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  • Di., 03. Mai 2022, 14:20 Uhr
    ERICH-KÄSTNER-SCHULE: Bürgerstiftung Bürstadt und Rotary Club Lampertheim spenden Schulrucksäcke und -materialien

    Sinnvolle Willkommensgeste für Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine

    Am Dienstag bekamen die ersten Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine, die die EKS besuchen, Schulrucksäcke überreicht – finanziert durch die Bürgerstiftung Bürstadt und den Rotary Club Lampertheim und sehr zur Freude des Kollegiums der EKS. Foto: Benjamin Kloos


    BÜRSTADT – Viele Menschen, darunter vor allem Frauen und Kinder, sind aus der Ukraine vor dem russischen Angriffskrieg geflüchtet. Und so wurden auch in der Erich-Kästner-Schuler in Bürstadt Kinder aus der Ukraine aufgenommen und besuchen dort den Unterricht – aus sprachlichen Gründen zunächst in einer Intensivklasse. Damit diese Jugendlichen einen guten Start ohne Benachteiligung in das Schulleben haben, wurden seitens der Bürgerstiftung Bürstadt und des Rotary Club Lampertheim insgesamt 20 Schulrucksäcke finanziert, die mit linierten und karierten Schreibblöcken, einem Mäppchen samt Inhalt und einer Trinkflasche gefüllt sind. Fünf dieser Rucksäcke werden dabei der Schillerschule zur Verfügung gestellt. Am Dienstag wurden die ersten Rucksäcke an Schülerinnen und Schüler überreicht.

    Schulleiterin Stephanie Dekker erläuterte, dass die Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine ohne Grundausstattung für den Unterricht und häufig von einem Tag auf den anderen ankämen. „Wichtig ist, dass sie möglichst schnell am Unterricht teilnehmen können. Unsere Sozialpädagogin hat einen Antrag zur Unterstützung gestellt und sofort die Zusage bekommen. Damit können die Kinder loslegen und ohne Nachteile am Unterricht teilnehmen.” Derzeit besuchen acht Kinder aus der Ukraine die EKS, zwei weitere sind bereits zugewiesen und weitere Kinder könnten folgen. „Die Kinder können hier bleiben und Deutsch lernen, hierzu haben wir die Intensivklassen.” Für diese ist Jutta Bals verantwortlich, neben 22 Stunden Deutschunterricht werden die Schüler auch acht Stunden in den Regelklassen unterrichtet. „Es gilt, Sprachbarrieren abzubauen. Die Intensivklassen werden von Kindern aus unterschiedlichen Ländern und unterschiedlichen Vorkenntnissen besucht – nun auch aus der Ukraine. Wichtig ist uns, von Anfang an den Kontakt zu den Regelklassen herzustellen, damit sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig kennen lernen können und diese ins Vereinsleben oder auch bei Besuchen des Jugendhauses mit einzubinden. Schön ist, dass die Rucksäcke dabei auch ideal für Sport geeignet sind. Denn eines ist bei allen Unterschieden bei allen Jugendlichen gleich: Sie freuen sich, mitmachen zu können und sind sehr dankbar.” Neben den Rücksäcken wäre auch die Anschaffung von Wörterbüchern wichtig und sinnvoll – hier für wären Geldspenden gerne gesehen, um die entspreche benötigen Sprachkombinationen besorgen zu können.

    Frank Kaus begründete die Unterstützung seitens des Rotary Club, dass „der Überfall von Russland auf die Ukraine täglich unsägliches Leid hervorruft. Besonders Mütter und Kinder fliehen und es gilt, diesen Menschen, die hier ankommen, zu helfen. Unser Ziel ist es, Hilfsbedürftige und besonders Kinder zu unterstützen und Gutes zu tun. Daher haben wir nicht lange überlegt, als die Anfrage zur Unterstützung kam und haben ebenso wie die Bürgerstiftung 500 Euro zur Verfügung gestellt.” Für die Bürgerstiftung Bürstadt ergänzte Rüdiger Engert, dass die Rucksäcke „eine Willkommensgeste sind, um die Kinder und Jugendlichen zu begrüßen. Dies ist ein Tropfen auf den heißen Stein und wir werden weiterhin unterstützen. Die Bürgerstiftung ist lokal verankert, wobei gerade Kinder und Jugendliche unterstützt werden. Danke an die Bevölkerung für die bisherige Unterstützung, wir freuen uns über weitere Spenden um hier wichtige Hilfe leisten zu können.“

    Zum Abschluss hatten die Bürgerstiftung und der Rotary Club Club eine gute Nachricht für die EKS: Sollten die Rucksäcke nicht ausreichen, werden selbstverständlich gerne weitere zur Verfügung gestellt, um allen Schülerinnen und Schülern aus der Ukraine gleiche Chancen einräumen zu können. Benjamin Kloos

     

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