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Di., 14. März 2017, 09:07 Uhr
Bürgermeister im Mittelzentrum Ried und Einhausen wollen Tourismus auf Touren bringen
So macht Radfahren Spaß – auf Erlebnis-Route im Ried
Mit dem Fahrrad in den Sonnenuntergang – auf der Erlebnis-Route im Ried ein wahrer Genuss. Foto: pixabay.comBIBLIS – Fahrradfahren in schöner Landschaft macht Spaß, besonders im Ried mit seinem gut ausgebauten Fahrradwegenetz gehört das Radfahren zur Lebensqualität. Doch auch Fahrradtourismus findet hier statt, bewegt sich jedoch bislang an den Städten und Gemeinden im Ried eher vorbei. Warum sollte man abbiegen? Auf diese Frage haben die Rathauschefs der Riedkommunen eine Antwort: Weil es gastronomische und kulturelle Angebote, Sehenswürdigkeiten und Erlebnismöglichkeiten gibt. Allerdings müssen diese Angebote bekannt sein, Informationen für die Ausflugsplanung müssen leicht zu finden sein, auch mobil und unterwegs. Schlanke blaue Säulen am Fernradweg entlang des Rheins und Altrheins stehen für erste Informationen bereit. Doch das gemeinsame Projekt zur Stärkung des Fahrradtourismus im Mittelzentrum Ried geht weiter und wagt neue Wege. Bürgermeister Rainer Bersch bemängelte, dass die Wege bisher an Groß-Rohrheim vorbeiführen. Die „Raderlebnisroute Ried“ mit Lampertheim, Bürstadt, Groß-Rohrheim und Einhausen soll in den Hessischen Radroutenplaner aufgenommen werden, der über das Internet alle Informationen und die komfortable Routenplanung bereithält. Auch über Ladestationen für Elektrofahrräder soll informiert werden. Erste Gespräche seien mit dem Verkehrsministerium geführt worden, berichtete Bürgermeister Felix Kusicka bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung. Das Anliegen sei positiv aufgenommen worden, es sei nur noch eine Frage von acht bis zwölf Wochen bis alles geregelt ist.
Bürgermeisterin Barbara Schader (Bürstadt), Bürgermeister Gottfried Störmer (Lampertheim), Bürgermeister Rainer Bersch (Groß-Rohrheim) und in Vertretung des Bürgermeisters aus Einhausen Stefan Grimm, Abteilungsleiter Personal, EDV und Organisation, tagten im Bibliser Rathaus zum Thema Fahrradtourismus. Foto: Hannelore Nowacki
Das Ministerium will neben der virtuellen Routenführung auch eine Beschilderung haben. Ist der Fahrradtourismus ein umsatzstarker Faktor für unsere Kommunen? Mit dieser Frage befassten sich die Rathauschefs bereits seit einigen Wochen. Im Bibliser Rathaus trafen sie sich am Montag zur Projekt-Besprechung im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit. Teilnehmer waren Bürgermeisterin Barbara Schader (Bürstadt), Bürgermeister Gottfried Störmer (Lampertheim), Bürgermeister Rainer Bersch (Groß-Rohrheim) und in Vertretung des Bürgermeisters aus Einhausen Stefan Grimm, Abteilungsleiter Personal, EDV und Organisation. Den Verwaltungen liegen Studienergebnisse vor, die den Wirtschaftsfaktor Fahrradtourismus mit Zahlen belegen. Demnach geben Fahrradtouristen pro Tag und Kopf 16 Euro aus, wenn sie übernachten sogar rund 65 Euro. Da die Fahrradtouristen im Ried ideale Bedingungen vorfinden, blicken die Bürgermeister sehr zuversichtlich in die Zukunft. Anders als an der Bergstraße oder im Odenwald liegen im Ried die Wege ohne Steigungen stets in der Ebene, schöne Landschaften am Fluss, Wald und Flur mit Kräuter- und Spargelfeldern laden die Fahrradausflügler ein. Eisdielen und Biergärten locken innerorts. „Wir haben sehr viel zu bieten“, betonte Bürgermeisterin Barbara Schader, in Bürstadt beispielsweise die alla hopp!-Anlage. Weitere Informationen seien auch auf den jeweiligen Internetseiten der Kommunen im Ried zu finden. In Lampertheim arbeite man seit über einem Jahr am eigenen Tourismuskonzept, berichtete Bürgermeister Gottfried Störmer, der insgesamt die gute Zusammenarbeit der Bürgermeister lobte – man verstehe sich sehr gut. Hannelore Nowacki