Di., 18.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Fr., 26. August 2022, 09:31 Uhr
    FERIENSPIELE: Beim Odenwaldklub Waldmeisterschaft im Schatten großer Bäume

    Spaß bei Bewegung und Spiel in der Natur

    Nur gemeinsam gelingt es, mit der „Haurucksäge“ eine Scheibe vom Douglasienstamm abzusägen. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Wo ist es am schönsten an einem heißen, sonnigen Sommertag? Im Schatten großer Bäume - mit viel grüner Natur lässt es sich gut aushalten. So war es auch am vergangenen Dienstag bei den Ferienspielen der Jugendförderung, die mit zwanzig Kindern einen Ausflug zum Odenwaldklub in den Sandtorfer Weg unternahm. Erwartet wurden die Kinder vom Ersten Vorsitzenden des Odenwaldklubs Marius Schmidt, bekannt auch als Erster Stadtrat, der sie begrüßte und den jungen Gästen erklärte, dass der Odenwaldklub ein Verein ist, der Wanderungen und Freizeitaktivitäten organisiert und seit 2015 jedes Jahr Ferienspiele anbietet. War schon mal ein Kind dabei? Auf seine Frage hin gingen schnell einige Finger in die Höhe. Zum Thema „Wald und Natur“ habe der Odenwaldklub den Naturpädagogen Mirko Klein eingeladen, machte Schmidt die Kinder neugierig. Im Vereinsheim spielen, dessen geschlossene Klappläden innen für angenehme Kühle sorgten, oder draußen in der Natur, das war den Kindern überlassen. Vereinsmitglied Robert Lenhardt hatte die Erfrischungen für den großen Durst schon bereitgestellt und wer sich für die Waldmeisterschaft stärken wollte, konnte beim Obst zugreifen: Äpfel, Bananen, Aprikosen und anderes sahen lecker aus und gerade richtig bei großer Hitze. Naschen mit Gummibärchen, weißen Mäusen und Fröschen war auch möglich. „Habt einfach einen schönen Nachmittag“, wünschte Schmidt den Kindern und wies noch einmal darauf hin, wie wichtig es sei genug zu trinken. Alle Kinder wollten draußen bleiben und machten bei der Waldmeisterschaft mit, die Naturpädagoge Mirko Klein praktischerweise mit „WM“ abkürzte, was schon wie Weltmeisterschaft klang. Spaß mit Bewegung war an den Stationen angesagt, die er aus Naturmaterialien aufgebaut hatte und den Kindern vorführte. „Erstmal zuschauen“ war wichtig. Am Schluss werde es Überlebensmedaillen geben, stellte Klein den jungen WM-Abenteurern in Aussicht. Zuerst war der Baumstammweitwurf dran, das Holzstück mit Griff flog in hohem Bogen und sollte eigentlich die zum Stamm aufgeschichteten Hölzer umwerfen. Zweite Station: Kraftvoll zielen und den Tennisball mit Tempo in die Holzröhre bringen. Dann ging es weiter zum Axtwerfen mit putzigen Werkzeugen aus Holz, zum treffsicheren Nageleinschlagen und zum Korkenschießen mit einer Schleuder, um allerlei Ziele zu treffen. Gemeinsam sollte ein Turm gebaut werden, allerdings hatte die Sache einen Haken, denn ein Seilzug war zu bedienen. Vorwärts und rückwärts hüpfen kann jeder, aber mit einem riesigen Tannenzapfen, eingeklemmt zwischen den Beinen, ist das eine sportliche Leistung. Rückwärts hüpfen erhöhe das Denkvermögen, erklärte der Naturpädagoge den Kindern aufmunternd, was die Wissenschaft tatsächlich herausgefunden hat. In Teamarbeit mit Konzentration und Geschick kam die „Haurucksäge“ zum Einsatz, am Schluss fiel, sauber abgesägt, das Stück Douglasienstamm fast lautlos ins trockene Gras. Susanne Camus von der Jugendförderung und ihr pädagogisches Betreuerteam hatten Bastel- und Malsachen auf dem Tisch im Schatten ausgebreitet, mussten aber abwarten, ob sich Interessenten dazusetzen würden.

    Hannelore Nowacki

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 2