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Do., 15. Dezember 2016, 09:37 Uhr
Besinnliche Gedichte, Weihnachtslieder und Geselligkeit
Seniorenbegegnungsstätte „Alte Schule“ hatte zur Weihnachtsfeier eingeladen
Zur Tischdekoration gehörten auch die außergewöhnlichen, wunderschönen Grußkarten, die die Kreativgruppe gebastelt hatte. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Drei Adventskerzen brannten ruhig auf dem Kranz, fröhliche Besinnlichkeit erfüllte den Raum in der Alten Schule. An den schön dekorierten Tischen war jeder Platz besetzt. Berührend waren die außergewöhnlichen Weihnachtskarten auf den Tischen, mit unterschiedlichen weihnachtlichen Motiven, von denen Inge Netscher und Bianca Klingler aus der Kreativgruppe hundert Stück gebastelt hatten. Kerzen leuchteten auf dem goldenen Tischband und Weihnachtssterne schmückten die Tische. Kaffee und Kuchen waren schon serviert und gegessen, als Gerlinde Hellmuth, Vorsitzende des Seniorenbeirats, die muntere Gesellschaft und Ehrengast Bürgermeister Gottfried Störmer begrüßte. Die Seniorenbegegnungsstätte Alte Schule hatte am Dienstagnachmittag die Lampertheimer Senioren zur Weihnachtsfeier eingeladen und viele kamen, um die Geselligkeit zu genießen. Fleißige Bäckerinnen im Team um Monika Krings hatten viele der angebotenen Kuchen gebacken. Wegen anderer Verpflichtungen und Sitzungen ließen sich Erster Stadtrat Jens Klingler, Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass und Fachbereichsleiter für Familie, Soziales und Bildung Bernd Ranko entschuldigen. Joseph von Eichendorff hatte mit seinem Weihnachtsgedicht die stille Besinnlichkeit in ergreifende Worte gefasst, von der Seniorenbeiratsvorsitzenden stimmungsvoll vorgetragen: „Wie so weit und still die Welt“ heißt es bei Eichendorff. Ein stilles Innehalten, dann wurde es wieder quicklebendig im Raum. Christa Armbruster und Ruth Zehnbauer begleiten das Programm am Akkordeon, gaben bei den gemeinsam gesungenen Weihnachtsliedern Tempo und Rhythmus an. Bürgermeister Störmer, trotz Termindruck in bester Stimmung, griff zum Mikrofon und meinte: „Die Begeisterung in diesem Raum ist für mich immer wieder ein tolles Erlebnis“. Dem ehrenamtlichen Mitarbeiterteam, bekannt als „Blaue Engel“, dankte er besonders, denn sie ermöglichten erst einen solchen Nachmittag. „Ich bin froh, dass wir eine Seniorenbegegnungsstätte haben, die so brummt“, merkte Störmer angesichts des großen Zuspruchs an. Liederhefte auf den Tischen waren für das entspannte gemeinsame Singen ausgelegt, das mit dem Adventslied „Macht hoch die Tür, die Tor‘ macht weit“ begann. Drei besinnliche, zum Schmunzeln und Lachen anregende Textbeiträge wechselten mit dem Singen ab und wurden mit viel Applaus belohnt. Evelyne Hein las die erste Geschichte von einem Engel, der lachen musste. Bekannt für ihre frei vorgetragenen Texte, sprach Johanna Fetsch auch das dramatische Gedicht „Des fremden Kindes heiliger Christ“ völlig frei. „Wie man zum Engel wird“ erfuhren die Zuhörer in der zauberhaften Geschichte, die Inge Netscher ihnen erzählte. In dem beschriebenen Theaterstück hatten auch ein lustiges Mäuslein und eine jagdfreudige Katze ihren Auftritt. Zum Ausklang der Weihnachtsfeier überreichten die „Blauen Engel“ ihren Gästen Geschenke, mit dem Lied „Stille Nacht“ ging die Feier zu Ende. Auch das Jubiläumsjahr der Seniorenbegegnungsstätte nähert sich dem Ende zu.