
BÜRSTADT – Als Sonnenstadt bewies sich Bürstadt am Samstag zum alla hopp!-Fest unter dem Motto „Bürstadt bewegt sich“, das den vielen Besuchern in vier Stunden mit großem Programm das Potenzial der hiesigen Vereine, Institutionen und Initiativen nahebrachte und zum Mitmachen einlud. Das Wetter meinte es gut dem zum alla hopp!-Fest, erst am Abend kam der Regen. Das bunte Treiben auf dem Gelände bis zur letzten Minute zeigte die starke Anziehungskraft der Angebote. Eine große Zuschauerrunde erlebte zur Eröffnung einen quirligen Flash Mob des HCV und schön choreografierte Tanzauftritte und Turngruppen örtlicher Vereine sowie eine eindrucksvolle Menschenpyramide der Akrobatikgruppe beim Turnverein 1891 (TV). Zu feiern gab es eine ganze Menge im Rahmen des Stadtfestes: Die Dietmar-Hopp-Stiftung feiert ihr 30-jähriges Jubiläum – Vertreter der Stiftung waren zur Eröffnung gekommen und standen für Fragen bereit. Dass es die alla hopp!-Anlage im Bürgerhauspark am Rathaus in dieser an die Bürstädter Bedürfnisse angepassten Form gibt, ist der Finanzierung der Dietmar-Hopp-Stiftung und ihrem Ideengeber und Planer Dirk Schelhorn zu verdanken, wie Bürgermeisterin Barbara Schader betont. Bürstadt hatte sich beworben, den Zuschlag bekommen und zwei Jahre später, im Jahr 2016, konnte die alla hopp!-Anlage mit einem großen Fest eingeweiht werden. Seitdem ist das grüne Bewegungsparadies am Rathaus ein gut angenommenes Areal für Sport, Spiel, Spaß und entspannten Aufenthalt für Familien, Jung und Alt wie am Fest-Samstag. Das Rikscha-Fahren war ein Vergnügen für jedes Alter, viele Kinder ließen sich den Fahrtwind um die Nase wehen. Für das alla hopp!-Fest waren E-Rikschas aus Speyer, Worms und Viernheim dem ehrenamtlichen Fahrpersonal nach Bürstadt gekommen, in die Pedale der Lampertheimer Leihgabe trat als gelernter Rikscha-Pilot Siegfried Gebhardt vom Seniorenbeirat. Wenn in einigen Wochen auch Bürstadt eine eigene Rikscha hat, sollen vor allem die Älteren, die nicht mehr so mobil sind, in den Genuss eines Rikscha-Ausflugs bekommen. Bei der Spendenübergabe für die Anschaffung einer Rikscha kam vom Fastnachtsverein Sackschdoahogger ein Scheck von 500 Euro aus dem Verkauf der Buttons an der Gemarkungsgrenze bei der Spargelwanderung, aufgerundet vom Verein, wie die Vorsitzende Julia Scheffler anmerkte. Torsten Pfeil hatte einen Scheck mit 1.000 Euro von der Firma Bürstadt Furniture mitgebracht. „Wir können bestellen“, stellte Bürgermeisterin Barbara Schader erfreut fest. Der HCV hatte 1.000 Euro beigetragen. Nur drei Monate nach dem Aufruf sei die Summe bis auf wenige tausend Euro fast erreicht, eine Beteiligung der Stadt vielleicht nicht mehr nötig.
Foto: Hannelore Nowacki
Mitgemacht und Spaß gehabt
Unter dem gelben Sonnenschirm am breiten Hauptweg waren die Grillmeister mit Steak und Bratwurst am Werk, ein Renner waren die süßen Kuchen-Versuchungen in verführerischer Vielfalt unter dem Zeltdach der Erich-Kästner-Schule – alles selbst gebacken wie stolz mitgeteilt wurde. Mit frisch gebackenen 200 Waffeln hatte der Jugendrat gegen eine kleine Spende zahlreichen Besuchern zum süßen Genuss verholfen. Die ehrenamtlichen Gesundheitslotsen der Stadt Bürstadt hatten die Krankenkasse Mobil als Partner für die Obst- und Smoothie-Bar gewonnen. Kräftig beerig und grün gemüsig flossen die Gesundheitsförderer dicklich in die Becher. Zum Nachmachen waren die Rezepte ausgelegt. Bis zum Schluss ließ der Andrang beim Pfeil- und Bogen-Club Bürstadt nicht nach. Zweierlei Scheiben kamen für das Blasrohr- und Bogenschießen zum Einsatz. Am Blasrohr erwies sich manches Kind als Talent. Wie man mit dem großen olympischen Recurve-Bogen trifft, muss gelernt sein, dazu gehört: „Gerade stehen, ziehen“. Um die Jugendarbeit ging es dem Tennisclub Bürstadt. Norbert Ehrenfels und Andrian Schwer waren mit der Resonanz sehr zufrieden. Auf dem Tennis-Kleinfeld mit Netz, auf saftig weichem Rasen, versuchten sich zahlreiche Kinder am gelben Ball, zum Üben ohne Partner lud ein Tennis Rebounder ein. Den anderen gekonnt zu Fall bringen, das probierten unter Anleitung viele Kinder beim 1. Judo Club, der für die Übungen eine weiche Unterlage aufgebaut hatte. Mit mehreren Stationen deckte der TV verschiedene Sportarten und Bewegungsmöglichkeiten ab. Alles im Blick hatte der TV-Vorsitzende Andreas Röß, der für die eine und andere Überraschung sorgte, zum Beispiel mit Eis am Stiel. Begeisterung beim TV-Tischtennis und bis in den Nachmittag durchweg viele Kinder beim TV-Kinderturnen für Ein- bis Zehnjährige, das Katharina Georgi anleitet. Viel Platz ist auf dem hügeligen Rasen, Hindernisse und bunte Trittgeräte sind aufgebaut, Kästen werden im mutigen Sprung überwunden, am Schluss robben die Kinder durch einen Tunnel. In der Tobestunde beim Mutter-Kind-Turnen steht die ganz Halle zur Verfügung, erklärt Georgi. Die Akrobatikgruppe des Turnvereins sucht junge Mitglieder, war zu erfahren, alles Nötige lernen die neuen Mitglieder im Verein, es komme auf Körperspannung, Kraft und Gleichgewicht an. Viel los war bei der Kita Kunterbunt, die Kinderschminken und Button-Gestalten im Programm hatte. Zur Eröffnung hatten die Kinder den Biene-Maja-Tanz aufgeführt. Der Jugendförderverein machte auf einer Spielfläche Bewegungsangebote, das Jugendhaus unter der Leitung der Sozialagentur Fortuna hatte für das Weltverteilungsspiel die große Weltkarte ausgelegt.
Hannelore Nowacki
Foto: Stadt Bürstadt/Frank Herbert
















































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