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  • Mi., 19. September 2018, 09:42 Uhr
    Ökumenische Sozialstation Bürstadt-Biblis-Groß-Rohrheim-Einhausen feiert am 28. September im Bürgerhaus

    Seit 40 Jahren für Menschen unterwegs

    Seit 40 Jahren versorgen die Mitarbeiter der Ökumenische Sozialstation Bürstadt-Biblis-Groß-Rohrheim-Einhausen alte, kranke und behinderte Menschen. Am 28. September blickt der Caritasverband Darmstadt mit Dienstellenleiterin Sandra Braun zurück und gibt einen Ausblick, wie die Zukunft gestaltet werden kann. Foto: Eva Wiegand


    BÜRSTADT - Vieles hat sich in den letzten 40 Jahren verändert, seit die damals noch im Gemeindezentrum St. Michael untergebrachte und von Schwester Firmata geleitete Ökumenische Sozialstation Bürstadt – Biblis – Bobstadt – Riedrode gegründet wurde. Genau der richtige Zeitpunkt für Sandra Braun, Dienstellenleiterin in Bürstadt und Claudia Betzholz, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit beim Caritasverband, einmal zurückzublicken und Resümee zu ziehen. Denn auch wenn heute keine Ordensschwestern mehr für die Sozialstation arbeiten, sich die Räumlichkeiten geändert haben, der Kosten- und Leistungsdruck sowie der Beratungsbedarf sprunghaft angestiegen ist und ein Mangel an Fachkräften herrscht, so steht den heute 42 Mitarbeitern der Ökumenischen Sozialstation die professionelle Pflege und das Engagement weiterhin an erster Stelle. Die Nachfrage jedenfalls ist groß, das Versorgen der Patienten zu Hause stellt das Team jeden Tag vor eine große Aufgabe. Nach wie stehe der caritative Gedanke im Vordergrund, aber die Sozialstation müsse auch wirtschaftlich arbeiten. „Wir versorgen um die 300 Patienten, manche bis zu vier- bis fünfmal am Tag. Das ist nicht so einfach unter einen Hut bringen“, berichtete Braun, die seit Oktober 2014 die Dienstelle in Bürstadt leitet.  Rund 200.000 Kilometer fahren die Mitarbeiter im Jahr, hinzukommen rund 600 Beratungsgespräche. Oft stoßen die Mitarbeiter der Sozialstation auf Unverständnis, wenn es Verschiebungen in der Terminplanung gibt oder neue Patienten abgelehnt werden müssen, weil die Kapazitäten erschöpft sind. „Aber das müssen wir aushalten. Dem gegenüber steht dann aber auch die große Dankbarkeit und Freude unserer Klienten“, so Braun. Ab dem nächsten Jahr hat die Sozialstation auch wieder einen Schüler - Nachwuchs der rar gesät ist. „Wir müssen die Anreize für die Ausbildung stärken und den jungen Menschen klar machen, wie wertvoll dieser Beruf ist“, machte Braun deutlich. Seit 40 Jahren sei das Ziel eine menschenwürdige, professionelle und umfassende Hilfe zu geben, das solle auch in den nächsten Jahren so bleiben. Deshalb dürfe die Politik nicht länger die Augen vor dem tatsächlichen Bedarf an Pflege- und Pflegefachkräften verschließen. „Durch den demografischen Wandel gibt es immer mehr pflegebedürftige, alte Menschen. Nicht jeder kann sich einen Heimplatz leisten oder will dort hin“, so Braun. Deshalb müsse dafür gesorgt werden, dass die Caritasmitarbeiter trotz des Spagats zwischen dem caritativen Gedanken, fachlicher Pflege und wirtschaftlichen Handelns eine umfassende Betreuung erbringen können- dafür brauche es mehr Pflegekräfte. Die Jubiläumsfeier, zu der alle Klienten, Angehörigen und Weggefährten eingeladen sind,  findet am 28. September um 11 Uhr im Bürgerhaus Bürstadt statt. Eva Wiegand

     
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