Gisela Suck spendet 500 Euro an Hospiz-Initiative Ried
Sozialkompetenz und bürgerschaftliches Miteinander gelebt
BÜRSTADT - Große Freude bei der Hospiz-Initiative Ried: Am 2. April klingelte in der Geschäftsstelle das Telefon. Am anderen Ende der Leitung meldete sich Frau Gisela Suck. „Sie habe heute Ihren letzten Arbeitstag gehabt und gehe nun in den Ruhestand. Und: Sie würde uns gerne eine Spende überreichen."
Am 13. April erschien Gisela Suck aus Groß- Rohrheim persönlich zum vereinbarten Termin in der Geschäftsstelle um den Scheck in Höhe von 500 Euro für die Hospizarbeit stellvertretend an den 1. Vorsitzenden Wolfgang Zeißner und die Koordinatorin Gaby Weiß-Szpera zu überreichen.
Gisela Suck aus Groß- Rohrheim (Mitte) überbrachte der Hospiz-Initiative Ried eine Spende in Höhe von 500 Euro - sehr zur Freude des 1. Vorsitzenden Wolfgang Zeißner und der Koordinatorin Gaby Weiß-Szpera. Foto: oh
„Wir von der Hospiz- Initiative freuen uns sehr über diese Spende. Denn wir sind auf Zuwendungen angewiesen um unsere Arbeit qualitativ aufrechtzuerhalten", betonte Wolfgang Zeißner
Wie denn die Idee entstanden ist, uns eine Spende zu überreichen, wollten die Verantwortlichen wissen: Seit 19 Jahren arbeitet Gisela Suck in ihrem Unternehmen, der Firma Henkel & Lares aus Darmstadt. Jetzt gehe sie in Rente, offiziell zum 30. April. Üblicherweise verabschiedet die Firma Ihre Mitarbeiter mit einer kleinen Feier. Doch sie wollte keine Blumen und auch kein Abschiedsessen. Sie wollte etwas Sinnvolles mit dem Geld tun, das Ihre Firma sonst für die Feierlichkeiten ausgibt.
Mit dieser Idee ging sie zu Ihren Vorgesetzten und trug Ihren Wunsch vor. Und diese kamen ihrem Anliegen gerne nach und stellten zu Gunsten der Hospiz- Initiative im Ried einen stattlichen Scheck in Höhe von 500 Euro aus.
Schon ein Jahr lang hat sich Gisela Suck ganz bewusst damit beschäftigt, mit ihren Abschied etwas Gutes und Sinnvolles zu machen. Sie selbst ist ursprünglich Krankenschwester gewesen und hat auch in der Altenpflege gearbeitet. Daher ist Ihr der Umgang mit Kranken, Schwachen und Sterbenden nicht fremd. Sie kennt Bedürfnisse und Sorgen dieser Menschen. Mit 36 Jahren hat sie sich beruflich noch einmal umorientiert und eine kaufmännische Ausbildung gemacht. Seitdem ist sie bei der Firma Henkel & Lares tätig. Auch hat sie den Schwiegervater, den Schwager und auch ihren Mann auf deren letzten Weg begleitet und gepflegt. Das hat sie wohl geprägt und darum hat sie sich für die Hospiz-Initiative entschieden. „Nur durch Menschen wie Sie kann es solche Menschen wie uns geben. Durch Ihre Hilfe wird die Basis für unser Tun und Handeln geschaffen“, so Zeißner weiter. „Es ist das soziale Engagement das uns verbindet."
Gisela Suck hat zudem verraten, dass sie sich in ihrem Ruhestand ehrenamtlich engagieren möchte. „Dies zeigt uns, dass Frau Suck Sozialkompetenz und bürgerschaftliches Miteinander nicht nur zeigt, sondern auch lebt. Wir wünschen Frau Suck von Herzen einen schönen und erfüllten Ruhestand." zg