Altes Rathaus mit Außenanlage mit kleiner Feier eingeweiht
Schmuckstück mit Punktlandung
Zu einer kleinen Einweihungsfeier hatte Bürgermeisterin Barbara Schader den Arbeitskreis Dorferneuerung, Architekt Werner Ofenloch und die Beteiligten aus Politik und Verwaltung am Freitag ins Alte Rathaus eingeladen. Sanierung, Renovierung und Umgestaltung sind abgeschlossen. Foto: Hannelore Nowacki
BOBSTADT – Auch bei grauem Himmel und Regen wie am Freitagnachmittag bei der kleinen Einweihungsfeier mit dem Arbeitskreis Dorferneuerung und Ortsbeirat und ist das sanierte Alte Rathaus mit der komplett neu gestalteten Außenanlage eine Augenweide. Gemütlicher war es nach dem Fototermin im renovierten Innern des historischen Gebäudes, das mit dicken Mauern von solider Bauweise zeugt nun auch hell und freundlich wirkt. Bürgermeisterin Barbara Schader hatte zu einer kleinen Einweihungsfeier mit Umtrunk und Pressegespräch zum Abschluss der Sanierungsarbeiten im Innenbereich und nun auch in der Außenanlage eingeladen. „Ein schöner Anlass, Danke zu sagen“, sagte Bürgermeisterin Schader an die Adresse aller, die an dem Projekt mitgewirkt hatten. „Danke an den Arbeitskreis Dorferneuerung, der mit ganz viel Leidenschaft in Bobstadt diesen Platz zur Begegnung und zum Verweilen durch viele Ideen mit Leben gefüllt hat und Dank an Stefan Lösch, den Moderator der Dorferneuerung“, sagte Schader und erinnerte an die städtischen Beschlüsse sowie das Wirken der Verwaltung mit Helmut Dollak vom Bauamt. Aufgabe der Politik sei es gewesen, im Zusammenspiel mit dem Kreis Bergstraße die Gelder bereitzustellen. Gelungen sei „eine Punktlandung par excellence“, freute sich Bürgermeisterin Schader, denn „die geplanten Gesamtkosten konnten eingehalten werden“. Ein besonderes Lob erhielt Landschaftsarchitekt Roland Ofenloch, der den Außenbereich pünktlich zur Kerwe nutzbar gemacht hatte. Wirtschaftsförderung im besten Sinne sei die Beteiligung von Firmen aus dem Kreis Bergstraße gewesen, die hier Arbeitsplätze bieten. Durch sehr günstige Ausschreibungsergebnisse beim Außenputz und den Fensteranlagen sei genügend Geld übrig gewesen, um einen Abstellraum mit Satteldach und Biberschwanzdeckung zu bauen, der sich optisch hervorragend in die Gesamtanlage integriere. Die Gesamtinvestition von 400.000 Euro teilt sich auf in die Fördersumme von 229.275 Euro und den Anteil der Stadt Bürstadt mit 170.725 Euro. Die Umgestaltung des Außenbereichs kostete 135.000 Euro, der Kostenanteil der Stadt kam auf etwa 25.000 Euro. Arbeitskreissprecher Volker Utz dankte der Bürgermeisterin für den Empfang und dem Ortsbeirat für die Unterstützung. „Der Mittelpunkt fängt an zu pulsieren“, stellte Utz mit offenkundiger Freude fest. Mit 1240 Jahren nach urkundlicher Erwähnung feiere Bobstadt auch einen runden Geburtstag. Im Namen der Arbeitsgruppe Dorfgeschichte dankte Utz der Stadt Bürstadt für die Überlassung des Archiv- und Arbeitsraums im Obergeschoss. „Wir haben ein Schmuckstück geschaffen“, freute sich Ortsvorsteher Hans-Georg Gött. Ohne Eigennutz habe der Arbeitskreis Dorferneuerung sich eingebracht und über die Parteigrenzen hinweg sei man im Ortsbeirat aufeinander zugegangen. Die Räume im Alten Rathaus werden bereits vielfältig für Sitzungen genutzt, Sprachkurse für Flüchtlinge und die „Ortsgespräche“ mit Vorträgen finden hier statt. Zum nächsten „Ortsgespräch“ am 17. April spricht ein Referent über die Geschichte der Frankensteiner in Bobstadt. Am Pfingstsonntag zum Einweihungsfest für die Bevölkerung wird auch eine Bilderausstellung gezeigt. Wer Vorschläge und Ideen für die Belegung der Räume im Alten Rathaus hat, kann diese dem Moderator des Arbeitskreises Dorferneuerung Stefan Lösch per E-Mail an s.loesch@map-consult.de oder unter der Telefonnummer 06133/926343 zukommen lassen. Hannelore Nowacki
Information
Wer noch eine private Förderung im Kernbereich der Dorferneuerung nutzen will, sollte jetzt zu den zuständigen Beratern Helmut Dollak und Werner Ofenloch Kontakt aufnehmen, rät Bürgermeisterin Barbara Schader: „Es ist noch Geld im Topf“. Am 30. September 2016 läuft die Frist zur Antragstellung endgültig ab. Ein Brief der Stadt Bürstadt wird in dieser Woche verschickt.
Was bei der Sanierung und Umgestaltung gemacht wurde
Im Alten Rathaus wurden die Sanitäranlagen komplett erneuert, ein Behinderten-WC und eine Küche im barrierefreien Erdgenschoss eingebaut. Wände, Decken und Böden sowie die Innentüren im Erdgeschoss wurden erneuert, der Speicherboden wurde gedämmt. Schon vorher wurde eine neue Heizungsanlage eingebaut. Der Außenbereich wurde neu gepflastert, eine neu angelegte behindertengerechte Rampe führt zum Eingang, der mit neuer Tür und Vordach umgestaltet wurde. Sitzgelegenheiten und eine kleine Brunnenanlage laden zum Verweilen ein. In Absprache mit dem Denkmalamt erhielt das Gebäude einen neuen Außenputz und neue Holzfenster. Weitere Arbeiten wurden an der Einfriedungsmauer an der Nachbargrenze vorgenommen.