VEREINSFÖRDERUNG: VfB Lampertheim freut sich über Zuschuss von 2.500 Euro der Stadt für neue Heizungsanlage / Boom bei den Bambinis
„Schnell und unkompliziert“
Aus der Hand von Marius Schmidt, Erster Stadtrat, nahm VfB-Vorsitzender Dr. Boris Rothacker (links) im Adam-Günderoth-Stadion den Vereinsförderbescheid entgegen. Foto: Steffen Heumann
LAMPERTHEIM – Im Adam-Günderoth-Stadion steppte am Freitagnachmittag der Bär. Dutzende Kinder jagten bei herrlichem Wetter dem runden Leder auf den satten Grün hinterher, wetteifertenn, beobachtet von Trainer und zahlreichen anwesenden Eltern, um Ballbesitz, tobten nach Herzenslust, hatten sichtlich Spaß zwischen den Kleinfeldtoren. Beim VfB läuft es aktuell rund. Über mangelnden Zuspruch kann der Traditionsverein nicht klagen. „Wir platzen aus allen Nähten“, berichtete Vorsitzender Dr. Boris Rothacker den Ist-Zustand. Etwa 150 Kinder hätten sich in den letzten Monaten dem Verein angeschlossen. Die Kehrseite der Medaille: Die Kapazitäten der Spielfelder sei ausgereizt. Das Hauptfeld besitze zudem kein Flutlicht, könne abends im Winter nicht bespielt werden. Die Gedanken kreisen um eine Erweiterung durch die Umwidmung des Hartplatzes in einen Kunstrasenplatz oder eine ähnliche Ertüchtigung. Auch bei diesem Vorhaben signalisierte Marius Schmidt wohlwollende Unterstützung. „Als nächster Schritt werden Bodenproben entnommen“, so der Erste Stadtrat. Altlasten bei Untersuchungen des Hartplatzes seien allerdings nicht auszuschließen.
Investition in die Zukunft
Anlass der Stippvisite von Marius Schmidt war jedoch die Übergabe eines Vereinsförderbescheides in Höhe von 2.500 Euro. Mit diesem Betrag trägt die Stadt zur Finanzierung einer neuen Heizungsanlage bei. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 11.000 Euro. „Die Heizung ist sogar bereits eingebaut und läuft“, so Vorstand Dr. Rothacker. Das Vereinsheim sei damit auch für die kühlere Jahreszeit gerüstet. Aktive wie Gäste müssen jetzt in der Lokalität nicht frieren. Bereits in den Vorjahren hatte der Schornsteinfeger angemahnt, dass die Lebensdauer der Anlage bald überschritten sei. Dann herrschte dringend Handlungsbedarf. „Schnell und unkompliziert“, beschreibt Boris Rothacker die Kommunikation mit der Stadt, um das Projekt Heizungsanlage anzugehen. „Wir möchten ja auch, dass die Vereine effizient mit Energie versorgt sind“, fügte Marius Schmidt an. Der VfB sei bereits der dritte Verein in der Förderperiode, den man bei der Anschaffung neuer Heiztechnik bezuschussen konnte. Es seien sogar noch Mittel im Fördertopf vorhanden. Der Fachdienst 40-2 „Ehrenamt und Vereine“ erteile diesbezüglich bei Anfragen gerne Auskunft, um Fördermöglichkeiten auszuloten.
Aber nicht nur die Heizungsanlage sei eine Investition in die Zukunft. Nach dem Boom bei den Bambinis blickte Vorstand Boris Rothacker optimistisch in die Zukunft. Sofern die Integration der vielen Kinder und Jugendlichen in den Verein weiterhin erfolgreich verlaufe, hofft der Vorstand mittelfristig auf eine schlagkräftige A-Jugend im Ligabetrieb – natürlich aus den eigenen Reihen. Im November feiert der VfB sein 75-jähriges Bestehen und blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Sponsoren sollen helfen, den Weg für eine erfolgreiche Jugendarbeit zu ebnen und in ein weiteres Kapitel erfolgreicher Vereinsgeschichte zu starten.