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  • Do., 11. März 2021, 12:40 Uhr
    MAGISTRATSPRESSEGESPRÄCH: Neues kulturelles Angebot auf Domwiese in Planung / Neue Online-Bürgerbeteiligung startet am 15. März / Aktuelle Hinweise zur Kommunalwahl

    Sommerbühne soll Kulturleben bereichern 

    Die Domwiese soll kulturell neu erblühen – mit der Sommerbühne sollen Konzerte, Theateraufführungen und Auftritte von Chören ermöglicht und Kultur und Leben in die Innenstadt geholt werden. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – In Lampertheim bewegt sich etwas – in vielen Bereichen. Dies ist das Ergebnis des jüngsten Magistratspressegesprächs, welches am Donnerstag aufgrund der aktuellen Situation erneut digital stattfand. So wird das Bürgerportal neu gestaltet und gestartet und mit der Sommerbühne gibt es ein mittelfristig angelegtes neues Kulturkonzept, welches schon in diesem Jahr starten könnte, sofern es die aktuelle Maßnahmen erlauben. Darüber hinaus gibt es noch einige Hinweise zur am Sonntag anstehenden Kommunalwahl.

    Die Kultur hat es in Coronazeiten, ebenso wie viele Bereiche der Wirtschaft, besonders schwer. Um hier eine aktive Förderung zu betreiben, wurde die Idee der Sommerbühne Lampertheim geboren. „Entstanden ist diese aus der Kulturpreisverleihung an die Volksbühne heraus, die gesagt hatte, dass sie gerne pandemiekonform in diesem Sommer vor der Domkirche ein Stück spielen würde”, erläuterte der Erste Stadtrat Marius Schmidt. „Wir müssen die Kultur und die lokale Wirtschaft wieder auf die Beine zu stellen. In Viernheim gibt es seit 2006 das erfolgreiche Konzept der Sommerbühne und wir haben uns gedacht, das könnte für Lampertheim passen. Ziel ist es, zwischen dem Spargelfest und der Kerwe einen kulturellen Treffpunkt zu schaffen, der uns Kultur und Leben in die Innenstadt bringt. Hierzu soll auf der Domwiese eine Bühne installiert werden und dort abends über einen längeren Zeitraums Kulturveranstaltungen stattfinden zu lassen.” Viele Gespräche seien bereits geführt worden, die Bühne wird mit einem gastronomischen Partner auf die Beine gestellt und die Stadt liefert das Kulturangebot. „Chöre wollen singen, Theaterabende sind geplant und auch Konzerte – alles aus dem Bereich Kultur kann hier stattfinden”, betonte Marius Schmidt. Sofern es die Coronabedingungen zulassen, soll das Konzept schon in diesem Jahr umgesetzt werden, es ist aber geplant, die Sommerbühne mittelfristig in Lampertheim zu installieren – jeweils in den Sommerferien. Sollte das Format in diesem Jahr möglich sein, soll es um den Termin der Volksbühne gebaut werden. Hierfür wurde 7. August angefragt, allerdings ist derzeit nicht klar, wie und wann die Volksbühne mit Proben beginnen kann.

    Neue Bürgerportal „Lampertheim direkt”

    „Lampertheim ist Bürgerkommune, und wir bemühen uns, diesen Titel mit Leben zu füllen” – dies betonte der Erste Stadtrat Marius Schmidt, der gemeinsam mit Silke Reis eine wesentliche Neuerung im Bereich der Bürgerbeteiligung vorstellte. „Wir haben eine wichtige Veränderung vorgenommen, um digitale Bürgerbeteiligung auf neue und bessere Füße zu stellen. Aus ‚Sag's doch mol’ wird das neue Bürgerportal ‚Lampertheim direkt‘. Denn wir haben uns überlegt, wie wir Bürgerbeteiligung zeitgemäßer und mit direkterer Rückmeldung an die Bürgerinnen und Bürger gestalten können.” Der Mängelmelder laufe sehr gut, „aber im Bereich Ideenmanagement haben wir noch Potential nach oben”, so Marius Schmidt weiter. „Daher starten wir das Bürgerportal neu, mit neuem Namen und neuer Optik. Es wird eine Karte der Ideen geben, auf der Bürgerinnen und Bürger Marker setzen und Ideen einbringen können, beispielsweise den Weihnachtsmarkt in den Stadtpark zu verlegen.”

