NATUR ERLEBEN: Morgendliche Vogelstimmenexkursion des NABU Bürstadt
Schwarzkehlchen und Weißstörche bei Riedrode
Störche auf ihrem Nest am Ortsrand von Riedrode. Foto: oh
BÜRSTADT – Bei mildem Frühlingswetter versammelten sich am vergangenen Samstagmorgen dreizehn Vogelfreunde, die der Einladung des Naturschutzbundes (NABU) Bürstadt zu einer Vogelstimmenexkursion bei Riedrode folgten. Unter sachkundiger Begleitung des Vogelkundlers Peter Petermann lauschten die Teilnehmenden an mehreren Stationen den jeweiligen Vogelstimmen und suchten Wegränder, Gehölzreihen und Feldflur nach Vögeln ab. So zeigten sich nach und nach eine ganze Reihe teilweise recht seltener Vogelarten. Bei der ersten Station blickten die Naturfreunde am Ortsrand von Riedrode auf ein Storchenpaar auf ihrem eindrucksvollen Nest, das die beiden auf einem gekappten Baum erbaut hatten, obwohl in Sichtweite eine vor wenigen Jahren errichtete künstliche Nistplattform von ihnen hätte genutzt werden können. Auf den Feldern bei Riedrode beziehungsweise im Luftraum darüber sangen mehrere Feldlerchen und am Waldrand und in Hecken in der Feldflur ertönte an mehreren Stellen der kräftig-melodiöse Gesang der Nachtigall. Durch das Fernglas und mithilfe von Spektiven (stark vergrößernde Beobachtungsfernrohre) konnten die Vogelinteressierten attraktive Vogelarten wie Schwarzkehlchen und Neuntöter auf ihren Ansitzen betrachten. Auch Mehl- und Rauchschwalben, Mäusebussard und Turmfalke, Goldammer und Wiesenschafstelze zeigten sich. Als Besonderheiten zeigten sich vier Braunkehlchen und ein weiblicher Steinschmätzer auf dem Durchzug. Blaukehlchen waren im Unterschied zu Vorjahren nicht zu sehen, da der Lebensraum im Ausgleichsflächenareal bei Riedrode jetzt leider nicht mehr für Blaukehlchen geeignet ist aufgrund von Trockenheit und wegen der stark reduzierten Schilffläche, die umgebrochen wurde. Weitere gefiederte Sänger, über die sich die Teilnehmenden an der NABU-Exkursion freuen konnten waren Zilpzalp und Fitis, Dorngrasmücke und Mönchsgrasmücke, Buchfink und Rotkehlchen. Insgesamt zeigte sich also eine erfreuliche Vielfalt an Vogelarten und die Teilnehmenden dankten Peter Petermann für seine fachkundige Führung und interessanten Ausführungen. zg