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Mo., 06. März 2017, 13:34 Uhr
Mainz-Essenheim macht es den Spargelstädter Keglern nicht leicht
SG Lampertheim alleiniger Tabellenzweiter
LAMPERTHEIM – Am vergangenen Samstag machten die Lampertheimer Bundesligakegler in Ihrem vorletzten Heimspiel einen weiteren Schritt in Richtung Relegationsplatz in der 2. Bundesliga Mitte. Mit ihrem 5630:5583 Sieg über die Gäste aus Mainz-Essenheim fuhren die Lampertheimer zwei wichtige Punkte ein.
Die Begegnung in der wieder gut besuchten Biedensandhalle begann allerdings mit einer traurigen Nachricht. Am vergangenen Freitag verstarb in Eppelheim nach schwerer Krankheit der über alle Grenzen hinaus bekannte Dieter Zieher im Alter von 81 Jahren. Zieher, der in den 60er und 70iger Jahren mehrfacher Weltmeister und Weltrekordler war, war in Lampertheim bestens bekannt. Mit einer Schweigeminute gedachten Besucher und Sportler dem Ausnahmeathleten aus dem Rhein Neckar Kreis.
Wer an diesem Samstag dachte, dass die SG den Tabellenneunten einfach so abfertigt und die Pflichtaufgabe locker erledigen würde, sah sich getäuscht. Von Beginn an entwickelte sich eine spannende Begegnung. Dies lag sicherlich zum einen an Gästekegler Ludwig Doerle, der mit seinen 986 Holz die Tagesbestleistung der Essenheimer spielte, zum anderen aber auch an der Tatsache, dass es bei den Lampertheimern nicht rund lief. Holger Thiemig, der für Peter Suppes wieder in die Mannschaft kam, spielte mit 241 Punkten eine gute erste Bahn, kegelte aber dann für seine Verhältnisse eher zurückhaltend weiter. Thiemig erspielte sich zwar insgesamt 916 Punkte, musste aber 70 Zähler gegen Doerle abgeben.
Bernd Günderoth kam bei seinen ersten 100 Wurf (423) überhaupt nicht ins Spiel. Die SG hatte zu diesem Zeitpunkt Glück, dass die Gäste diese Schwächephase nicht nutzen konnten. Bei den dritten 50 Wurf platzte bei Günderoth der Knoten (259) und so kam er am Ende noch auf 908 Punkte. Da sein Gegenspieler Reinhard Brunn auf ähnlichem Niveau spielte (893) konnten die Lampertheimer in diesem Duell 15 Zähler gutmachen.
Dass die Lampertheimer nach der ersten Hälfte nicht zurücklagen, war Kevin Günderoth´s Verdienst. Er spielte vier blitzsaubere Durchgänge (232/225/244/258) in denen er sich stetig steigerte. Zwar ließ er in die Vollen einiges liegen, doch mit seinen starken 349 Holz im Abräumen erspielte er sich gute 959 Punkte. Mit diesem Ergebnis machte er 81 Zähler gegen Gästekegler Markus Zech (878) gut. Mit einer knappen Führung von 26 Zählern endete die erste Hälfte der Begegnung und trieb den Verantwortlichen einige Sorgenfalten ins Gesicht.
Steffen Back startete mit guten 241 Zählern und wurde durch Niklas Schulz (247) und Patrik Strech (221) unterstützt. Im zweiten Durchgang fiel Back (214) ein wenig ab, doch Patrik Strech (248) und Niklas Schulz (253), bauten den Vorsprung auf insgesamt 56 Zähler aus.
Wer allerdings dachte, dass das Spiel jetzt zu Gunsten der Gastgeber entschieden wäre, sah sich getäuscht. Gästespieler Kevin Prätsch spielte sich mit seinen 278 in einen wahren Rausch und Jürgen Hindrich machte ebenfalls mächtig Dampf (240.) Auf Lampertheimer Seite fielen Back (220) und Strech (224) dagegen deutlich ab. Dass die Partie hier nicht kippte war zum einen der Verdienst von Niklas Schulz, der mit 253 Holz dagegenhielt, aber zum anderen auch dem Umstand geschuldet, dass bei Gästespieler Birkheimer eine Verletzung auftrat und er mit 211 Holz nicht mithalten konnte. Dennoch machten die Gäste hier 32 Zähler gut und die letzten 50 Wurf starteten mit einer engen Lampertheimer 24-Punkte Führung.
Steffen Back hielt seinen Gegner mit seinen 238 Punkten gegenüber 232 auf Distanz und erspielte sich 913 Zähler, musste aber insgesamt 17 Zähler gegen Jürgen Hinderlich abgeben. Patrik Strech erkegelte sich in diesem Durchgang 227 Holz und damit auf insgesamt 920 Punkte, ließ aber gegen Kevin Prätsch (977) 14 Zähler liegen. Niklals Schulz hingegen ließ sich auch von der Verletzungspause seines Gegenspielers nicht aus der Ruhe bringen und kegelte sich mit seinen 261 Zählern im letzten Durchgang auf die Tagesbestleistung von 1014 Zählern. Sein Gegenüber Christian Birkheimer spielte zwar trotz Verletzung auf der letzten Bahn 230 Zähler (919), was aber nicht mehr zur Wende in dieser Begegnung reichte.
Mit diesem Sieg haben die Lampertheimer einen weiteren Schritt in Richtung Relegationsplatz zur Bundesliga getan, zumal in der Spitzenpartie Tabellenführer Haibach in Hainhausen verlor und die punktgleichen Mehlinger in Grünstadt unter die Räder kamen. Die Spargelstädter können mit drei Siegen aus den letzten drei Spielen nunmehr aus eigener Kraft den 2. Tabellenplatz erreichen, haben aber am kommenden Samstag in Grünstadt eine sehr anspruchsvolle Aufgabe zu lösen, denn die Grünstädter wollen sicherlich nach Mehlingen auch dem Tabellenzweiten ein Bein stellen. Doch zunächst überwiegt die Freude über den Arbeitssieg gegen Mainz-Essenheim. zg