    Start des neuen Bürgerportals „Lampertheim direkt” ist am 15. März. „Wir starten direkt nach der Kommunalwahl mit einer achtwöchigen Ideensammlung auf dieser Karte, um Ideen in die Verwaltung und in die politischen Gremien einzubringen.” Die Themenbereiche, aus denen ausgewählt werden kann, sind unter anderem Klimaschutz, Wirtschaft, Kuftur und Freizeit, Integration, Bildung sowie Wohnen und Soziales und Mobilität. „Wir zeigen eine klare Haltung, Bürger online direkt beteiligen zu wollen und die Verbindung zu den sozialen Medien und den dortigen Gruppen zu nutzen. In diesen können die einzelnen Themen diskutiert werden, die Abstimmung erfolgt aber über das neue Bürgerportal”, hofft Marius Schmidt auf positive Resonanz und zahlreiche Ideen seitens der Bürger.Das Portal ist zudem auch weiterhin für den Stadtumbau zuständig, neu ist der Bereich Kinder und Jugendliche. „Nutzen Sie unser Bürgerportal um sich aktiv für Lampertheim einzubringen!”, werben Marius Schmidt und Bürgermeister Gottfried Störmer für Ideen.

    Die Ideen der Bürgerinnen und Bürger sollen nun noch besser eingebracht werden können – daher wird aus „Sag's doch mol” das neue Bürgerportal „Lampertheim direkt”. Foto: Stadt Lampertheim


    Kommunalwahl 2021

    Bezüglich der am Sonntag anstehenden Kommunalwahl stellte Bürgermeister Gottfried Störmer klar, dass „wir uns bemühen, dass diese ohne soziale Kontakte stattfindet.” Mit Stand von Donnerstag Vormittag seien 8.357 Briefwahlanträge eingegangen, dies macht bereits jetzt eine Wahlbeteiligung an Gesamtwahlberechtigten von 32,3 Prozent aus – bei der letzten Kommunalwahl waren insgesamt knapp 41 Prozent der Wahlberechtigten wählen. „Die ist bereits jetzt also ein großer Anteil und es wäre toll, wenn viele Menschen noch von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen würden”, hofft Bürgermeister Störmer auf eine gute Wahlbeteiligung. Die Wahlhelfer werden am Sonntag durch entsprechende Schutzmaßnahmen geschützt, ebenso wie die Wähler. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet, anschließend erfolgt die Auszählung, zunächst die der Landratswahl, gefolgt von der Stadtverordnetenversammlung Lampertheim, dem Kreistag sowie der Ortsbeiräte. „Finale Ergebnisse aller Wahlen werden am Mittwoch erwartet. Die Auszählung erstreckt sich über drei Tage. Die Verwaltung hat von Montag bis Mittwoch geschlossen, um die Auszählung in Ruhe und ohne Störung zu gewährleisten. Diese ist öffentlich und wer sie begleiten möchte, sollte sich im Wahlbüro melden”, ergänzte Bürgermeister Störmer.

    Corona-Fall in Stadtverordnetenversammlung

    Bezüglich des Corona-Falls in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung erläuterte Bürgermeister Gottfried Störmer, dass „rund 125 Personen betroffen waren, denen kostenlose PCR-Tests im Testzentrum Behnsheim angeboten wurden. Bisher ist kein weiterer Fall bekannt geworden, dies zeigt dass es richtig war, die Sitzung in die Hans-Pfeiffer-Halle zu verlegen. Zudem hat das Hygienekonzept gegriffen, inklusive Kontakterfassung, Maskenplfiicht während der gesamten Dauer der Sitzung und der Lüftung. Es besteht kein 100-prozentiger Schutz sich anzustecken, egal wo man hingeht. Aber man kann sich entsprechend schützen, daher richte ich nochmals den Appell an alle: Wir müssen wachsam bleiben und die geltenden Regeln beachten, gerade angesichts des wieder steigenden Inzidenzwertes.” Benjamin Kloos

     

     

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