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  • Do., 06. September 2018, 07:58 Uhr
    Wassersportverein bereitete dem Nachwuchs nach Deutscher Meisterschaft begeisterten Empfang

    Simon Specht mit Silber und Bronze auf internationalem Kurs

    Beste Stimmung im Team nach der Deutschen Meisterschaft im Kanu-Rennen in Hamburg. Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – Fünf Wettkampftage hatten die dreizehn jungen Sportler des Wassersportvereins Lampertheim (WSV) auf der Regattastrecke in Hamburg- Allermöhe am Sonntag hinter sich und schon am nächsten Tag hatte ihr Verein Eltern, Trainer und Mitglieder zum Sportlerempfang eingeladen. Wie schon bei der Feier nach den Süddeutschen Meisterschaften war das Wetter auch beim Sportlerempfang nach der 97. Deutschen Meisterschaft im Kanu-Rennsport sommerlich warm, ideal für den Umtrunk im Grünen auf dem Vereinsgelände am Altrhein, der in der Abendsonne glitzerte. „Wir haben sehr gute Ergebnisse erzielt“, freute sich Erika Gabler, Erste Vorsitzende des Wassersportvereins, in ihrer Begrüßungsansprache. Glück habe man mit dem Wetter gehabt, nur einen Tag Regen. Großes Lob hörten die Nachwuchssportler von ihrer Vorsitzenden: „Ihr habt euch optimal vorbereitet, ich bin stolz, was ihr geleistet habt“. Besonderen Dank sprach sie den Eltern und Sponsoren für ihre Unterstützung aus. Bei der 97. Deutschen Meisterschaft im Kanu-Rennsport waren 114 Vereine gemeldet, eine starke Konkurrenz bei 2500 Starts, von denen Gabler berichtete. Auch nach Einschätzung von Sportwart und Trainer Dieter Brechenser haben sich die Lampertheimer Kanuten erfolgreich behaupten können, auch könne der WSV als einer der besten Wassersportvereine in Deutschland gelten. Seine Eindrücke von der Deutschen Meisterschaft fasste Sportwart Brechenser in einem humorvollen Vortrag  zusammen, der den daheimgebliebenen Zuhörern die sportlichen Leistungen der jungen Sportler und auch die kleinen Begebenheiten am Rande und Widrigkeiten auf dem Wasser  unterhaltsam nahebrachte. Da die Rennen auch im Livestream im Internet zu sehen und einige Eltern nach Hamburg mitgefahren waren, konnte Brechenser an gemeinsame Erinnerungen anknüpfen. „Die Deutsche Meisterschaft ist etwas ganz Besonderes – und ist besonders hart“, erklärte er zu Beginn, zumal die Trainer und die Sportler sehr früh aus dem Bett mussten, die Sportler zum Warmpaddeln. Über die fünf Tage hinweg hätten der Wettkampfgeist und die volle Konzentration auf die Sache angehalten, lobte Brechenser den sportlichen Einsatz, der nur am ersten Tag unter hohen Wellen und Gegenwind litt, der bei den kleinen Booten zu Ausfällen geführt habe. Am zweiten Tag habe es 19 Rennen mit dem Team gegeben. Alle fünf Minuten ein Start und Läufe bis zu 25 Minuten führten beim 5000-Meter-Rennen zum Chaos, beschrieb Brechenser die Lage, die durch 15 Wendebögen vollkommen unübersichtlich geworden sei. Eine Neuerung,  von der sich die Organisatoren für die Zuschauer mehr Attraktivität versprochen hätten. Im Einzelnen stellte Brechenser die Platzierungen vor. Philipp Reiber, einer der Jüngsten, habe im Vorlauf den Süddeutschen Meister geschlagen. Bei den Schülerinnen sei Franka Thierfelder ein toller 5. Rang gelungen, Klara von Allwörden habe ihr bestes Rennen gehabt. Beide seien im Vierer-Team Hessen auf einen guten 8. Platz gekommen. „Beide haben sich gut geschlagen“, berichtete Brechenser von den Junioren Merlin Treuer mit dem 4. Platz im 200-Meter-Endlauf  B und Marcel Blum, der seine Sprinterqualitäten bewies. Ebenfalls erfolgreich im Finale B sei Janik Soballa mit Platz 6 gewesen. Der sechzehnjährige Simon Specht war auf allen Strecken Finalteilnehmer und hat die Medaillen mitgebracht: Silber auf der 1000-Meter-Strecke und Bronze auf 500 Metern. Auf 200 Metern erreichte er den 4. Platz. Auf der 5000-Meter-Strecke habe er um Gold gekämpft und auf den letzten Metern kräftig angegriffen, den Sieg schon vor Augen, kenterte er nur fünf Meter vor dem Ziel. Doch dank seiner Leistung vertritt er den Deutschen Kanu-Verband (DKV) bei den Olympic Hope Games im polnischen Poznan vom 15. bis 17. September. Zum Einkleiden und Trainingslager müsse er sich bald auf den Weg machen. Brechenser sieht den WSV mit Simon Specht auf einem Weg wie vor Jahren mit Olympiasiegerin Nicole Reinhardt. „Der Anfang ist gemacht: Simon fährt international“. Bei den Olympic Hope Games werde er auf die internationale Sportlerelite treffen. Brechenser sprach die harte Konkurrenz durch Sportler an, die in deutschen Sportinternaten und Leistungszentren fast wie in einem Vollzeitjob trainieren. Anders sei es in Lampertheim: „Wir müssen nicht so breit trainieren“. Beispielsweise werde vor dem Schulunterricht trainiert. Man müsse andere Wege zum Erfolg finden. Hannelore Nowacki


     

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