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  • Do., 02. Februar 2017, 14:53 Uhr
    CDU/FDP-Koalition zieht elf Monate nach Kommunalwahl Bilanz / „Haben offenes Ohr für Bürger“

    Schwarz-gelber Faden für ein attraktives Bürstadt



    Im Jahr 2017 im Fokus: Das Bahnhofsumfeld in Bürstadt. Archivfoto: Hannelore NowackiBÜRSTADT – „Es ist noch nie so attraktiv gewesen, in Bürstadt zu leben wie dies heute der Fall ist” – dies ist knapp ein Jahr nach der Kommunalwahl das Fazit der nach eigrner Aussage gut funktionierenden Koalition zwischen CDU und FDP in Bürstadt. Beide Fraktionen hätten ihre Themen in den Koalitionsvertrag eingebracht, der nun sukzessive umgesetzt wird, betonten der CDU-Fraktionsvorsitzende Jürgen Eberle und sein FDP-Partner Burkhard Vetter im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag.

    „Unsere Politik ist langfristig angelegt – klar definiert und durch kühles Handeln sowie strategisches Denken geprägt”, erläuterte Jürgen Eberle. Es sei eine Entwicklung zu sehen, ein roter (bzw. schwarz-gelber) Faden ziehe sich durch alle Bereiche, besonders durch die Bauplanung. „Das Sonneneck hat sich von 2006 bis heute prächtig entwickelt, es gibt eine riesige Nachfrage, wobei wir diese bei weitem nicht decken können. Die Menschen wollen nach Bürstadt ziehen”, so Jürgen Eberle. Dabei hätte die Koalition stets die Entwicklung der Innenstadt im Blick behalten: „Seit 2011 haben wir in die neue Mitte investiert, mit den Marktplatz als Zentrum. Das Back- und Brauhaus Drayß steht kurz vor der Eröffnung und macht die Innenstadt noch attraktiver. Dieses ist allerdings nur aufgrund der attraktiven Neugestaltung in unsere Stadt gekommen, dies muss jedem bewusst sein”, freut sich Jürgen Eberle über die sinnvolle Investition der insgesamt fünf Millionen Euro Fördermittel. Und auch private Bauvorhaben würden durch die Politik flankierend begleitet und unterstützt, so etwa habe man stets das altersgerechte Wohnen mit Blick auf den demographischen Wandel angepackt und werde dies auch fortführen. „Im sozialen Wohnungsbau besteht dabei ebenfalls Handlungsbedarf, gerade angesichts der anstehenden Asylanerkennungsverfahren der Flüchtlinge und des damit verbundenen Familiennachzuges”, ergänzte Burkhard Vetter, der aber auch bei vielen deutschen Familien und Senioren den Bedarf für mietgünstige und kleinere Wohneinheiten sieht. „Wir haben noch viele Projekte im Bereich der Aktiven Kernbereiche in der Umsetzung und Planungsphase, wie das Bahnhofsumfeld oder die Verkehrsführung in der Nibelungenstraße. Und auch der Turnvater Jahn-Platz steht als großes Projekt an, ebenso wie der Messplatz Bobstadt. „Niemand gibt gerne einen Platz auf, der begrünt ist, aber dieses Projekt für behindertengerechte Wohnungen der AWO, die ein verlässlicher Partner ist, wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen und ist gut für die Entwicklung unserer Stadt”, so CDU und FDP unisono.

    Gemeinsame Gestaltung der Stadt durch Politik, Verwaltung und Bürger – dies ist das Ziel der CDU/FDP-Koalition. Archivfoto: Hannelore Nowacki


    „Bringen Sie sich ein”

    „Der Bürger steht für uns immer an erster Stelle”, betonen Jürgen Eberle und Burkhard Vetter. Aber: „Sie müssen und sollen sich auch einbringen. Es gibt genügend Informationsveranstaltungen und Bürgerversammlungen gerade zu den wichtigen Themen.” Als Beispiel nannten die Lokalpolitiker die anstehende Änderung der Verkehrsführung der Nibelungenstraße. „Hier ist noch keine Entscheidung gefallen, die Bürger können und sollen mit gestalten. Denn es es geht jeden etwas an, wie sich unsere Stadt entwickelt.” Als positives Beispiel in diesem Bereich nannte Burkhard Vetter die Lokale Partnerschaft, in der sich außerhalb der Politik Vereine, Institutionen und Privatleute zum Wohl der Stadt engagieren. „Dies ist ein einmaliger Vorgang”, ist Burkhard Vetter stolz.

    Generell habe Bürgerbeteiligung einen hohen Stellenwert für die Koalition. „Wir nehmen die Wünsche und Sorgen der Bürger ernst und haben immer ein offenes Ohr. Die Gelegenheit zum Austausch ist da, sie muss nur genutzt werden,” so Burkhard Vetter weiter.

    Rosige Finanzsituation

    Sechs Jahre Zusammenarbeit zwischen CDU und FDP – dies wirkt sich auch auf die Finanzsituation der Stadt aus, sind Jürgen Eberle und Burkhard Vetter überzeugt. „Kontinuität und langfristig Strategie zahlen sich aus. 2017 werden wir erstmals einen ausgeglichenen Haushalt haben. Hatten wir 2005 noch ein Minus von 1,5 Millionen Euro im Ergebnishaushalt, ist es 2017 ein Plus von 670.000 Euro.” Für 2017 seien wichtige Investitionen geplant: Neben der Kläranlage, deren wichtige Investitionen man nicht sieht, dem Straßen- und Kanalbau, und der Entwicklung des Bahnhofsumfeldes, für den Geld in den Haushalt gestellt wurde, sei besonders die Entwicklung des Sportparkes von Bedeutung. „Dies benötigt Zeit, auch aufgrund der benötigten Fördermittel”, so Burkhard Vetter. Die Steuerentwicklung sei durchaus positiv und man wolle gemeinsam weiter gestalten. Ähnlich der Entwicklung der Innenstadt wollen CDU und FDP mit einem gemeinsamen Antrag ein Förderprogramm für Gewerbebetriebe und Gewerbegebiete auf den Weg bringen. 

    Zudem stehen eine ganze Reihe weiterer wichtiger Projekte an: Das neue Gewerbegebiet mit zwölf Hektar, in dem „kleine, gute Betriebe angesiedelt werden sollen”, der soziale Wohnungsbau, den Erhalt der Kaufkraft in Bürstadt, die mobilen Umkleiden im Schwimmbad aber auch der Ausbau des Radwegenetzes – „gerade mit Blick auf die gestiegene Lebens- und Freizeitqualität in der Innenstadt durch den Marktplatz und die alla hopp!-Anlage”, so Burkhard Vetter und Jürgen Eberle.

    Lobende Worte fanden die beiden Kommunalpolitiker auch für die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Verwaltung. „Wir gehen in eine Richtung", so das erfreuliche Fazit. Dies gilt auch bezüglich der Zusammenarbeit mit den beiden anderen im Stadtparlament vertretenen Fraktion von SPD und Bündnis 90/Die Grünen. „Es ist wichtig, dass wir gerade bei den großen Projekten alle gemeinsam zum Wohl unserer Stadt agieren, sei es bei der Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes, der Bebauung des Messplatz Bobstadt oder dem Turnvater Jahn-Platz. Wir wollen, dass alle Beteiligten zum Wohl der Stadt agieren. Sprechen Sie uns an, wir hören uns gerne an, was die Menschen bewegt – um gemeinsam mit Ihnen unserer Stadt weiterhin positiv zu gestalten.” Benjamin Kloos

     

     
     

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