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  • Mi., 13. Februar 2019, 09:23 Uhr
    Der Lions Club Lampertheim lädt am 26. Februar zum Vortrag von Ulrich Hemel ein

    „Soziale Marktwirtschaft 2.0 - europäisch, ethisch, digital“

    Das Unternehmertum mit dem Wohl der Menschen verbinden - Ulrich Hemel referiert zum Thema soziale Marktwirtschaft am 26. Februar in der Mensa des Lessing-Gymnasiums. Der Lions Club will mit dem öffentlichen Vortrag einen Beitrag zur Diskussion leisten und zeigen, welche Möglichkeiten es gibt. Foto: Daniel Hemel


    LAMPERTHEIM – Zu einem spannenden und aktuellen Vortrag von Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel lädt der Lions Club Lampertheim am 26. Februar um 19.30 Uhr in die Mensa des Lessing-Gymnasiums Lampertheim ein. In seinem öffentlichen Vortrag referiert der  Präsident des "Bund Katholischer Unternehmer (BKU)" und Direktor des Weltethos-Instituts an der Universität Tübingen zum Thema „Soziale Marktwirtschaft 2.0 - europäisch, ethisch, digital“. Der Eintritt ist frei. „Wir leben in spannenden Zeiten“, machte Lions Club Präsident Johannes Haefele deutlich. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und des Kommunismus am Ende des letzten Jahrhunderts, stellte Fukuyama, ein US-amerikanischer Politikwissenschaftler, 1992 in seinem Buch „Das Ende der Geschichte“ die These auf, Marktwirtschaft und liberale Demokratie hätten sich als die besseren Gesellschaftsmodelle durchgesetzt. „Heute erleben wir aber massive Veränderungen“, so Haefele, denn offene und demokratische Gesellschaften stünden vor neuen, großen Herausforderungen. Repressive Regime und digitaler Wandel bedrohen die Demokratie und populistische Politik und schwächelnde Volkswirtschaften schüren Pessimismus.

    In Deutschland hat das Modell der Sozialen Marktwirtschaft wesentlich zum Erfolg der Bundesrepublik beigetragen, dieses gilt es, weiterzuentwickeln, denn es verbindet die Freiheit des Marktgeschehens mit einem sozialen und gesetzlichen Ordnungsrahmen, der Mindeststandards setzt. Von solchen Mindeststandards ist man auf europäischer und erst recht auf globaler Eben weit entfernt. 

    Dennoch lohnt es sich, eine auf Spielregeln beruhende Form des fairen Wirtschaftens neu zu denken. Dazu gehören zwangsläufig auch ethische Rahmenbedingungen wie eine unternehmerische Werteorientierung, aber auch eine Anpassung an digitale Zeiten. Denn soziale Marktwirtschaft muss in digitalen Zeiten global gedacht werden, auch dann, wenn multipolare Kräfte die Kooperationsfähigkeit der globalen Zivilgesellschaft auf eine harte Probe stellen.  Ulrich Hemel ist katholischer Theologe, Unternehmensberater und Unternehmer. Er ist in Bensheim geboren und in Lampertheim aufgewachsen. Er studierte in Mainz und Rom Katholische Theologie, Philosophie sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Er promovierte und habilitierte sich an der Universität Regensburg und ist dort bis heute als außerplanmäßiger Professor tätig. Seit 1991 ist Ulrich Hemel beratend und unternehmerisch in der freien Wirtschaft aktiv. red

     

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