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Mo., 31. Mai 2021, 07:12 Uhr
FÖRDERUNG: Landrat Engelhardt überbrachte Bescheid über 9.940 Euro für TSG-Halle
Schwierige Zeiten für Vereine mit eigener Turnhalle
Für die Turn- und Schwimmgemeinde 1955 Bürstadt (TSG) ist der Unterhaltungskostenzuschuss des Kreises Bergstraße eine wichtige Unterstützung. Im Bild mit Bürgermeisterin Barbara Schader der stellvertretende Vorsitzende André Kukutschka (links), Kassenwart Klaus Arnold, Landrat Christian Engelhardt und TSG-Vorsitzender Gunther Gebhardt. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Große Ereignisse finden in der TSG-Halle in der Gartenstraße statt wie die internationale Gymnastica, aber auch zur Fastnacht und anderen Gelegenheiten wie die Bürstädter Messe wird die Halle mit Bühne gebraucht. In der großen Halle und weiteren Räumlichkeiten wird für die sportlichen Wettkämpfe trainiert. Im Normalfall, doch in Zeiten der Corona-Pandemie dürfen nur zwei Kinder und eine Trainerin gemeinsam zu festen Trainingsstunden anwesend sein, eingeladen werden sie von ihrer Trainerin im wöchentlichen Wechsel. Veranstaltungen finden seit Beginn der Corona-Krise nicht statt, die dringend benötigten Einnahmen fehlen dem Verein. Fastnacht 2020 war die letzte Veranstaltung. Der Unterhalt einer vereinseigenen Turnhalle ist aber teuer und das ehrenamtliche Engagement der Vereine unbezahlbar, deshalb erhalten Vereine mit eigner Sporthalle alljährlich vom Kreis Bergstraße einen Unterhaltskostenzuschuss je nach Vereinsgröße. Zwei Bergsträßer Vereine besuchteLandrat Christian Engelhardt diesmal persönlich zur Bescheidübergabe. Am Donnerstagabend kam Engelhardt zur Turn- und Schwimmgemeinde 1955 Bürstadt (TSG) in die Halle, wo er vom Vorstand und Bürgermeisterin Barbara Schader erwartet wurde. Ihm sei es ein großes Anliegen, in diesen schwierigen Zeiten, da das Vereinsleben und die Gemeinschaft kaum noch möglich seien, diesen Kreiszuschuss so früh wie möglich auszuzahlen, sagte Engelhardt. Das freute Kassenwart Klaus Arnold besonders. TSG-Vorsitzender Gunther Gebhardt berichtete, dass die Mitgliedsbeiträge im letzten Jahr reduziert worden seien und in diesem Jahr die Aktiven von Beiträgen befreit wurden. Die TSG sei für Bürstadt ein Aushängeschild und mache die Stadt durch die lange Tradition der Gymnastica international bekannt. „Wir sind dankbar“, betonte Schader, „dieser Verein steht für eine starke Jugendarbeit und eine starke Gemeinschaft“. Aber auch die Senioren kommen in Form, letztes Jahr seien Gesundheitssport und Gymnastik draußen auf dem Rasen möglich gewesen. Wird es nächstes Jahr eine Gymnastica geben? Auf Schaders Frage hin schüttelte Kassenwart Arnold den Kopf. Das liege an den fehlenden Einnahmen, da komme man an Grenzen. Die Gymnastica allein bringe es nicht, zumal das kommende Jahr sehr schwer werde, ergänzte Vorsitzender Gebhardt. Denn der europäische Veranstaltungskalender sei voll und die Gruppen verteilen sich in ganz Europa – es komme auf die Zahl der Zuschauer an. „Für uns muss es sich finanziell rentieren, wir überlegen daher, in welches Jahr wir die Gymnastica schieben“. Landrat Engelhardt erinnerte daran, dass der Kreis auch bei kleineren Investitionen helfe, zum Beispiel 2019 mit einem Beitrag zur LED-Anlage. Ins Geld gehen die Brandschutzauflagen und die Wartung, erklärte Kassenwart Arnold, ebenso die Anschaffung von Sportgeräten. Mit Herzblut arbeite der Verein an seiner Halle. „Diesen Einsatz können wir gar nicht bezahlen“, meinte Engelhardt anerkennend. Hannelore Nowacki