Erster NABU-Fotowettbewerb motivierte 40 Teilnehmer zum Blick in die Natur
So schön ist die Natur in Lampertheim
Die Preisträger des Fotowettbewerbs, die zur Preisverleihung ins grüne Paradies des NABU-Vereinsgeländes gekommen waren. Wer nicht selbst teilnehmen konnte, schickte eine Vertretung. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – „Wilde Natur – Lampertheim mit den Augen wahrnehmen und die Pflanzen- und Tierwelt fotografieren“war das Thema für den ersten Fotowettbewerb der NABU-Ortsgruppe Lampertheim. Das Ergebnis ist beeindruckend – die etwa 40 Teilnehmer hatten bei ihren Streifzügen durch die Lampertheimer Natur und im eigenen Garten von Anfang Juni bis Ende Juli vieles entdeckt, was nun in ihren Bildern zu bestaunen ist. Überwältigt von der Resonanz und der Vielfalt der fotografisch besonders gelungenen Aufnahmen sei ihnen die Auswahl der Siegerplätze schwer gefallen, erklärte NABU-Vorsitzende Andrea Hartkorn, die mit den anderen NABU-Juroren die Preisträger und deren Angehörige auf dem Vereinsgelände am Sandtorfer Weg inmitten der urwüchsigen Natur empfing. Bei den Erwachsenen vergaben sie den zweiten Platz zweimal. Sechs Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 16 Jahren hatten Fotos eingeschickt, sie alle wurden mit einem Preis belohnt, eine Tüte voller Überraschungen. Sylvia Neumann hatte für die älteren Teilnehmer einen Meisennistkasten als Preis ausgesucht, die jüngeren Kinder fanden in ihren Tüten unter anderem Naturbücher, Becherlupen, ein kleines Insektenhotel, eine Futterstation und einen Kinderkompass. Bei der Bücherauswahl habe sie sich an den Fotomotiven orientiert. Fabienne Hedrich freute sich riesig über ihr Bestimmungsbuch der Krabbeltiere. Auch ein Schmuckanstecker war in ihrer Tüte. Ihre Mama bestätigte: Sie ist sehr an Naturbüchern interessiert. Auch Brüderchen André mag die Natur wie sein Foto zeigt. Der zehnjährige Tim Schneider, Stammgast beim NABU, hatte … fotografiert. Und weil er Geburtstag hatte, bekam er zusätzlich zur Tüte ein hübsch verpacktes Geburtstagsgeschenk. Die Erwachsenen fanden in ihren umweltfreundlichen Papiertüten dekorative künstlerische Metallarbeiten, zum Beispiel einen Specht, der an einem Baum befestigt werden kann. Preisträger, die einen Garten haben, können nun einen Nistkasten oder ein mobiles Insektenhotel aufhängen. Das Interesse an Natur ist sehr groß, das haben die Bilder gezeigt, freute sich Hartkorn. Ein Erfolg, an den der NABU wohl mit einem weiteren Fotowettbewerb im kommenden Jahr anknüpfen wird, wie zuhören war. Aufgefallen war, dass in der Coronazeit viele Leute mit einem neuen Blick auf die Natur spazieren gingen, hatten die NABU-Vorstandsmitglieder beobachtet. Einige Preisträger hatten poetische oder erklärende Texte zu ihren Fotomotiven verfasst, die bei der Preisverleihung vorgelesen wurden. Für Siegerin Cara Schweiger „repräsentiert der Teichrohrsänger, zusammen mit dem Schilf, an welchem der Vogel geschickt entlangklettert, am besten die Region des Lampertheimer Altrheins“. Sebastian Weiß, Platz 2, hat die drei Weißstorchteenager am AZ-Vogelpark vor dem Abendhimmel aufgenommen und in Bildern festgehalten, wie die kleinen Weißstörche „langsam, aber sicher von Tag zu Tag erwachsen werden“. Markus Ohlow, ebenfalls Platz 2, hat eine kleine Maus im Schilf seines Gartenteichs erspäht und schreibt: „Sie ist mein kleiner Freund, da sie mich öfter besucht“. Marina Muhr, Platz 3, hatte ein Weibchen des südlichen Blaupfeils entdeckt. Sie beschreibt „ein faszinierendes Tier mit einem perfekten Körper, der besonders an sonnigen Tagen golden auf den Biedensand-Wiesen schimmert“. Beim NABU geht es mit Aktivitäten nach Corona bedingter Pause wieder los. Exkursionen werden noch nicht angeboten. Gabriela Pietraß berichtete vom Keschern vor einer Woche, bei dem die Kinder die gesammelten Tierchen genauer kennenlernten. Bei der Kräuteraktion wie vor zwei Wochen mischen die Kinder Kräuter mit Butter und Quark und lassen sich die frischen Köstlichkeiten schmecken. Weitere Informationen unter www.nabu-lampertheim.de. Hannelore Nowacki