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Di., 13. Januar 2015, 12:36 Uhr
Neujahrsempfang der CDU im Alten Rathaus in bester Stimmung
Signal für heiße Phase des Landratswahlkampfes
Gruppenfoto der geehrten Mitglieder (außer Steffan Karl) mit der Parteiprominenz aus Bund und Land sowie mit dem Landratskandidaten der CDU. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Die heitere Atmosphäre beim traditionellen Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbandes im Alten Rathaus passte zum schönen Sonntagswetter. Die Redner wollten dem Vergnügen am kalten Büffet nicht allzu lange im Wege stehen, aber ein ausführlicher Rückblick auf das vergangene Jahr mit Blick auf das große Ganze in Deutschland und der Welt musste sein, auch die Kommunalpolitik bietet im Rückblick wie in der Vorschau einiges Konfliktpotenzial. Walter Kirsch, Vorsitzender des Stadtverbandes der CDU Lampertheim, ging in seiner Begrüßungsansprache auf die aktuellen Vorgänge in Frankreich und die Terrorgefahr in Deutschland ein, streifte die Mütterrente, die bereits im Wahlprogramm stand, und kündigte den CDU-Kandidaten für die Landratswahl Christian Engelhardt als Redner an, der noch bei einer Veranstaltung in Heppenheim war. Edwin Stöwesand, CDU-Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung, nahm den desolaten städtischen Haushalt aufs Korn, der allein schon durch die Ausgaben für die Kinderbetreuung in Höhe von 6,2 Millionen Euro belastet sei. Wie soll es mit dem Schwimmbad weitergehen? Auch diese Frage stellte Stöwesand mit Blick auf den jährlichen Zuschuss in den Raum. Auch die Kommunalwahlen im nächsten Jahr rücken immer näher. Als Gastredner sprach der Bundestagsabgeordnete und parlamentarische Staatssekretär Dr. Michael Meister (CDU) zum Thema Grundfreiheiten mit Glaubensfreiheit, Presse- und Meinungsfreiheit, die im Grundgesetz und im Wertesystem fest verankert seien. Zu den Vorgängen in Frankreich sagte er: „Wir sind wirklich betroffen“. Aufklären, rationale und politische Antworten auf die Ängste von Bürgern finden, sind seine Empfehlung für den Umgang mit Pegida-Demonstranten. Ein Gebot der Nächstenliebe sei es, den Flüchtlingen zu helfen, die in ihrer Not zu uns kommen. Auch die Lage in Europa, auf dem Arbeitsmarkt mit jetzt 42,6 Millionen Erwerbstätigen und die derzeit hohen Steuereinnahmen und die Schuldenbremse machte Meister zum Thema. Bürgermeister Gottfried Störmer dankte den Parteien in seinen kurzen Grußworten für die Zusammenarbeit und die Streitkultur, die in Lampertheim stets den Menschen achte und das Zusammensein auf der menschlichen Ebene nicht beeinträchtige. Im neuen Jahr sieht Störmer die Infrastruktur mit dem möglichen Ausbau der B 47, der Ostumfahrung im vierten Bauabschnitt als Lückenschluss, die Breitbandversorgung wie auch die Flüchtlingsunterbringung und die Integration der Flüchtlinge in die Gesellschaft als große Themen. Dann kam der Landratskandidat, um ein paar Sätze zum Wahlkampf zu sagen, der nun in die heiße Phase komme. „Ohne Kommunen ist kein Staat zu machen“, ist sein Credo. Auch habe der Bürger hier den Vorteil, durch die direkt gewählten Lokalpolitiker auf ihre persönliche Lebensgestaltung Einfluss nehmen zu können. Landtagsabgeordneter Alexander Bauer (CDU) steuerte mit heiteren Reimen über die Zufriedenheit in Hessen und im Landkreis die letzten Worte im Redereigen bei. Fünf Mitglieder wurden für ihre langjährige Parteimitgliedschaft geehrt: Rolf Kiefer (50 Jahre), Steffan Karl (40 Jahre), 25 Jahre sind Rolf Lang, Franz Korb und Gabriele Gutschalk der Partei treu. Als unermüdlicher Organisator vieler Wahlen, der immer zur Stelle ist, wenn er gebraucht wird, wurde Vorstandsmitglied Detlev Reppert mit einer Urkunde geehrt. Hannelore Nowacki