Siebte Blühfläche zum 15-jährigen Bestehen der Lokalen Agenda 21 eingeweiht / Unterstützung durch Schüler des LGL
Sonnenblumen sollen für Hummeln blühen
Hand in Hand für den Naturschutz: Gemeinsam mit Schülern des Lessing-Gymnasiums und Vertretern der Stadt um Bürgermeister Gottfried Störmer weihte der Arbeitskreis Naturschutz, Landwirtschaft und Ressourcen der Lokalen Agenda 21 die mittlerweile siebte Blühfläche ein. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM - Vor 15 Jahren wurde die Agenda 21 in Lampertheim gegründet - anlässlich dieses kleinen Jubiläums wurde am Montag am Küblinger Damm eine Blühfläche initiiert.
Die neue, mittlerweile siebte Blühfläche, hat eine Größe von rund 2.500 Quadratmetern. Mit Hilfe des Landwirtes Herkam Schmidt und dessen Sohn wurde die Fläche zur Aussaat vorbereitet. Die nötige Saatgutmischung ist für eine Blühzeit für eine Dauer von fünf Jahren ausgelegt, im ersten Jahr werden vor allem Sonnenblumen kleine Insekten und besonders auch Hummeln erfreuen, wie Alfred Laut von der Agenda mitteilte.
Besonders erfreut zeigten sich alle Anwesenden angesichts der Unterstützung des Projektes durch den Biologie-Leistungskurs des Lessing-Gymnasiums, die das Gelände vermessen und den Pflanzenbestand protokollieren werden. Zudem ist vorgesehen, dass zwei bis drei Schüler als Paten ein Langzeitprotokoll führen, das die weitere Entwicklung dokumentiert. Aus diesem Grund werden die Schüler aktiv bei der Aussaat mit eingebunden. „Die Schüler lernen so nicht nur im Unterricht das Innere einer Pflanze kennen, sondern direkt vor Ort, wie diese entsteht und wächst", freute sich Bürgermeister Gottfried Störmer, der neben Mitgliedern des Magistrates auch durch den Ersten Stadtrat Jens Klingler begleitet wurde. „Die Stadt ist Ihnen zu großem Dang verpflichtet, für dieses ehrenamtliche und dauerhafte Engagement für die Natur", wandte er sich an die Agendagruppe. Diese gab den Dank für die „Unterstützung und das stets offene Ohr gerne zurück", so Alfred Laut.
Die Agenda 21 ist ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert. Ziel ist es, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung dauerhaft in Einklang mit Umwelt- und Naturschutz zu bringen und somit eine nachhaltige Entwicklung zu verfolgen. Die Lokale Agenda 21 ist eine freie, bürgerschaftliche Bewegung, die auf dem Engagement aller Beteiligten ruht. Sie betätigt sich als Ideen- und Impulsgeber und arbeitet mit allen Beteiligten offenen zusammen. Der Arbeitskreis Naturschutz, Landwirtschaft und Ressourcen im Besonderen hat schwerpunktmäßig die Belange Natur- und Landschaftsschutz im Auge. Zudem fordert er über die politischen Vertreter die Umsetzung von Natur- und Artenschutzrechten ein. Beispielhaft wurden bereits die Anpflanzung von heimischen Gehölzen mit der Unterstützung von Lampertheimer Schulklassen, die Unterstützung bei der städtischen Biotopvernetzung sowie die Sensibilisierung für Natur- und Landschaftsschutz im Außenbereich der Gemarkung umgesetzt.
Die Arbeitsgruppe trifft sich jeden zweiten Dienstag im Monat um 18 Uhr im Alten Rathaus und besteht momentan aus zehn aktiven Mitgliedern. Interessierte Bürger sind jederzeit willkommen. Benjamin Kloos