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  • Do., 13. August 2020, 12:40 Uhr
    WSV: Erfolgreiche Teilnahme an Deutschen Meisterschaften im Kanurennsport

    Simon Specht neuer Deutscher Vizemeister

    Simon Specht trotze allen Problemen und sicherte sich den Deutschen Vizemeistertitel über 500 Meter. Foto: oh


    LAMPERTHEIM – Eine sehr unschöne Saison 2020 hat für Simon Specht eine gutes Ende genommen: Er wurde Deutscher Vizemeister der Junioren über die 500-Meter-Strecke. 

    Lange sah es so aus als gäbe es 2020 gar keine Wettkämpfe, doch mit der Aufteilung der Deutschen Meisterschaften in drei Teile konnte man die Hygienekonzepte der Städte erfüllen. Los ging es für die Junioren und Leistungsklassefahrer in Duisburg. Der Wassersportverein fuhr mit vier Sportlern zu dieser Meisterschaft, die ganze nationale Elite hat für dieses Event seine Meldung abgeben. Rennen gab es nur in den Einern, Mannschaftsboottitel gibt es 2020 nicht. 

    Durch viele Meldungen waren der Qualifikationsmodus äußerst hart. Aus dem Vorlauf kamen nur vier Kanuten weiter, für den Rest war zuschauen angesagt.

    Björn Barthel, der Leistungsfahrer des Wassersportvereins, durfte sich mit mehreren Olympiasiegern und Weltmeistern messen – und das machte er sehr erfolgreich: So schaffte er über 200 und 500 Meter den Einzug in das Finale B und belegte dort sechste Plätze.

    Heiko Graef und Lucas Gotha sind erst 2020 in die Juniorenklasse aufgestiegen und wehrten sich mit allen Kräften gegen die Konkurrenz. Das beste Ergebnis für Lucas Gotha was der achte Platz im Finale B über die 200 Meter. Sein Mannschaftskollege Heiko Graef kam über die 500 und 1000 Meter ins Finale D und konnte sich über zweite Plätze freuen.

    Das Aushängeschild des Wassersportvereins Simon Specht zeigte sein Ausnahmetalent: Ohne Probleme überstand er alle Vor- und Zwischenläufe. Sein erstes Finale war der Einer über 200 Meter – nicht die Spezialstrecke von Simon Specht – aber er fuhr ein tolles Rennen und kam als Fünfter ins Ziel, nur 0,3 Sekunden von der Medaille entfernt. 

    Groß waren die Hoffnungen über die 1000-Meter-Strecke: Nach einem sehr langen Tag mit vielen Rennen und Aufenthalt bei 36 Grad fühlte sich Simon gar nicht wohl, es plagten ihn Kopf- und Magenschmerzen. Trotzdem fuhr er in der Spitze im Rennen mit; nur sein gefürchteter Endspurt kam diesmal nicht. Er errang einen fünften Platz, doch Simon Specht war untröstlich, denn er sah auch seine Chance auf die Nationalmannschaft auf dem Nullpunkt. 

    Am dritten Wettkampftag standen dann alle Vor- und Zwischenläufe über 500 Meter an. Simon Specht legte allen Frust vom Vortag ab und zeigte wieder gute Qualifikationsläufe. Diesmal war zwischen den Rennen etwas mehr Zeit und man fuhr zurück in die Unterkunft, um besser zu regenerieren. Im Finale hatten nach den Vorlaufzeiten sieben Sportler das Leistungsvermögen, ganz nach vorne zu fahren. Für Simon Specht auch eine extreme nervliche Belastung – er musste mindestens Zweiter werden, um 2020 das Nationalmannschaftstrikot tragen zu dürfen. Aber er zeigte wieder mal, dass er ein besonderer Sportler ist und fuhr bis 50 Meter vor dem Ziel im Mittelfeld. Doch diesmal zündete wieder sein Turbo und er fuhr mit nur 0,3 Sekunden Rückstand ins Ziel. Kleiner Ärger über die knappe Niederlage, doch dann große Freude über die errungene Medaille – und nach der Trainerratssitzung kam die Nachricht: Simon Specht ist Mitglied der Nationalmannschaft 2020.  zg

     
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