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Mi., 07. Juni 2017, 14:08 Uhr
Künstlerin macht Stadtumbau lebendig / Neuer Bauamtsleiter vorgestellt / Stadt Lampertheim startet Facebookseite
Spargelstadt geht mit großen Schritten in die Zukunft
Lädt ab jetzt auch zum Grillen ein: Der Badesee der Biedensand Bäder. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – In Lampertheim tut sich etwas – und das in vielfältiger Art und Weise, wie beim Magistratspressegespräch am Mittwoch deutlich wurde. Ob soziale Medien, junge Führungskräfte, Grillen im Schwimmbad oder Kunst als Mittel zur Einbindung der Bürger, die Verwaltung betritt neue Pfade.
35 Jahre jung aber dennoch erfahren: Das ist Diplom-Ingenieur Christian Plöhn. Der neue Leiter des Fachbereich 60 (Bauamt) und seine 28 Mitarbeiter haben den Auftrag, Lampertheim für die Zukunft zu gestalten. Dass der junge Mann an der Spitze dieser Aufgabe gewachsen sein sollte, zeigt sein Lebenslauf. Der zertifizierte Regionalmanager und eingetragene Stadtplaner hatte bisher Planungen rund um die Stadtentwicklung erstellt, die von den Kommunen umgesetzt werden könnten. Mit Spannung wechselt er nun die Seite und möchte eben solche Vorschläge aktiv zum Wohl Lampertheims umsetzen. „Gerade der Stadtumbau ist ein wichtiges Projekt, hier gibt es viele Fördermöglichkeiten für die Kommunen”, erläuterte Christian Plöhn, der aber auch die anderen Baustellen der Stadt aktiv angehen möchte.
Künstlerischer Stadtumbau
Apropos Stadtentwicklung: Die Bürger der Stadt sollen sich aktiv an der Planung des Stadtumbaus in Lampertheim beteiligen. Um das Interesse zu wecken, geht die Stadtverwaltung neue Wege: Ab dem Spargelfestsamstag wird eine Berliner Künstlerin in vier Tagen auf dem Boden hinter dem Schiller-Café ein 3x5 Meter großes 3D-Bild gestalten, das mit Baustellensymbolik die Aufbruchsstimmung symbolisiert. „Wir möchten bewusst das Spargelfest mit seinen unzähligen Besuchern nutzen, um zu zeigen, hier entsteht etwas”, betonte Bürgermeister Gottfried Störmer. „Die Bürger sollen aktiv in den Stadtumbau integriert werden, wir wollen mit den Menschen in Kommunikation treten. Und wie geht dies besser als mit Kunst?”
Jetzt auch bei Facebook
Getreu dem Motto „Besser spät als nie” startete die Stadtverwaltung Lampertheim am Mittwoch ihren Facebookauftritt. Wir wollen den Bürger dort abholen, wo er sich aufhält“, erklärte Bürgermeister Gottfried Störmer. „Und da dies immer häufiger auch in sozialen Medien ist, müssen wir als Stadtverwaltung auch dort vertreten sein.“ Die Facebookseite dient in erster Linie als Informationsplattform und ergänzt so die klassischen um die sozialen Medien. Neben Hinweisen zu Veranstaltungen und Verkehrssituationen wie beispielsweise Baustellen, sollen auch Geschichten rund um die Stadtverwaltung und die Stadt selbst Inhalt der Seite werden.
„Auch wenn es erstmal nur ein kleiner Schritt ist, so ist er wichtig, um die Verwaltung moderner und für junge Lampertheimer attraktiver zu machen“, ergänzte Pressesprecher Christian Pfeiffer. „Wir sind offen für Kritik und Anregungen und freuen uns auf die Interaktion mit den Seitenfans.“ Doch auch hier gilt es, Regeln einzuhalten. Die Facebookseite der Verwaltung ist unter dem Suchbegriff „Stadt Lampertheim“ zu finden und am Stadtwappen als Profilbild zu erkennen.
„Grill and Chill”
Am Badesee der Biedensand Bäder sitzen und nach dem Sprung ins kühle Wasser Grillspezialitäten genießen und den Besuch der Bäder in gemütlicher Atmosphäre ausklingen lassen – dies ist ab sofort möglich. Denn hinter dem See wurden zwei Grillplätze eingerichtet, die von den Besuchern genutzt werden können. Eine telefonische Anmeldung ist hierbei sicherlich sinnvoll, die Benutzungsgebühr beträgt 10 Euro. „Die Belegschaft der Biedensand Bäder hat die Grillplätze erfolgreich getestet und eingeweiht”, verkündetet der Erste Stadtrat Jens Klingler gut gelaunt.
Hausnummern können Leben retten!
Es war bereits einmal Thema im TIP, aber die Rettungskräfte haben die Stadtverwaltung nochmals um Unterstützung gebeten: Hausnummern können Leben retten! Diese Aussage mag auf den ersten Blick überraschen, aber: Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst sind bei jedem Notfall auf deutlich sichtbar angebrachte Hausnummern angewiesen, um den Einsatzort schnellstmöglich zu finden. Aus diesem Grund möchte die Stadt Lampertheim alle Hausbesitzer dafür sensibilisieren, dass sie ihr Haus durch die Anbringung von Hausnummern entsprechend erkennbar machen. Nach dem Baugesetzbuch (BauGB) ist jeder Eigentümer verpflichtet, sein Grundstück mit der von der Stadt festgesetzten Nummer zu versehen (§ 126 Absatz 3 BauGB). Benjamin Kloos
Bis zum 18. Juni können Sie unter https://sags-doch-mol.de/ über das zukünftige Logo des Stadtumbaus abstimmen. Foto: Stadt Lampertheim