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  • Mi., 07. September 2016, 11:05 Uhr
    Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion Christine Lambrecht informierte sich vor Ort

    „Spagat“ hilft alleinerziehenden Frauen bei der Arbeitsaufnahme

    LAMPERTHEIM – „Spagat“ Aktivcenter Alleinerziehende Lampertheim – so heißt ein Beratungsangebot des Diakonischen Werkes für Mütter auf Arbeitssuche, das die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion gemeinsam mit der Leiterin des Diakonischen Werkes Irene Finger und dem Hauptamtlichen Kreisbeigeordneten Karsten Krug (SPD) besucht hat.

    „An unserem Integrationsprojekt nehmen jeweils 15 Alleinerziehende teil, die den (Wieder-) Einstieg ins Berufsleben suchen. Mit Beratung, Unterstützung bei der Stellensuche und Bewerbungstrainings versuchen wir die Frauen in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln“, erklärt Martina Gaiser, eine der vier Mitarbeitenden bei Spagat. Die Frauen werden dem Projekt von „Neue Wege“, dem kommunalen Jobcenter im Kreis Bergstraße, zugewiesen.

    Ein wichtiges Thema ist natürlich die Frage einer guten und ausreichenden Kinderbetreuung. „Wir versuchen hier vermittelnd tätig zu werden und organisieren beispielsweise den Kontakt zur Tageselternbörse So möchten wir unter Umständen bestehende Vorbehalte gegen diese Form der Betreuung abbauen“, führt Marion Persson, Bereichsleiterin in der Dienststelle Lampertheim aus und erklärt weiter: „Die Sicherstellung der Betreuung ist ganz wichtig für die erfolgreiche Aufnahme einer Arbeit. Leider ist dies nicht immer einfach, da beispielsweise ein Betreuungsplatz für Schulkinder die Berufstätigkeit der Eltern voraussetzt.“ Problematisch kann auch die Aufnahme einer Schichtarbeit sein. „Wenn hier nicht ein familiäres Umfeld vorhanden ist, das die Randzeiten außerhalb der regulären Kinderbetreuungszeiten abdeckt, wird es ganz schwierig“, führt Persson weiter aus. Hierzu merkte Lambrecht kritisch an: „In den letzten Jahren haben wir viel für den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen getan. Gerade Familienministerin Schwesig hat hier viel auf den Weg gebracht. Allerdings müssen wir noch an der Flexibilität der Betreuungsangebote arbeiten und auch Randzeiten abdecken“, sagte Lambrecht.

    Neben Kinderbetreuung ist auch die Stärkung des Selbstbewusstseins der Frauen ein wichtiger Baustein der Maßnahme. „Viele trauen sich kaum etwas zu. Zusammen mit den Frauen arbeiten wir Stärken heraus. Das ist wichtig für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch“, erläutert Edith Harter, die Diplompsychologin im Team bei Spagat.

    Trotz aller Schwierigkeiten bestätigen die Ermittlungserfolge die Arbeit von Spagat. „Vor kurzem haben wir eine Mutter erfolgreich an einen Cateringservice als Küchenhilfe vermittelt, nachdem sie sich während einer dreitägige Probearbeit gut bewährt hatte“, berichtet Finger.

    Abschließend lobte Lambrecht die Arbeit der Mitarbeiterinnen von Spagat. „Hier wird sehr wichtige Arbeit geleistet. Wir müssen alle noch viel dafür tun, dass Familie und Beruf besser vereinbar sind“, sagte Lambrecht und wünschte den Mitarbeiterinnen weiterhin viel Erfolg. zg

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