Großartige Popmusik der 60er, 70er und 80er ließ die Gäste tanzen und feiern
Soulnight sorgte für Partystimmung
Musiker der MIL sorgten gemeinsam mit den Gastsängern und -musikern für Partystimmung in der Hans-Pfeiffer-Halle. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM – Welthits wie „Papa Was a Rolling Stone“, „Knock on wood“, „Car Wash“ und „I Feel Good“ durften an einem richtigen Soul-Abend selbstverständlich nicht fehlen und ließen bei den Gästen schöne Erinnerungen an vergangene Zeiten aufleben. Die weit über 200 Besucher sangen, tanzten, feierten nach Herzenslust mit und beste Partystimmung verbreitete sich am vergangenen Samstag in der Hans-Pfeiffer-Halle in Lampertheim. Mehr als 100 Eintrittskarten wurden noch an der Abendkasse verkauft und das Team von Herbert Kunzmann hatte alle Hände voll zu tun, noch kurzfristig zahlreiche Stehtische und Stühle aufzustellen.
Bereits zum zweiten Mal veranstaltete die MIL die Soulnight unter der Leitung und Mitwirkung des Musikers Helmut Wehe, der an den großartigen Erfolg im vergangenen Jahr anknüpfte und dieses Mal auch wieder hochkarätige Gastsänger mit an Bord holte. Die insgesamt zehnköpfige Besetzung konnte sich sehen und hören lassen. Sie interpretierten die Songs nicht nur im klassischen Sinne, sondern durchaus auch modern und „funky“. Für das „groovende“ Fundament sorgte der beliebte und auch für seine gekonnten Solo-Einlagen bekannte Schlagzeuger Hans-Jürgen Götz, während Matthias Karb mit seinen Leistungen am Keyboard glänzte. Hans Heer ergänzte die tolle musikalische Truppe mit seinem Können am Bass – auch er sorgte für hervorragende musikalische Begleitung der Sänger und einzigartige Solos. Für den Sound zeichnete sich MIL-Mitglied Patrick Schneller verantwortlich. Auch die Bläser mit Christian Ehringer (Trompete), Michael Gilb am Saxophon und Christian „Otto“ Engelhard auf der Posaune versetzten die Fans in die richtige Partystimmung.
Bereits zu Beginn der Veranstaltung begannen die Musikbegeisterten auf „Knock on Wood“ und „Street Live“ mitzusingen, zu klatschen und an den Stehtischen ihre Hüften zu schwingen. „Midnight Hour“, gesungen von Gastsängerin Sandy Campus, die von der Bühne aus ins Publikum fegte, ließ auch die Gäste auf den Sitzplätzen aufstehen, denn die Rhythmen rissen einfach zum Tanzen mit. Der Saxophon-Einsatz von Michael Gilb aus Landau zu „Mercy Mercy Mercy“ begeisterte ebenfalls die Anwesenden. Spätestens beim Auftritt des Soulsängers Clint Grimes aus Kaiserslautern mit seiner Darbietung „Soul Man“ – im Original von den Blues Brothers – konnte keiner mehr auf den Stühlen stillsitzen und stehende Ovationen folgten. Mit „Sweet Soul Music“ sang und tanzte der dunkelhäutige Sänger durch den Saal und feuerte die Gäste an, mitzufeiern.
Soulsänger Clint Grimes und Gastssängerinnen Karin Rühle (l.) und Sandy Campos (r.) boten den Gästen viele musikalische Highlights und heizten dem Publikum ordentlich ein. Foto: Sigrid Samson
Zu „On Broadway“ glänzte Matthias Karb am Piano und Christian Engelhard ergänzte das Musikstück mit seinem Einsatz auf der Posaune, gefolgt von „Respect“, dargeboten von der Sängerin Karin Rühle unter Begleitung aller Bläser. Auf dieses Highlight folgte mit „When a man loves a women“ ein etwas langsameres, romantisches Stück von Rühle zum Ausklang vor der kleinen Pause. Als Duo begeisterten anschließend die beiden Sängerinnen Campos und Rühle mit „Shame, Shame, Shame“ und bewiesen ihr außerordentliches Gesangstalent. Auch „Dock of the bay” konnte fast jeder im Saal mitsingen. Es folgten „Papa Was a Rolling Stone”, „September” und „I Feel Good” von Clint Grimes, der nicht nur mit seiner Stimme, sondern auch mit seiner einzigartigen Bühnenpräsenz begeisterte und durch die Halle rockte und auch mit „Sexmachine“ und seinen Mooves von Michael Jackson zu „Billie Jean“ die Halle zum Kochen brachte.
Nach stehenden Ovationen war dem Publikum sogar mehrere Zugaben gewiss und die Veranstalter – die MIL in Zusammenarbeit mit ‚cultur communal‘ der Stadt Lampertheim – konnten sich über ein gelungenes Event freuen, das vielen Besuchern sicher noch länger in Erinnerung bleiben wird. Sigrid Samson