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  • Mo., 05. September 2022, 09:03 Uhr
    VERGNÜGEN: Kleintierzuchtverein Bobstadt hatte zum Parkfest mit Freilandschau und Tombola eingeladen 

    Sonniges Parkfest für die ganze Familie mit reichhaltiger Speisekarte und zufriedenen Hühnern

    Züchterin Ann-Cathrin Müller und Tochter Mia freuen sich über ihre Familienhühner, zu denen Henrietta mit ihrem seidenweichen Gefieder gehört. Foto: Hannelore Nowacki


    BOBSTADT – Frei und fröhlich war das diesjährige Parkfest beim Kleintierzuchtverein Bobstadt (KZV), nämlich frei von den Corona-Auflagen, die noch im letzten Jahr galten. Das freute nicht nur den 1. Vorsitzenden Jürgen Szekely, der beim Parkfest vor einem Jahr noch mit Tests und Listenführung über die Besucher-App befasst war. Erfreulich bei der Anfahrt auch, dass der Schotterweg auf einer Teilstrecke mittlerweile asphaltiert wurde. Die ersten Gäste kamen zum Frühschoppen, als der Odenwald noch hinter Nebel verborgen lag, doch bald hatte sich die Sonne durchgesetzt und das Mittagessen schmeckte den Gästen am besten unter dem Zeltdach auf einem Schattenplatz. Währenddessen pickten die Hühner ihr Futter in aller Ruhe, ab und zu krähte ein Hahn für das ländliche Flair. Auf der reichhaltigen Speisekarte fanden sich drei Schnitzel-Variationen, mit Kochkäse, nach Wiener Art und als Jägerschnitzel mit frischen Champignons aus der Pfanne, dazu Pommes und Salat. Auch Bratwurst und Currywurst waren geboten. Später öffnete die Kuchentheke mit Kaffee und Kuchen, wie bei allen Speisen, zu genussfreundlichen Preisen. Fünfzehn Helfer hatte der Verein in allen Bereichen aufgeboten. Offizieller Tombolalosverkäufer war Christopher Helfrich, Herr über gut gefüllte Körbe, die Vereinsfrauen bestückt und verpackt hatten. Vor der Stärkung unternahmen viele Besucher einen Rundgang durch die kleine Parkanlage, begrüßt von mehr oder weniger neugierigen Hühnern, die ein zufriedenes Surren hören ließen. Ein Puter zeigte engagiert sein prächtiges Gefieder, das im Gehege selbst kaum Aufmerksamkeit erregte. Interessant sein warziges Faltengesicht in schönen Farben. Tauben gurrten leise, ab und zu tönte der Pfau. Für Kinder ein besonderes Erlebnis. Spaß machte den Kindern auch das Herumtollen mit Roller und Bobbycar auf dem breiten Weg zwischen den Parzellen. Nach dem Auftritt in Bürstadt hatte der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Bürstadt/Hofheim sein Kommen angekündigt. Von den zwölf Parzellen seien elf belegt, erklärte der KZV-Vorsitzende Szekely im Gespräch mit dem TIP, doch könnten Familien, die zuhause Hühner halten, gerne Mitglied werden, was mit mehreren Vorteilen verbunden sei wie die vorgeschriebenen tierärztlichen Impfungen alle sechs Wochen. Die Küken, die im Mai bei der Kükenschau zu sehen waren, seien auf dem Weg erwachsen zu werden, darunter auch seine holländischen Barnevelder Hühner. Außerdem hält er nachtaktive Tragopane, eine exotische Fasanenart, und Königssittiche. Vereinsmitglied Ann-Cathrin Müller züchtet sei zwölf Jahren, seit vier Jahren ist mit ihren Tieren auf der Anlage, eine buntes Federvölkchen mehrerer Arten, die nicht alle zu besichtigen waren, einige brauchen ihre Ruhe. Tauben, Wachteln, Fasanen, Hokkos, Tragopane, Enten und Gänse fühlen sich hier wohl. Rassen zu ihrem Ursprung zurück zu züchten sei ihr Ziel, die Rassen zu erhalten, erläuterte die 29-Jährige ihr Anliegen. Vielfach werde kreuz und quer gezüchtet. Mit Leidenschaft macht sie das, bei 300 Tieren schon mehr als ein Hobby. Auch zuhause habe sie Tiere. Damit sie so prächtig gedeihen, gibt sie den Tieren selbst gemischtes, gentechnikfreies Futter mit dem jeweils passenden Proteingehalt. Ein Helmhokko lässt sich von ihr auf den Arm nehmen, ein großer dunkler exotischer Hühnervogel mit Kopfdekoration. Auch das wuschelige Paduan-Huhn mit der tollen Frisur schaut zufrieden auf ihrem Arm. Ein Familienhuhn ist Henrietta, die sich auch von Töchterchen Mia tragen lässt. Das Geheimnis ihres seidenweichen Gefieders: Ein Löffel Leinöl jeden Tag im Futter. Ein kleines Zwerghuhn wiege 400 bis 600 Gramm, eine große Hühnerrasse bringe es auf bis zu sieben Kilo. Vor einem Monat aus Naturbrut geschlüpft ist ein Täubchen mit Charakternase, ein zutraulicher Dänischer Tümmler. Hannelore Nowacki

     

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