FORSCHEN: 10 Jahre Forschernetzwerk Biblis und 10. Forschertag der Kitas und Schulen mit fast 300 Kindern und vielen Eltern
Spaß beim Experimentieren und Entdecken
Eine Rolle, ein Loch und oben ein Schlitz – und schon erscheinen auf der CD die Farben des Lichtspektrums. Foto: Hannelore Nowacki
BIBLIS – Ein Fest der Entdeckungsfreude wurde am Donnerstagnachmittag in der Schule in den Weschnitzauen gefeiert. Zum jährlichen Forschertag, der zum 10. Mal stattfand, waren auch die Eltern, Angehörige und Geschwisterkinder der etwa 300 teilnehmenden Kinder aus allen Bibliser Kindertagesstätten, der Schule in den Weschnitzauen sowie der Steinerwaldschule und der Schulkindbetreuung Kuckucksnest eingeladen. Im Laufe von zwei Stunden hatten sie Gelegenheit selbst an 250Experimenten teilzunehmen und zuzuschauen. Beim Ansturm der Kinder und Besucher in den Klassenräumen, die zu bunten Forschungslaboren verwandelt waren, kam es auch zu Warteschlangen. Erzieher und Lehrkräfte hatten Versuchsabläufe vorbereitet, die Materialien mitgebracht und erklärten die naturwissenschaftlichen Phänomene auf Nachfrage. Mit konzentrierter Begeisterung widmeten sich die jungen Forscher den interessanten Experimenten, manches konnten sie nach Hause mitnehmen. Zur Eröffnung des Forschertags im Schatten der großen Bäume auf dem weitläufigen Schulhof in der Viktoriastraße begrüßten die Kinder der gastgebenden Schule in den Weschnitzauen mit ihrer Musiklehrerin Kathrin Kalkowski die Gäste mit zwei Liedern, deren Rhythmus zum Mitwippen anregten, zuerst das herzliche Willkommen mit dem afrikanischen Lied Sali Bonani und nach den Ansprachen des kommissarischen Schulleiters Torsten Wiechmann, des Kreisbeigeordneten Matthias Schimpf in Vertretung des Landrats und des Bürgermeisters Volker Scheib tanzte der Elefant in der Disco. Schulleiter Wiechmann erinnerte an die Gründung des Bibliser Forschernetzwerks im Juli 2013 als eigenständiges Projekt nach dem Vorbild des Lampertheimer Forschernetzwerks unter Leitung von Sabine Nieter. Den jungen Forschungsbegeisterten gab er nachdenkliche Worte hinsichtlich der anstehenden gesellschaftlichen Aufgaben für die Umwelt mit auf den Weg - sie mögen die Probleme lösen, die sie von den vorherigen Generationen übernommen haben und wünschte den Kindern Freude am Entdecken und Lernen und neugierig zu sein. Besonders wies er auf das Kuchenbüffet und Getränkeausgabe hin. Schimpf überbrachte Grüße des Landrats und dankte allen, die sich für diesen Tag engagieren. Dem Kreis Bergstraße als Schulträger sei Bildung und Förderung ein großes Anliegen. Auch Bürgermeister Scheib setzt seine Hoffnung auf die Kinder, die mit ihrer Neugier auf das, was morgen und übermorgen komme die Zukunft gestalten. An Neugier und Wissbegier mangelt es den Kindern nicht, wie bei der Forschertour zu erleben war. Das Aussieben von Kichererbsen, roten Linsen, Hirse und Gries zog die Kinder bei der Kita Sonnenschein in den Bann, je nach Siebeinsatz blieben die Kircherbsen und Linsen am Ende unter sich oder nur feiner Gries lag in der Schüssel. Bewegen mit Luft stand bei der Kita Pusteblume auf dem Programm – wer kräftig durchs Röhrchen pustete, konnte kleine Bälle durch Straßen und Tunnel bewegen oder ein selbst gebasteltes Flugzeug fliegen lassen.
Im Magnetismus herrschen wunderbare Kräfte, die sogar Autos fahren lassen. Foto: Hannelore Nowacki
Bunter Schleim hatte es den Kindern in der Schleimwerkstatt angetan. Regina Würfel, die in der Schulkindbetreuung die Forscher-AG leitet, hatte für die Mischung Bastelkleister, Natronpulver in der Schüssel, Kochsalzlösung und Lebensmittelfarben bereitgestellt. Die glitschige kühle Masse ließ sich wunderbar kneten ohne an den Händen zu kleben. An weiteren Tischen kam Zucker zum Einsatz, der gefärbtes Wasser je nach Menge schwerer macht, sodass sich im Reagenzglas Schichten bilden. Bei der evangelischen Kita Nordheim war am Tisch von Erzieher Michael Pföhler zum Bau eines CD-Spektroskops viel los. Ein Blick durch das Loch im fertigenWerkstück zeigte das Licht in allen Farben. Wie sich Feuer auf dem Dach schnell löschen lässt, konnten die Kinder am Brandhaus der Freiwilligen Feuerwehr im Schulhof selbst mit der großen Spritze testen. Die Kinder- und Jugendfeuerwehr freut sich über neue Mitglieder. Die Bürgerstiftung hatte umweltfreundliche Stoffrucksäcke gespendet, die die Kinder fantasievoll bemalten. Hannelore Nowacki