Schüler des Litauischen Gymnasiums.

    Schulelternbeirat, Lehrer, Schulleitung und Kuratorium hoffen, mit diesem Elternfonds ein schlagkräftiges und zukunftsweisendes Instrument der schulischen Förderung geschaffen zu haben, das so auch Vorbildfunktion für andere Schulen in Deutschland haben könnte. Insbesondere wünschen sich alle Beteiligten eine große Akzeptanz und Inanspruchnahme durch die Schülerinnen und Schüler des Litauischen Gymnasiums, um diese auf ihrem Weg in die Zukunft optimal unterstützen zu können. zg

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