Eine Graugansfamilie im Gänsemarsch beim Abendspaziergang. Foto: Hannelore Nowacki
HEPPENHEIM – An den Ufern des Bruchsees stehend, wandert der Blick zu den Erhebungen des Odenwaldes und zu den Weinbergen über Heppenheim. Steile Wege streben der Höhe entgegen, die malerische Landschaft mit Burg lädt zum Entschleunigen ein. Aus der Ferne ist dort oben niemand zu entdecken. Dagegen wandeln in der frühen Abendstunde zahlreiche Spaziergänger am See, Läufer verausgaben sich in Kräfte zehrenden Runden und Radfahrer mit schnellem Tritt begegnen ihnen auf den ebenen Wegen am See. Der ebene Verlauf scheint beliebt zu sein, zumal die Naherholung Suchenden Abwechslung auf allen Pfaden finden, Spielplätze und Geräte zur körperlichen Ertüchtigung sind zu entdecken. Nach einer Biegung dann die überraschende Begegnung mit Gänsen und ihren Küken. Die Nilgansküken kuscheln dicht an dicht und beäugen, wer da kommt. Ganz ohne Scheu führen die Kanadagänse ihre Küken über den Weg, das Picken im Gras macht müde. Schnell unter Mamas Flügel, da ist es gemütlich. Eine Graugansfamilie marschiert gesättigt zum Wasser, noch eine Runde Schwimmen ist angesagt. Die Kükenschar weiterer Grauganseltern widmet sich ganz dem köstlichen zarten Wiesengrün, die flauschigen Gänschen zupfen hier und da, lassen sich von den Spaziergängern nicht stören. Glatt liegt der Bruchsee vor Augen, Wolken und Bäume spiegeln sich. Ruhe strahlt das Gewässer aus. Ein Geheimtipp ist der Bruchsee nicht, das zeigt der gut belegte Parkplatz. Die Autokennzeichen weisen darauf hin, dass man auch auf der anderen Rheinseite die Vorzüge der Bergsträßer Natur zu schätzen weiß. Hannelore Nowacki