NABU Bürstadt freut sich über fürsorgliche Naturfreunde
Schwalbenretter - Jungvogel bekommt Unterstützung
Die junge Mehlschwalbe, die Leni Kirsch gerettet hat. Foto: oh
BÜRSTADT - In den letzten Wochen haben sich immer wieder besorgte Mitbürger an die Ansprechpartner des Naturschutzbundes (NABU) Bürstadt gewendet, wenn sie beispielsweise einen hilflosen Jungvogel im eigenen Garten gefunden hatten oder Wespen ihr Nest im Rollladenkasten an der Terrasse bauten. Auf der Homepage des NABU Bürstadts finden sich nämlich unter nabu-buerstadt.de/wir-über-uns/ansprechpartner/ zu verschiedenen Tiergruppen und Themen wie Amphibien, Vögel, Bienen und Wespen, Pflanzen, Fledermäuse, NABU-Gelände und Mitwirkungsmöglichkeiten im Bereich Naturschutz unterschiedliche Ansprechpartner/innen mit ihren Kontaktdaten. So wendete sich auch Familie der jungen Leni Kirsch an den NABU Bürstadt, weil eine kleine Schwalbe in ihrem Vorgarten hüpfte und offensichtlich nicht weg kam. Leni hatte vorbildlicherweise sofort die beiden Katzen der Familie in die Wohnung gesperrt, den Vogel mit Wasser versorgt und Fliegen gejagt, um "Josefine", wie die junge Mehlschwalbe ab sofort genannt wurde, zu füttern. Bei einem Anruf beim NABU Bürstadt bekamen sie die Empfehlung, den Vogel auf einen erhöhten Platz in der Nähe des Nestes zu setzen, so dass er keine allzu leichte Beute für Katzen ist und von den Elterntieren leichter entdeckt werden kann. Daraus wurde dann eine kuschelige Mooskuhle auf der Fensterbank, zwei bis drei Meter schräg unterhalb des Nestes. Denn Familie Kirsch hat seit vielen Jahren fünf Schwalbennester am Haus und freut sich jedes Jahr, wenn die Gäste wieder eintreffen. Der Großvater von Leni, Roland Kirsch berichtet: "Nach zwei Stunden war Josefine nicht mehr zu sehen. Im Nest hat es wieder gepiepst und Kind und Vogel waren glücklich. Nur die beiden Hauskatzen hatten das Nachsehen." Auch Zoé Domniku aus Lampertheim fütterte einige Tage lang eine junge Schwalbe mit selbst gefangenen Fliegen und rettete sie dadurch. Außerdem hat eine Bürstädterin einen jungen Mauersegler versorgt und mit Heimchen und Mehlwürmern gefüttert und kann inzwischen berichten, dass er wächst und gedeiht und demnächst flügge wird und gestärkt fliegen gelassen werden kann. All diese Beispiele zeigen, dass sich erfreulicherweise immer wieder Naturfreunde finden, die sich aktiv für Tiere in ihrem Umfeld einsetzen. Dass lässt für die Zukunft hoffen. zg