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  • Mo., 04. April 2022, 08:51 Uhr
    ERICH-KÄSTNER-SCHULE: Schnelles Glasfasernetz und W-LAN offiziell aktiviert

    Schnelle Technik mit neuen pädagogischen Konzepten verbunden 

    Die Glasfaser in der Erich-Kästner-Schule ist aktiviert – Lehrer und Schüler sind jetzt auf der Datenautobahn unterwegs. Am Drücker waren (von links) Landrat Christian Engelhardt, Johannes Kühn, Schulleiterin Stephanie Dekker und Thomas Müller, bei der Telekom Leiter Glasfaserausbau der Region Südwest. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Der rote Knopf ist gedrückt, das Licht im Kasten mit dem Router zuckte hell – Landrat Christian Engelhardt hatte mit Schulleiterin Stephanie Dekker und Thomas Müller von der Telekom am Donnerstagmorgen offiziell das Glasfaserzeitalter mit schnellem Breitbandnetz in der Erich-Kästner-Schule gestartet. „Hier ist man weit vorne – darauf kann man stolz sein“, bescheinigte  Müller dem Kreis Bergstraße, der bundesweit zu den ersten gehöre, der die Schulen komplett mit Glasfaser versorge. In der Umsetzungszeit von etwa 15 Monaten sei es gelungen 28 Schulen mit stabilen Netzen zu versorgen, wobei es jetzt im Upload und Download gleichermaßen turbomäßig abgehe, aktuell mit einem Gigabit. In Zukunft seien 5 Gigabit möglich, wie eine Autobahn mit Spurerweiterung. Johannes Kühn, Technischer Betriebsleiter des Eigenbetriebs Schulen und Gebäudewirtschaft, bestätigte, dass die Lehrer mit dienstlichen Endgeräten wie Tablets und Laptops ausgerüstet seien. Der erste Spatenstich an der Erich-Kästner-Schule sei im Oktober 2021 erfolgt, erklärte Landrat Engelhardt, den Auftrag habe die Telekom mit einem Volumen von 900.000 Euro plus Umsatzsteuer für den Glasfaserausbau an 28 Schulen im Kreisgebiet erhalten. Hatten die Schulen zuvor eine Daten-Landstraße, sei es jetzt „die richtige Autobahn“. Ein sehr aufwändiges Projekt, betonte Engelhardt, auch weil es Wartezeiten wegen Lieferungen aus China gebe und es Herausforderungen in der Kapazität der von der Telekom beauftragten Bauunternehmen beim Tiefbau gegeben habe, denn um die Glasfaser zu verbauen müssten Gräben aufgemacht und Kabel gezogen werden. Am leistungsfähigen W-LAN der  kooperativen Gesamtschule habe der Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Schulen hart gearbeitet, berichteten Johannes Kühn und Projektleiter Christian Kaiser, der die Kabel verlegt hat. Das W-LAN-Konzept ist umgesetzt, damit aber nicht zu viel „Traffic“ entsteht, wenn alle Nutzer auf einmal ins Netz gehen würden, werde ein pädagogisches Konzept integriert. Für Schulleiterin Dekker war dies ein toller Tag. An den Konzepten werde intensiv gearbeitet, erläuterte sie. Ein Medienbildungsplan für die ganze Schule werde erstellt und im Mediencurriculum werde festgelegt, was in jeder Fachschaft gemacht werde. Jährlich werde dies überprüft und aktuell gehalten. Unterricht in der Cloud und Lernvideos, die von den Schülern für erkrankte Kinder erstellt werden, nannte Dekker als Einsatzmöglichkeiten. In Verbindung mit digitalen Whiteboards, die aus China erwartet werden, ergeben sich weitere Anwendungen. Die Nutzung des W-LANs werde von den Lehrern gesteuert, die insgesamt begeistert bei der Sache seien, betonte Dekker. Hannelore Nowacki

     

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