
KREIS BERGSTRASSE – Was für viele Menschen bequem ist, kann für Tiere tödlich enden. Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv. Gerade zu der Zeit, in der viele ihre Mähroboter über den Rasen ziehen lassen, begeben sich Igel und andere nachtaktive Tiere auf Nahrungssuche. Droht auf ihren Streifzügen Gefahr, fliehen sie nicht, sondern rollen sich zusammen und bleiben regungslos liegen. Dieses typische Schutzverhalten versagt jedoch gegenüber Mährobotern: Geräte ohne geeignete Sensoren erkennen die Tiere nicht und können sie schwer verletzen. Viele der so verletzten Igel überleben nicht oder müssen eingeschläfert werden. Auch Frösche, Kröten und Molche sind gefährdet. Der hessische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen) appelliert: Bitte lassen Sie Mähroboter nachts pausieren! Wer seine Geräte tagsüber und möglichst unter Aufsicht laufen lässt, sorgt dafür, dass der Garten sicherer für Igel & Co. bleibt – und verzichtet trotzdem nicht auf gepflegten Rasen.
Igel gesichtet? Jetzt Sichtung online melden!
Der Westeuropäische Igel steht zunehmend unter Druck. In der Roten Liste der Säugetiere Hessens (2023) wird er bereits auf der Vorwarnliste geführt. Um mehr über den Zustand der Igelpopulation in Hessen zu erfahren, ruft das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) dazu auf, Igel-Sichtungen zu melden. Der BUND Hessen unterstützt diese wichtige Aktion für den Artenschutz. Melden Sie Ihre Beobachtung einfach und schnell über das Meldeportal des HLNUG. Jede Meldung hilft, den Igel besser zu schützen. zg
Beitrag aus der Rubrik