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  • Di., 29. Juni 2021, 13:38 Uhr
    LESSNG-GYMNASIUM: Schüler*innen der Klasse 9d erforschten und experimentierten im Schwerpunkt MINT

    Schwebende Züge und selbst gebaute Drohnen sorgten für Begeisterung 

    Die Schüler der Klasse 9d des Lessing-Gymnasiums präsentierten ihre MINT-Projekte – dabei gab es vielfältige und überzeugende Ergebnisse zu entdecken. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Es waren spannende und technisch ausgefeilte Projekte, die durch die Schüler*innen der Klasse 9d des Lessing-Gymnasiums (LGL) am Dienstag in der Aula der Schule präsentiert wurden: Im Rahmen ihres zu Beginn des Schuljahres gewählten Schwerpunkt MINT wurde im letzten halben Jahr in Kleingruppen an selbst gewählten Themen geforscht, versucht und gebastelt. 

    Ab der Klasse 9 wählen die Schüler*innen je nach ihren Interessen einen Schwerpunkt aus den Bereichen Sprachen, Gesellschaftswissenschaften und MINT. Eine Stunde pro Woche steht dem gewählten Schwerpunkt zur Verfügung. „Mir geht dabei darum, einen möglichst breiten Überblick über den Bereich MINT zu geben und die Schüler*innen für die mathematischen und wissenschaftlichen Themen zu begeistern”, erläuterte Klassenlehrer Sascha Fetzer. „Ich blicke stolz auf das Projekt zurück, es sind tolle Ergebnisse herausgekommen. Ich habe Euch mit Freude unterstützt und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich bin stolz auf Euch” wandte er sich an seine Klasse. Und dies zurecht, wie die fünf vorgestellten Projekte bewiesen, durch deren Vorstellung Angelina Götz und Julian Keim als Moderatorenteam führten.

    Im Forschungsgebiet Magnetismus bewiesen Paula Herrmann und Estella Wetzler ihr Können – gemeinsam forschten sie an einem „schwebenden Zug”, der sich rein durch Magnetismus und ohne mechanischen Kontakt bewegt. Eindrucksvoll erläuterten die beiden Schülerinnen den Prozess der Entwicklung. „Es hat viel Spaß gemacht, das Modell zu bauen und eine Schwebebahn zu entwickeln, die man durch Magnetismus betreiben kann”, so Paula Herrmann und Estella Wetzler.

    Ebenso eindrucksvoll war das folgende Projekt: Jonathan Tschech hatte sich zum Ziel gesetzt, mithilfe von Programmierungsprogrammen und einem Roboter die Uhrzeit in Sand zu malen. Mit Erfolg setzte er dies um und erstellte hierzu noch eigens eine dazu passende Internetseite. Beeindruckend erscheinen die Ziffern der aktuellen Uhrzeit in feiner Spur im Sand. 

    Einen Versuch, der nur im Freien veranschaulicht werden konnte, demonstrierten die beiden Schülerinnen Louisa Friedrich und Katharina Zanlonghi: Sie nutzen Backpulver und Essig als Treibstoff für ein selbst gebasteltes Auto. Hierzu verwendeten sie unter anderem eine Plastikflasche als Auto selbst, an das mithilfe von Schaschlikspießen und Korken alte CD’s als Räder installiert wurden. Anhand eines Luftballons hatten beide während ihres Projektes zudem erforscht, welche Gasverbindungen während der Nutzung dieses besonderen Treibstoffes entstehen.

    Präsentierten ihre selbst gebaute Drohne: Emma Reder, David Orban, Cassian Neeb und Jan-Aaron Snaschel. Foto: Benjamin Kloos


    Das vierte Projekt sorgte nicht nur bei den Mitschüler*innen von Emma Reder, David Orban, Cassian Neeb und Jan-Aaron Snaschel für große Begeisterung, sondern auch bei den Schüler*innen, die im Schulhof das Ergebnis miterleben konnten: Mit viel Zeit und noch mehr Geduld und Tüfteln haben die Neuntklässler eine eigene Drohne gebaut. Fets, so der Name des Flugobjektes, überraschte durch das Erscheinungsbild: Denn um die empfindliche Technik im Falle eines Absturzes zu schützen wurde ein Hula-Hool-Reifen angebracht. Im Rahmen der Präsentation vermittelten Emma Reder, David Orban, Cassian Neeb und Jan-Aaron Snaschel darüber hinaus, wie eine Drohne aufgebaut ist, mit welchen Materialien ihre Drohne gebaut wurde, gaben einen Überblick auf die Historie der Drohnen und erläuterten detailliert die Technik. In einem Video veranschaulichten sie zudem die Entstehung  und die ersten Flugversuche ihrer Drohne.

    Das fünfte Projekt beschäftigte sich ebenfalls mit dem Fliegen: Julian Keim, Janik Neuwirth, Sven Oettrich und Lucas Hojdem bauten ein eigenes Modellflugzeug. Die Baupläne stammten dabei aus dem Internet, anhand von YouTube-Videos arbeiteten sich die drei Nachwuchsingenieure in die Thematik ein. „Wir hatten keinen Bausatz, daher mussten wir viel Improvisieren und immer wieder neues lernen”, so die drei Schüler. Die Flugzeugteile wurden durch Sägen, Bohren und Feilen angefertigt, vor allem die Kleinteile erwiesen sich dabei als Herausforderung – und auch das Material, denn zunächst war das Flugzeug zu schwer so dass die Tragflächen nochmals aus leichterem Holz angefertigt werden mussten. Zudem erläuterten sie den technischen Aufbau des Flugzeuges, welches zum Abschluss auch abheben durfte.

    Schulleiterin Silke Weimar-Ekdur verfolgte die Präsentation mit großer Begeisterung. „Es ist toll, was hier eigeninitiativ entstanden ist – und das trotz der Einschränkungen durch Corona.” Neben den vorgestellten Projekten wurde unter anderem auch an der Evolution des Menschen, der Infektionskrankheit Covid-19, der Umkehrbrille, Antibiotika oder an der Künstlichen Intelligenz, Neuralink (Elon Musk) - Neurotechnologie, den Nichtnewtonsche Flüssigkeiten, Reality Shifting - Luzides Träumen und an der menschlichen DNA geforscht. Benjamin Kloos

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