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  • Fr., 09. Oktober 2015, 11:52 Uhr
    Jugendbeiratsaktion „Mülleimer im Blick“ für sauberes Stadtbild

    „Sei kein Schwein – Müll hier rein!“

    Aus über 70 Einsendungen mit 56 verschiedenen Sprüchen zur Jugendbeiratsaktion „Mülleimer im Blick“ entschied sich die Jury für zehn Gewinner. Die spruchreife Sauberkeit prämierte die Stadt Lampertheim mit Gutscheinen und eingerahmtem Mitmach-Zertifikat. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Überall sind sie zu sehen, sie stehen und hängen, jederzeit bereit, den Müll aufnehmen, den man hineinwirft. Ungefähr 600 dieser Mülleimer gibt es in Lampertheim, jedoch viel zu oft wird der Müll einfach irgendwo hingeworfen oder fallengelassen. Das soll sich nun ändern. Auf Anregung der Stadtverordneten Lisa Galvagno im Rahmen einer Stadtverordnetenversammlung hatte sich der zehnköpfige Jugendbeirat mit dem Thema befasst und zusammen mit der Stadtjugendförderung ein „Müllentsorgungskonzept“ erarbeitet. In Anlehnung an Erfahrungen in Berlin, Hamburg und Aachen war das erklärte Ziel: Die Abfalleimer sollen als Werbebotschafter für mehr Sauberkeit in der Kernstadt und den Stadtteilen fungieren. Nun geht es mit Witz und Humor beim Kampf gegen den Müll zur Sache. Am Donnerstag bei der Preisvergabe an die Gewinner der Jugendbeiratsaktion „Müllereimer im Blick“ lobte Bürgermeister Gottfried Störmer die Aktion und fasste zusammen, worauf es ankommt: „Gezielt auf den Mülleimer zugehen“. Einem Aufruf des Jugendbeirats folgend, hatten 70 Einsender vom 20. Juli bis 4. September auf Vordrucken, die es im Rathausservice und anderen Stellen gab, ihre spruchreife Idee abgeliefert. Nach Abzug von Mehrfachnennungen blieben der Jury 56 verschiedene Sprüche zur Bewertung, aus denen sie zehn Gewinner im Alter von 6 bis 66 Jahre ermittelten. Die Jury bestand aus acht Mitgliedern des Jugendbeirats, der Beratungsgruppe aus Stadtjugendförderung und vier Fraktionsmitgliedern sowie je einem Mitglied aus Stadtbücherei und Künstlerinitiative Lampertheim. Energisch fordert die sechsjährige Franka Wernz auf: Sei kein Schwein – Müll hier rein! Der 66-jährige Rolf Schollmaier lässt die Mülleimer sagen: Ich mag alte Schachteln. Die zehnjährige Jenny Krysak reimte „Sei keine Wutz, her mit dem Schmutz“, auch die elfjährige Marie Vollrath setzt auf die Kraft des gereimten Wortes: „Was du heute kannst entsorgen, das verschiebe nicht auf morgen“. Die 24-jährige Nina Siegel ermutigt zur sauberen Müllentsorgung mit dem Spruch: „Egal wie voll ich bin, ich kann immer noch stehen“. Hannelore Nowacki

    Information

    Die Gewinner der Jugendbeiratsaktion „Mülleimer im Blick“ sind Franka Wernz, Jenny Krysak, Marie Vollrath, Nick Oehm, Kira-Patricia Scholz, Luka Siegel, Anna Katharina Hopfmann, Nina Siegel, Ute Schollmaier und Rolf Schollmaier.

    Die Mülleimer in Lampertheim und den Stadtteilen ermuntern bald mit einem der ausgezeichneten Sprüche, den unterwegs anfallenden Müll hier zu entsorgen. Bei der nächsten Leerung werden die Mitarbeiter des Bauhofs einen Spruch-Aufkleber anbringen. Sabine Vilgis (Mitte), Leiterin des Fachbereichs Technische Dienste, hofft nun auf saubere Wege und Straßen. Im Bild (von links): Marcel Getrost von der Stadtjugendförderung, vom Jugendbeirat Celine Zettl, Sarah Engelhardt und Theodora Nikolakopulou. Foto: Hannelore Nowacki


     

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