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Do., 25. Februar 2016, 00:35 Uhr
Fachbereich Sozialpädagogik der ESS feierte Jubiläum mit akademischer Feier / Gelungener Rück-, Hin- und Ausblick
„Seit 40 Jahren Ort, an dem sich Schüler wohl- und verstanden fühlen”
Bei der akademischen Feier anlässlich des 40-jährige Bestehen des Fachbereichs Sozialpädagogik an der ESS standen Rück- und Ausblick im Fokus. So wie bei der Gesprächsrunde mit Lehrer Klaus Allgeier (2.v.l.) und einer seiner damals ersten Schülerinnen, Ute Guthier (2.v.r.) – moderiert durch Maria Späh (r.) und Sven Basel (l.). Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Einen außergewöhnlichen Grund zum Feiern gab es am Mittwoch in der Elisabeth-Selbert-Schule (ESS): Mit einer akademischen Feier wurde das 40-jährige Bestehen des Fachbereichs Sozialpädagogik gefeiert – mit einem Rückblick, Hinblick und Ausblick und mit vielen Menschen, die in den vergangenen vier Jahrzehnten eng mit dem Fachbereich verbunden waren und sind.
Nach einem musikalischen Auftakt durch die beiden Lehrer Axel Weihmann und Götz Krämer ergriff Schulleiterin Gabriele Polzin das Wort, um auf 40 Jahre Ausbildung von staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erziehern zurückzublicken. „Am 4. August 1975 wurde die Fachschule für Sozialpädagogik an der Kreisberufsschule in Lampertheim gegründet, das gesamte Schuljahr über feiern wir dieses besondere Jubiläum. Mit 40 Jahren kann man stolz auf das Erreichte zurückblicken, hat aber auch noch viele Ziele, die man realisieren möchte. Dies gilt auch für diesen Fachbereich”, betonte Polzin. „Hier agiert nicht nur eine Arbeitsgruppe, sondern ein wirkliches Team.”
„Die Schule muss auch weiterhin ein Ort sein, an dem sich junge Menschen wohl- und verstanden fühlen. Dies ist hier der Fall, Sie alle tragen dazu bei, dass wir diese gute Arbeit leisten können”, richtete Stephanie Schwan, Abteilungsleiterin des Fachbereich Sozialwesen, dankende Worte an die zahlreich erschienenen Gäste. „Wir feiern heute die Lehrer, die in den vergangenen Jahrzehnten mit viel Leidenschaft und Kompetenz die Ausbildung der Schüler zum Erfolg gebracht haben.”
Polzin und Schwan verwiesen auch auf die Veränderung der Tätigkeitsfelder und die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen Ausbildung von Erzieherinnen – insbesondere vor dem aktuellen Hintergrund der großen Anzahl von Familien, Kindern und Jugendlichen, die in Deutschland zuwandern und die es zu integrieren gilt: „Es bedarf zukünftig verstärkt pädagogischer Fachkräfte, die über interkulturelle Kompetenzen verfügen, die Sprachförderung im Alltag umsetzen und mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen arbeiten können. Dies verändert die Ausbildung, die Einsatzbereiche und die Anforderungen an gut ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher. Der Fachbereich Sozialpädagogik an der ESS sieht diese Herausforderungen und wird sich mit Freude diesen Aufgaben in der Ausbildung von staatlich anerkannten Erziehern widmen.”
Was folgte, war eine Zeitreise durch die vier vergangenen Jahrzehnte, moderiert und präsentiert durch die beiden Lehrkräfte Maria Späh und Sven Basel. Hierbei kamen aktuelle und ehemalige Lehrkräfte, Praxisvertreterinnen, Schülerinnen und Studierende, die derzeit ihre Ausbildung an der Fachschule absolvieren, zu Entwicklungen und Ereignissen innerhalb und außerhalb der Fachschule für Sozialpädagogik zu Wort – untermalt durch jeweils zur Zeit passende Lieder wie „Another Brick in the Wall” oder „Sind so kleine Hände”. Dabei sorgten die Zeitzeugenberichte, unter anderem durch Elisabeth Ecker, Frau der ersten Stunde, oder Lehrer Klaus Allgeier und einer seiner ersten Schülerinnen, Ute Guthier, für Erinnerung, Erheiterung und Begeisterung bei den Gästen – und somit für eine gelungene akademische Feier anlässlich des Jubiläums. Benjamin Kloos