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Do., 29. Oktober 2015, 11:06 Uhr
Geheime Botschaften mit Pinsel, Schere und Papier
Spaß und Spiel bei detektivischen Kreativtagen in den Herbstferien
Drehscheiben entstanden am Basteltisch, mit denen sich geheime Botschaften übermitteln lassen. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Viele junge Detektive bastelten in der Zehntscheune an geheimen Botschaften. Die Werkzeuge lagen ihnen ruhig in der Hand, auch war Konzentration gefragt, damit die runden Papierschreiben mit Drehmechanismus und Alphabetbemalung funktionstüchtig wurden. Schere, Malstifte und bunte Papierbögen waren die eine Methode, schneller ging es mit Zitronensaft, Pinsel und Papier – diese Geheimschrift wird sichtbar nach einer Hitzebehandlung mit dem Bügeleisen. Alicia, als Honorarkraft engagiert, hatte viele Kinder am Basteltisch um sich geschart. Unter dem Motto „Detektive, Spione und Agenten“ war bei den Herbstferienspielen einiges geboten. Am Montag waren die Kinder im abgedunkelten Raum mit Detektiv und vielen Zeugen einem Mörder auf der Spur. Die Ermittlungen wurden beim Besuch des Historischen Museums in Speyer am Mittwoch fortgesetzt. Schneckenkratzer und Wolkenhaus waren beim Ausflug am Freitag ins Mannheimer Technik-Museum zu entdecken. 18 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren waren am Dienstag angemeldet, wie Susanne Camus von der Stadtjugendförderung mitteilte. Nach dem Mittagessen mit knusprigen Fischstäbchen und Kartoffelsalat stand eine detektivische Schatzsuche auf dem Programm. Für Abwechslung war ganztägig gesorgt. Am Tischkicker und im Turnraum wurde der Ball hoch motiviert bewegt, beim Schachspiel kam es auf die ruhige Überlegung an. Praktikant Mahad, der übernächstes Jahr an der Karl-Kübel-Schule in Bensheim sein Fachabitur ablegen will, hatte zuletzt vor acht Jahren Schach gespielt, aber nichts verlernt. Den Kindern machte es Spaß und ihm auch. Nelli und Selina hatten sich mit einer riesigen Anzahl von farbigen Bechern zum ersten Mal im Speedstacking versucht und erfolgreich eine hohe Pyramide aufgebaut. Nicht einfach eine Pyramide, sondern eine 3-D-Pyramide, wie sie betonten. 15 Minuten hatten sie dafür gebraucht, weil die Becher immer wieder einbrachen. Sophia, die seit September ihren Bundesfreiwilligendienst für ein Jahr bei der Stadtjugendförderung absolviert, hatte das Geschehen im Blick und fand: „Das Thema kommt gut an“. Ein Tisch voller Spiele und noch eine ganze Kiste – wer Lust hatte, konnte sich hier ein Spiel aussuchen. Der neunjährige Nico und die siebenjährige Elena hatten sich für „Billy Biber“ entschieden und einen kleinen Tisch abseits vom Trubel gefunden. Das Geschicklichkeitsspiel verlangte eine ruhige Hand, denn der winzige Holzstapel durfte nicht einstürzen. Wer mit dem Stäbchen die meisten Stämme herausschiebt, gewinnt. Gar nicht frustriert, teilte Nico mit: „Elena hat die erste Runde gewonnen“. Hannelore Nowacki
Der nächste Zug muss gut überlegt sein. Praktikant Mahad stand den jungen Detektiven mit Tipps zur Seite. Foto: Hannelore Nowacki