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  • Mo., 09. März 2020, 10:23 Uhr
    Lebendige Kultur des Ehrenamts beim 10. Anerkennungsabend für Ehrenamtliche 

    „Sie sind uns wichtig“

    Da war Bürgermeister Gottfried Störmer froh - wie von Zauberhand war der 50-Euro-Schein wohlbehalten zu ihm zurückgekehrt. Mitmachen und Spaß haben war bei der „Phenomen Show“ des Zauberteams Flick Flack angesagt. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Den ersten großen Applaus beim 10. Anerkennungsabend für Ehrenamtliche spendeten die 850 Besucher am Samstagabend als Bürgermeister Gottfried Störmer in seiner Eröffnungsrede in der fast vollen Hans-Pfeiffer-Halle erklärte, warum die Veranstaltung trotz Coronavirus nicht ausfiel. Diese Entscheidung sei abgewogen worden und mit Blick auf den vollen Veranstaltungskalender sei eine Verschiebung auch nicht möglich gewesen. „Sie sind uns wichtig“, bekräftigte der Bürgermeister seine Aussage gegenüber den Ehrenamtlichen im Saal. Eine neue Spielregel, abweichend von der Norm, gab er bekannt – den Verzicht aufs Händeschütteln. Ansonsten blieb alles wie es von den unterhaltsamen Anerkennungsabenden in guter Erinnerung ist. „Feiern wir zusammen und freuen uns, dass es uns gut geht“, rief Störmer den Ehrenamtlichen in bester Stimmung zu. Zur Begrüßung am Saaleingang wurden die Besucher von Bürgermeister Störmer und seiner Ehefrau Sabine sowie Spargelkönigin Alina-Sophie I. und freundlichen Helfern aus der Verwaltung nicht mit Handschlag empfangen, erhielten jedoch eine süße Aufmerksamkeit in Form golden verpackter Knusperkugeln. Bürgermeister Störmer wandte sich mit großer Anerkennung an die Ehrenamtlichen in Vereinen, in der Lokalpolitik, bei den Rettungsdienste, Selbsthilfegruppen und sonstigen Zusammenschlüssen mit der Frage: Reicht die Ehre? Störmer buchstabierte die Ehre mit Einsatz, Hoffnung, Respekt und Ehrgeiz. Gemeinsam sei allen Ehrenamtlichen: „Sie arbeiten viel, sie arbeiten hart und werden nicht bezahlt“. Ein Geben und Nehmen sei die ehrenamtliche Tätigkeit, auch eine persönliche Bereicherung hinsichtlich Verstand, Mut und Einfühlungsvermögen. „Sie sind unsere besten Werbeträger, Sie sind die Botschafter des Ehrenamtes“, bekräftigte Störmer die Bedeutung der Ehrenamtlichen, die zudem dringend benötigte Vorbilder seien. Zwei Organisationen stellte Störmer als Beispiele für das vorbildliche ehrenamtliche Engagement vor: Als der AZ-Vogelpark vor dem Aus stand habe sich eine Gruppe junger Menschen in den Vorstand wählen lassen und den Park neu aufgestellt.

    Die Kreissäge hatte ganze Arbeit geleistet. Am Ende war die Dame guter Dinge und das Publikum spendete begeistert Beifall. Foto: Hannelore Nowacki


    Den Herausforderungen durch den Wandel der Gesellschaft habe sich das Lampertheimer Bündnis für Demokratie gestellt. „Vielen Dank dafür“, sagte Störmer und machte deutlich: „Bei uns in Lampertheim ist kein Platz für Hass und Rassismus“. Eine Bitte hatte Störmer noch, bevor er den „gemütlichen Teil des Abends“ mit Zauber, Magie und Illusionen ankündigte – nicht nachzulassen im Engagement und Vorbild zu sein für diejenigen, die das Ehrenamt noch nicht für sich entdeckt haben. Eintauchen ins Reich der Mysterien, in die Welt von „Phenomen“ folgte. In der etwa anderthalbstündigen Show sah das Publikum Zauberei, garniert mit lustigen Kommentaren des Zauberduos Peter Karl und Klaus Grunewald, die das Publikum zum Lachen brachten. Bei Mitmachaktionen war das Publikum aus der ersten Reihe gefragt. Bürgermeister Störmer sah zu, wie sein 50-Euro-Schein kurzfristig auf 5 Euro verkleinert wurde und Spargelkönigin Alina-Sophie I. prüfte mit aller Kraft ein Seil. Madeleine aus der zweiten Reihe hatte der Zauberer der Spielkarten entdeckt. Atemberaubende Szenen des Flick Flack Zauberteams stellten an die Beobachtungsfähigkeiten des Publikums höchste Ansprüche, doch wirklich lösen ließen sich die rätselhaften Vorgänge nicht. Eine Jungfrau wurde fachgerecht zersägt, ein Riesenventilator und eine beachtliche Kreissäge waren in Aktion und schließlich schwebte ein Tisch wie von Geisterhand geführt über die Bühne. Bekannt aus vielen Fernsehsendungen, bescherte Peter Karl als holländischer Entertainer Ted Louis dem Publikum ungezählte heitere Momente. Ein Lob erhielt die Stadt Lampertheim vom Zauberer Peter Karl, der Anerkennungsabend sei eine tolle Idee. Nach der Show waren die Besucher von Bürgermeister Störmer zum gemütlichen Beisammensein bei Sekt, Saft und Gebäck eingeladen, eine Einladung die gerne angenommen wurde und zu lebhaften Gesprächen führte. Hannelore Nowacki

     

     

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