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  • Do., 27. April 2023, 14:17 Uhr
    FÖRDERUNG: Partnerschaft für Demokratie unterstützt Projekte der katholischen Frauengemeinschaft Lampertheim, des Diakonischen Werk und „Place e.V.”

    Sichtbare Zeichen für Demokratie, Gleichberechtigung und Kultur 

    Im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie“ werden drei besondere Projekte gefördert – mit dem Ziel, Demokratie zu stärken und zu unterstützen. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Es sind drei besondere Projekte, die mit einem Förderbescheid der Initiative „Partnerschaft für Demokratie“ (PfD) bedacht wurden und die der Erste Stadtrat Marius Schmidt, Oliver Schmitt, Vorsitzender des Begleitausschuss PfD, und Jennifer Fröhlich vom Fachdienst Bildung, Jugend und Kultur der Stadt Lampertheim vorstellten. Bescheide in Höhe von insgesamt rund 14.000 Euro erhielten die katholische Frauengemeinschaft Lampertheim, das Diakonische Werk und „Place e.V.”

    „Seit 2022 besteht die Partnerschaft für Demokratie. Wir fördern aus dem Programm ‚Demokratie leben!‘ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Projekte für Vielfalt”, leitete Marius Schmidt ein. „Wir sind froh, dass das Programm so gut ankommt, unsere Arbeit im Gemeinwesen trägt Früchte und wir erhalten mehr Förderanfragen. Dies ist hinsichtlich einer toleranten, friedlichen Gesellschaft wichtig.” Alle drei nun geförderten Projekte sind im Bereich Kultur angesiedelt, wie Oliver Schmitt ergänzte. „Wir wollen auf verschiedenen Ebenen Begegnung mit Demokratie schaffen.” Es stehen übrigens noch Fördermittel für dieses Jahr zur Verfügung, weitere demokratiefördernde Aktionen sind daher gerne gesehen. 

    Aktionen wie jene der katholischen Frauengemeinschaft Lampertheim (kfd): Diese setzt sich mit ihren 150 Mitgliedern für Frauen in Gesellschaft, Politik und Kirche ein, aktuell besonders zum Thema „gleich und berechtigt in der Kirche”. Mit den Mitteln der PfD wird aber ein besonderes Projekt umgesetzt: Für den „Orange Day”, dem Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen, wird ein besonderes dokumentarisches Theater organisiert. Dieses wird am 24. November in der Aula des Lessing-Gymnasiums zu sehen sein. Sechs Schauspielerinnen der Bühne für Menschenrechte aus Berlin präsentieren das Stück „KEINE MEHR”. Hierin erzählen drei Frauen von Gewalt und ihren Erfahrungen. Sie sind Expertinnen, die selbst betroffen sind, ihre Erfahrungen verarbeiten, einordnen und damit in der Lage sind, ihre Betroffenheit zu kontextualisieren. Die Aufführung, die in Kooperation mit der kfd Bürstadt und den Gleichstellungsbeauftragten von Bürstadt und Lampertheim erfolgt, ist dreisprachig – entweder auf Deutsch oder Englisch mit der anderen Sprache als Untertitel sowie immer mit türkischem Untertitel. 

    „5 minutes for democracy” heißt das Projekt von Place e.V.. Fiston Niyomugabo und Amour Agon vom Communication Team von Place e.V. zeigten sich sehr glücklich und stolz, ihr Projekt vorstellen zu können und gefördert zu werden. Von April bis September wird ein Videoprojekt zum Thema Demokratie durchgeführt, welches auf YouTube zu sehen sein wird. Aus einem Fragenkatalog aus zehn Fragen wird Lampertheimer Bürgern in der Innenstadt jeweils eine Frage gestellt und hierzu ein entsprechender Videoclip aufgenommen. Mit dem Projekt soll Demokratie aktiv gefördert werden und sichtbar gemacht werden, dass es vielfältige Perspektiven gibt. Auch die Inklusion wird ein Thema sein. „Auf die Ergebnisse bin ich sehr gespannt”, betonte Marius Schmidt. 

    Das Diakonische Werk wollte eigentlich im Rahmen des Hessischen Familientages eine besondere Ausstellung durchführen, die aufgrund ihrer Relevanz nun aber an einem anderen Termin stattfinden wird, auch wenn Ort und Zeitpunkt noch nicht genau feststehen. Gemeinsam mit „Design Democracy” soll im Rahmen einer Poster-Ausstellung das klassische Familienbild aufgebrochen werden, teilweise auch mit provokanten Aussagen. Hierzu können online auch eigene Poster erstellt werden. Zu diesem wie zum Projekt der kfd werden zeitnah zu den jeweiligen Veranstaltungen weitere Informationen folgen. Benjamin Kloos

     

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