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  • Di., 18. September 2018, 11:45 Uhr
    Kanute des WSV Lampertheim zeigt bei Olympic Hope Games in Polen sein Können

    Simon Specht holt im Team Gold und Silber für Deutschland

    Mit dem Vierer konnte sich Simon Specht (2.v.l.) über die Silbermedaille über 1000 Meter freuen. Foto: oh


    LAMPERTHEIM – Schon die Qualifikation die Olympic Hope Games war eine tolle Leistung von Simon Specht vom Wassersportverein Lampertheim. Nach einem kurzen Trainingslager in Kienbaum ging es zum Wettkampf nach Poznan  in Polen. 36 Nationen hatten gemeldet, darunter auch die Topkanunationen Ungarn, Weißrussland und natürlich die Heimmannschaft aus Polen. Die Olymic Hopes Games sind meist stärker besetzt  als Weltmeisterschaften, da jede Nation zwei Boote pro Disziplin an den Start bringen darf.

    Der erste Tag war gleich der härteste für Simon Specht: Fünfmal musste er die 1000-Meter-Strecke absolvieren, um an die ersehnte Medaille zu kommen. Auf der 1000-Meter-Strecke durfte er auch im Einer an den Start gehen – eine große Ehre, aber natürlich ist dieses auch das mit Abstand das schwerste Rennen. Simon Specht konnte mit gewohnt guter Rennvorbereitung die Vorrennen gut überstehen und erreichte das Finale. Damit wären viele zufrieden gewesen, nicht so der Lampertheimer: Er änderte sein Renntaktik, die immer auf einen tollen Endspurt auslegt ist, und griff etwas früher an. So erkämpfte er sich nur wenige Meter vor dem Ziel  Platz 3, doch die Kräfte reichten nicht ganz, um die Medaille zu verteidigen. Aber der vierte Platz unter den besten der Welt ist ein Superergebnis.

    Auch im 1000-Meter-Vierer saß Simon Specht im Boot und erreicht mit dem Flaggschiff des Deutschen Kanuverband problemlos das Finale. Das deutsche Boot mit Simon Specht erreichte unter dem Jubel vor Ort und den  Fans in Lampertheim, die alles im Internet mit verfolgten, die Silbermedaille.

    Am zweite Tag wurde die Rennen über die 500-Meter-Strecke absolviert, Simon Specht saß wieder im Vierer. Im Vorlauf lief noch alles ordentlich, leider konnten die Jungs ihr Potenzial im Semifinale jedoch nicht abrufen und schieden aus.

    Wie würde Simon Specht dies verkraften? Diese bange Frage stellten sich die Trainer. Aber sie wussten auch: Wenn einer so was wegsteckt, dann Simon.

    Der Sonntag war der letzte Wettkampftag und die Rennen ginge über 200 Meter. Dass Simon Specht auch hier einen Einsatz bekam, zeigt, dass er auf allen Strecken ein Spitzenathlet ist. Er fuhr im Zweier zusammen mit Thorben Illtz vom Ski- und Kanuclub Lünen. Auf 200 Metern kommt es sehr auf den Start an, nicht die ganz große Stärke von Simon Specht. Im Vorlauf ging gleich auch etwas daneben, die ersten Schläge nicht 100-prozentig, aber dennoch reichte es es zum Vorlaufsieg mit Bestzeit von allen Läufen. Im Semifinale hieß es jetzt Daumen drücken: Nur zwei Boote erreichten das Finale, aber das war wieder kein Problem für das deutsche Boot und wieder gab es einen Sieg in Bestzeit. WhatsApp glühte in Lampertheim und jeder, der sich im Sport auskennt, weiß: Alle Vorleistungen interessieren in einem Finale nicht, es kommt auf dieses Rennen an. Doch dann die Erlösung: Gold für Simon Specht und Thorben Illtz und der Jubel kannte keine Grenzen!

    Simon Specht, der in Lorsch wohnt, kam durch die Ferienspiele Delta Kids zum Wassersportverein und hatte von Anfang an sehr großen Spaß, man darf gespannt sein, wo dieser Spaß endet. zg

     
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