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  • Mo., 14. Januar 2019, 13:04 Uhr
    Neujahrsempfang der SPD Lampertheim mit Ehrung von Walter Schmitt

    SPD sieht sich in Stadt und Kreis auf Erfolgskurs

    Ein besonderer Anlass zur Freude im Rahmen des SPD-Neujahrsempfangs war die Ehrung von Walter Schmitt (Mitte) für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD. Im Bild neben dem Jubilar (von links): Der Hüttenfelder Ortsvorsteher Karl Heinz Berg, SPD-Kreisvorsitzender Marius Schmidt, SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jens Klingler und Kreisbeigeordneter Karsten Krug. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Im Sitzungssaal des Alten Rathauses lag am Samstagnachmittag beim Neujahrsempfang der Lampertheimer SPD der Duft von Kaffee in der Luft, später in einer Pause zwischen den politischen Stellungnahmen der Parteispitzen in Stadt und Kreis wurden die gut bestückten Kuchenplatten aufgetischt. Eingeladen war die gesamte Bevölkerung, nun hörten in gemütlicher Atmosphäre Genossen, Bürger und Freunde der Sozialdemokraten von einer politischen Erfolgsbilanz in der Stadt und im Kreis und dem optimistischen Ausblick auf die kommenden Monate. Zu Gast waren der Kreisbeigeordnete Karsten Krug, der seine Bilanz im Kreis vorstellte und Bürgermeister Gottfried Störmer, der für die gemeinsame Arbeit seinen Dank aussprach und im Bündnis für Demokratie eine gemeinsame Aufgabe sieht. Ortsvereinsvorsitzender Jens Klingler und Erster Stadtrat blickte zufrieden in die „volle Runde“. Dies sei der guten Arbeit geschuldet, betonte er wie auch der SPD-Kreis- und Fraktionsvorsitzende im Stadtparlament Marius Schmidt in seiner Rede, der von „ungünstiger Gesamtsituation“ sprach. „Mir ist es um die Zukunft in Lampertheim nicht bange“, richtete Klingler sein Lob an die Genossen, „macht weiter so, dann werden wir weiterhin gute Ergebnisse einfahren“. Mit Blick auf die aktuellen Umfragewerte auf Bundesebene mit 14 Prozent sprach Klingler eine Empfehlung an die „höheren Ebenen“ aus – diese müssten sich mal an der Basis umschauen, was hier geleistet werde. Im Rahmen des Neujahrsempfangs ehrte die SPD den früheren Hüttenfelder Ortsvorsteher und langjährigen Lokalpolitiker Walter Schmitt für 50 Jahre Parteimitgliedschaft, die mit Parteiarbeit in allen Gremien und politischem Engagement in parlamentarischen Gremien wie als Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses verbunden war. „Du bist ein Vorbild für uns alle, wie man politische Arbeit macht, dann wird man auch gewählt“, sagte Klingler in seiner Laudatio. Man müsse vor Ort sein und sich anhören, was die Bürger wollen. Karl Heinz Berg, der amtierende Ortsvorsteher in Hüttenfeld, würdigte das Engagement und die Tatkraft von Walter Schmitt, der in Hüttenfeld 28 Jahre lang Ortsvorsteher war und soziale Verantwortung übernommen habe. Walter Schmitt dankte den Genossen für die langjährige Unterstützung und machte deutlich, dass es ohne deren Hilfe nicht möglich gewesen wäre. Unter den Gästen waren Vertreter von Initiativen, Projekten, Beiräten und Organisationen, die Klingler namentlich begrüßte wie Frank Rüdiger Kirschner (Mehrgenerationenwohnen), Otto Edinger (Altrhein), Petra Brandt (Behindertenbeirat) und Walburga Jung (AWO/Kleiderkammer). Ganz bewusst an den Anfang gestellt habe er seine Wünsche für ein friedliches neues Jahr, sagte Marius Schmidt zu Beginn seiner Rede. Aus den Meldungen des vergangenen Jahres listete Schmidt das Stadtmarketing, das Richtfest des Mehrgenerationenhauses, die Vitos-Tagesklinik, die neue Kita in der Ringstraße, die Mundarttreffen von Karl-Heinz Horstfeld, der Kulturpreis an Heike Ittmann, das Jubiläum 20 Jahre Rathaus-Service und die 550-Jahr-Jubiläumsfeier in Neuschloß als gemeinsame Maßnahmen auf, die es „ohne die SPD nicht gegeben hätte“. Dazu gehöre auch der Erhalt der Biedensandbäder. „Als Fraktion haben wir Pflöcke eingeschlagen, die bis ins Jahr 2019 weisen“. Zum Stichwort bezahlbarer Wohnraum nannte Schmidt das Engagement der öffentlichen Hand und die 67 neuen Wohnungen der Baugenossenschaft, die ein Einstieg seien. Auch dem Engagement des Kreisbeigeordneten Karsten Krug sei der Ausbau des Schulstandortes zu verdanken. Mehrere „B“ sieht Schmidt für 2019 als Aufgabe wie die Beförderung und den neuen Nahverkehrsplan, den sanierungsbedürftigen Bauhof, die Bürgermeisterwahl, die Betreuung von Kindern und Alten sowie die Beteiligung für Demokratie. „Wir brauchen eine Partnerschaft für die Demokratie, ein dauerhaftes Bündnis“, bekräftigte Schmidt. Die Auftaktkonferenz finde am 21. Februar mit Jan Oppenheimer statt.  Kreisbeigeordneter Krug, der auch für die Finanzen des Kreises Bergstraße zuständig ist, berichtete in seiner Bilanz vom gelungenen Abbau der Verbindlichkeiten von ursprünglich 200 Millionen Euro, die Kassenkredite seien auf „null“ zurückgefahren. Bei Guthaben drohten nun jedoch Strafzinsen. An erster Stelle der anstehenden Aufgaben listete Krug bezahlbaren Wohnraum auf, die Kosten für Unterkunft im Bereich ALG II sollen an marktgerechte Preise angepasst werden und im Rahmen der Baulandoffensive Hessen soll die Baulandentwicklung vor Ort vorangetrieben werden. Mit einer Wohnraumagentur werde nach dem Lampertheimer Vorbild auf Kreisebene in Leerständen Wohnraum für Hilfsbedürftige gesucht - im Kreis seien 1.900 Haushalte suchend gemeldet. In der Beförderung im Nahverkehr seien eine Million Kilometer mehr Bus-Angebote realisiert worden, in die Bildung mit Biedensand-Campus investiere der Kreis  geschätzte 60 Millionen Euro, die „letztlich vom Steuerzahler vor Ort“ kommen. Hannelore Nowacki

     

     

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