Astrid-Lindgren-Schule feierte Einweihung des erneuerten Schulhofs
Spaß in der Pause mit Bewegung
Zum Vergnügen der Zuschauer nutzten Landrat Christian Engelhardt und Schulleiterin Susanne Kaul bei der Freigabe des Rundkurses zwei auf den Kreis Bergstraße „zugelassene“ Bobbycars. Foto: Hannelore Nowacki
BOBSTADT – Eine gelungene Überraschung erwartete die Kinder der Astrid-Lindgren-Schule an ihrem vorletzten Schultag vor den Weihnachtsferien – als sie von ihrer Theaterfahrt zu „Peter Pan“ nach Darmstadt zurückkamen, waren die Bauzäune weg. Seit den Sommerferien waren die Bauarbeiter mit der Sanierung des in die Jahre gekommenen Schulhofs beschäftigt. „Ein halbes Jahr war die Schulgemeinde auf eine schwere Belastungsprobe gestellt“, erklärte Schulleiterin Susanne Kaul bei der sonnigen Einweihungsfeier am Freitagvormittag. Doch die Bauarbeiter hätten schon bald zur Schule dazu gehört. Als Ausweichschulhof für die 110 Kinder habe der Bolzplatz hinter der Schule gedient und der Zugang zur Schülerbetreuung führte über einen Umweg. Zur fröhlichen Einweihungsfeier aller Klassen und Lehrkräfte mit Landrat, Bürgermeisterin, Ortsvorsteher, Stadtverordnetenvorsteher und weiteren Vertretern aus der Lokalpolitik hatten Schulchor und die dritte Klasse einige Lieder eingeübt, die ihre Freude zum Ausdruck brachten. „Unser Schulhof ist gelungen, wenn alles fertig ist, denn so einen hat keiner, hurra, hurra!“ 230.000 Euro hat der Landkreis Bergstraße als Schulträger für den ersten Bauabschnitt locker gemacht. Das liege im vorgegebenen Rahmen teilte Landrat Christian Engelhardt als zuständiger Dezernent des Kreises Bergstraße in seiner Rede mit. 740.000 Euro werde das gesamte Projekt mit vier Bauabschnitten kosten. Der zweite Bauabschnitt mit der Neugestaltung der restlichen Schulhoffläche, des Eingangsbereichs, einer neuen Feuerwehrzufahrt, Parkplätzen und Fahrradstellplätzen werde 2017 umgesetzt. Anschließend erfolge die Fertigstellung des Rundweges, weiter sei eine neue Spielfläche mit Spielgeräten vorgesehen.
Eine Attraktion auf dem Schulhof ist die neue Netzschaukel. Foto: Hannelore Nowacki
Die ausführenden Firmen sind dem Bergsträßer Modell entsprechend vorwiegend Betriebe aus dem Kreis Bergstraße. Beim Sponsorenlauf im September waren 10.000 Euro an Spenden an den Förderverein zusammengekommen, die für die Anschaffung von Spielgeräten verwendet wurden. Dieser Sponsorenlauf sei sein erster Amtstermin gewesen, erinnerte sich der Landrat. Den Kindern wünschte er viel Spaß auf dem Pausenhof und so stark und selbstbewusst zu werden wie Pippi Langstrumpf. Ein blauer Pfad führt über den Schulhof, die neue Bewegungsstrecke für alle Kleinfahrzeuge, Fahrräder und Bobbycars, die zum Pauseninventar gehören und mit Körperkraft gesteuert werden. Die vierten Klassen kamen mit den verschiedensten Fahrzeugen mächtig in Fahrt, eine eindrucksvolle Vorführung mit Musik und Luftballons, die das hohe Spaßpotenzial des Schulhofs offenbarten. „Liebe Schulgemeinde, liebe Kinder, ist das nicht ein toller Tag?“ Bürgermeisterin Schader zeigte sich begeistert vom neuen Schulhof. Diese Investitionen in Schulen seien notwendig für die Bildung, betonte Schader. Es lerne sich besser, wenn Kinder in Bewegung sein. Auch Ortsvorsteher Uwe Metzner richtete seine Grußworte vor allem an die Schulkinder. Diejenigen, die nach der vierten Klasse in weiterführende Schulen wechseln, werden ihren neuen Schulhof sicher vermissen, ist sich Metzner sicher. Aber so sei der Lauf des Lebens. Zum Abschluss der Feier unter freiem Himmel verteilte Schulleiterin Kaul bunte Malkreiden an die Kinder, die sogleich die neuen doppelseitigen Malwände umringten und eifrig bemalten. Den Schwung der neuen Nestschaukel genossen mehrere Kinder auf einmal. Rasant ging es auch weiter auf dem Rundkurs für die Kleinfahrzeuge zu. Bewegung lässt den klirrenden Frost vergessen und macht großen Spaß, wenn man so einen schönen Schulhof hat, das war klar. Es gibt auch neue Sitzbänke, weitere Pflasterflächen und Grünflächen mit Hecken und Rasen. Saniert wurde auch die Schulhofentwässerung. Ein großes allseitiges Lob ging an Architektin Bettina Wettstein, der es bei der Planung für die umfangreichen Bauarbeiten gelungen ist, den alten Baumbestand zu erhalten. Hannelore Nowacki